Dachdecker‑App im Einsatz: So läuft Dein Betrieb mit Craftnote ohne Zettelchaos
Entdecke, warum Craftnote die ideale App für Dachdecker ist. Weniger Papier, mehr Überblick: Projektplanung, Zeiterfassung und Kommunikation in einer App.
Entdecke, warum Craftnote die ideale App für Dachdecker ist. Weniger Papier, mehr Überblick: Projektplanung, Zeiterfassung und Kommunikation in einer App.
In diesem Artikel:
Wie kann eine digitale Bauakte Software Deinem Handwerksbetrieb zu mehr Produktivität und weniger lästiger Arbeit verhelfen? Wir haben 4 Tipps für Dich parat. Auf einer Baustelle fallen täglich eine Fülle an Informationen in Papierformat, die es zu verarbeiten und zu ordnen gilt. Interne sowie externe Dokumente wie z.B. Verträge, Protokolle, technische Unterlagen oder Mängelverzeichnisse sollen möglichst schnell geordnet und wiedergefunden werden, damit jeder weiß, was es zu tun gibt und wie der Fortschritt beim Projekt ist.
Schnell verschwindet ein Zettel auf der Baustelle, ist in den Aktenordnern schwer zu finden oder handschriftlich schwer zu lesen. Das kann zu Verzögerungen beim Projekt, lästigen Suchaufwand, Fehler bei der Abrechnung oder Stress mit Kunden oder Subunternehmern führen. Doch diese Probleme sind alle vermeidbar, wenn Du die Chancen der Digitalisierung mit der digitalen Bauakte für Dich nutzt.
Eine digitale Bauakte vereint alle nötigen Informationen zu einer Baustelle bzw. einem Projekt in sich und macht sie jederzeit und überall abrufbar. Egal ob über mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets oder Laptops und PC´s. Alle Informationen, wie Rapportzettel, Mängellisten, Rechnungen, Maßlisten etc. sind digital erfasst und gespeichert. So sind keine Aktenordner und Schränke nötig. Dabei wird die digitale Bauakte von einer Software – beispielsweise in Form einer App – bereitgestellt, die von vornerein für ein Ordnungssystem sorgt, das sich nicht extra ausgedacht werden muss.
Die digitale Bauakte Software kommt im Büro sowie auf der Baustelle zum Einsatz und soll somit eine optimale Verbindung dazwischen schaffen. Das funktioniert meistens über eine App, die auf dem PC sowie auf mobilen Endgeräten funktioniert. Fallen Informationen an, die wichtig für die Baustellendokumentation und Organisation sind, können diese direkt über die App erfasst und projektbezogen gespeichert werden. So entsteht eine nahtlose Synchronisation für alle beteiligten Handwerker. Hierbei müssen Daten nicht per Hand in Aktenordner sortiert werden, sondern werden einfach mit wenigen Klicks in eine vorgefertigte digitale Ordnerstruktur eingefügt, auf die jeder am Projekt Beteiligte zugreifen kann. Im Vordergrund steht ebenfalls, die Handhabung so einfach wie möglich zu gestalten, damit keine unnötig lange Einarbeitungsphase anfällt.
Wird die Bauakte analog in Papierform geführt, können häufig folgende Probleme auftreten, die wahrscheinlich jeder Handwerker kennt:
Verloren gegangene Dokumente
dadurch vergessene Absprachen, Termine und verärgerte Kunden
Lästiges Suchen in der Aktenordnerstruktur
Falsch zugeordnete Formulare
Undeutliche Handschriften
Viele Informationen, die mit viel Aufwand sortiert werden müssen
Mit einer digitalen Bauakte Software können diese Probleme unkompliziert gelöst werden, da:
Alle wichtigen Informationen über die Software direkt bestimmten Projekten zugeordnet werden können
Diese Informationen jederzeit und überall mit mobilen Endgeräten abrufbar sind, falls nötig auch für Subunternehmen
Eine vorgefertigte Ordner- und Projektstruktur mit Suchfunktion, die das Abspeichern und Wiederfinden von Daten enorm erleichtert
Die Baudokumentation über eine App funktioniert, die eine direkte Verbindung zum Büro schafft
Am besten für Deinen Handwerksbetrieb ist eine digitale Bauakte Software, bei der keine große Einarbeitungs- und Gewöhnungszeit notwendig ist. Denn Deine Mitarbeiter müssen hinter der Umsetzung stehen und letztendlich auch die Vorteile im Arbeitsalltag sehen können. Craftnote erleichtert hier den Zugang zur digitalen Bauakte mit einem einfachen und intuitiven Aufbau. Wer heutzutage schon ein Smartphone oder Tablet nutzt, kommt auch mit der Craftnote zurecht.
Deine Daten sind sicher und DSGVO-Konform auf deutschen Servern gespeichert
Die smarte Projekt- und Ordnerstruktur erspart dir lästige Aktenordnerei und Sucherei
Mit der übersichtlichen Plantafel zum optimalen Projektmanagement
Mobile und projektbezogene Dateiablage für Dokumentenmanagement, bei dem nichts mehr verloren geht
Sorge mit der Chat-Funktion für eine saubere Kommunikation zwischen Baustelle und Büro
Dokumentiere Deine Baustellle mit Bildern, Videos, Notizen und Sprachnachrichten
Abschließend lassen sich 4 Vorteile einer digitalen Bauakte Software festmachen. Zum Ersten lassen sich die anfallenden Informationen auf der Baustelle digital, nachhaltig und effizient bündeln. Das spart Platz und Nerven bei der Suche nach bestimmten Dokumenten. Zum Zweiten lassen sich die digitalen Daten jederzeit auch über mobile Endgeräte abrufen. Zum Dritten lässt sich die Baudokumentation mit Bildern, Videos und Sprachnachrichten schneller und gezielter durchführen als in reiner Papierform. Als Letztes bleibt darauf hinzuweisen, dass Du deinen Mitarbeitern nach der Einarbeitungszeit den Arbeitsalltag deutlich vereinfachen kannst und zudem mit digitaler Technik ein attraktiven Anreiz für ein Arbeitsplatz mit Zukunft setzt.
Eine kurze Übersicht was Du im Artikel erfahren wirst:
Die Trendmap 2025 wirft ein Licht auf alle Trendthemen der Branche und ermöglicht einen kleinen Blick in die Zukunft. Dabei umfasst sie vier große Cluster: Automation, Engagement, Marketing und Networking. Dieser Blogartikel befasst sich mit dem Cluster Automation. Doch vorher möchten wir herausfinden, wie Digitalisierung bei den Unternehmen eigentlich ankommt.
Laut Umfragen sehen rund 90 Prozent der Firmen die Digitalisierung als etwas Positives an. Die meisten Unternehmen sehen in der modernen Technik neue Möglichkeiten und Chancen. Digitalisierung wird dabei sowohl für Bau- als auch für Handwerksunternehmen eine große Rolle in der Zukunft spielen. Die Befragung vieler Unternehmen zeigt, dass der zentrale Digitalisierungsschritt vor allem unter „Building Information Modeling“, kurz BIM, bekannt ist. Unter BIM versteht man normalerweise eine Software-Methode, welche für die Vernetzung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken zuständig ist.
Für Handwerksunternehmer:innen bedeutet das klarer ausgedrückt, dass alle wichtigen Bauwerksdaten erfasst, kombiniert und visualisiert werden. Eine weitere wichtige Frage, die immer wieder aufkommt, ist, ob die Digitalisierung für Unternehmen mehr Druck oder Motivation darstellt. Laut Umfragen überschattet die Motivation zur Digitalisierung den Wettbewerbsdruck am Markt – allerdings lässt sich immer mehr ein deutlicher Trend zum sogenannten Änderungsdruck feststellen.
Viele, vor allem kleinere Unternehmen sehen in der Digitalisierung immer mehr eine Herausforderung. In erster Linie befürchten diese, dass sie von den großen Firmen abgehängt werden und im Zeitalter der Digitalisierung nicht im Stande sein werden, mit diesen zu konkurrieren.
Besonders wenn es sich um kleine und mittlere Handwerksunternehmen handelt, dann lohnt es sich alle Arbeitsabläufe im Betrieb zu digitalisieren. Das Erstaunliche ist: Für alle Handwerksunternehmen gibt es spezielle Apps und Software, die die Arbeitsabläufe im Berufsalltag erleichtern. Eine kostengünstige Software wie Craftnote eignet sich perfekt für Handwerker:innen und alle anderen Interessenten. Mithilfe dieser App kannst Du zum Beispiel die gesamte Dokumentation und Kommunikation eines Bauprojekts über einen einzigen Kanal regeln. Auf diese Weise sind alle Angestellten miteinander vernetzt und wissen zu jederzeit genau, was sie zu tun haben.
Der andere positive Aspekt ist, dass sich der gesamte Fortschritt dank Craftnote leicht im Auge behalten lässt. Mit der Software lassen sich auch kostengünstige Internetauftritte eines Unternehmens problemlos realisieren. Dadurch schaffen sich die Handwerksunternehmen eine echte Präsenz im World Wide Web und können deutlich mehr Kunden erreichen. Tägliche Videochats mit Programmen wie „Zoom“ sind dabei besonders in Zeiten von Corona für jedes moderne Unternehmen Pflicht, da sie dadurch mit allen ihren Kunden in Kontakt bleiben können. Gezielte Internetauftritte eines Betriebs sind heutzutage nicht nur kostengünstig, sondern auch extrem wichtig, wenn es darum geht, seinen Kundenkreis zu erweitern. Kommen wir nun aber zum eigentlichen Thema des Artikels – der Trendmap 2025.
Hier teilt sich die Trendmap in mehrere Themeclluster auf: Cobots, Roboter, Internet der Dinge, 3D-Druck, Smart Speaker und Touchless Technology.
Cobots
Cobots ist ein Handwerks-Trend, welches für Roboter steht, die auf die Zusammenarbeit mit Menschen programmiert sind. Der Unterschied zu den Industrierobotern ist, dass die Cobots nicht in abgetrennten Bereichen ihre Arbeit verrichten, sondern Deinem Team direkt als Assistenten dienen.
Roboter
Unter Hardware-Automation findet man auch den Themenbereich “Roboter”. Unter Robotern versteht jeder von uns Maschinen, die den Menschen ihre Arbeit abnehmen. Die meisten dieser Maschinen zeichnen sich durch eine hohe KI (künstliche Intelligenz) aus. Früher waren praktisch nur die Industrieroboter in den Fabrikhallen bekannt, die nur routinierte Arbeiten übernehmen konnten. Heute haben diese die Fabriken verlassen und sind seit Kurzem sogar im Alltag zu finden. Die modernen Roboter werden immer kleiner, flexibler, günstiger und mobiler.
Internet of Things – Das Internet der Dinge
Das “Internet der Dinge” ist ein moderner Sammelbegriff, der die Technologien einer globalen Infrastruktur einer Informationsgesellschaft zusammenfasst. Das Internet der Dinge vernetzt physische Objekte mit der digitalen Welt und lässt diese mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten. Über spezielle Sensoren erfasst das Internet der Dinge alle Informationen aus der realen Welt. Anschließend stellt es diese Informationen allen Nutzern im digitalen Netzwerk zur Verfügung.
3D-Druck
“3D-Druck” ist ein weiterer beliebter Trend – auch im Handwerk. Unter 3D-Druck versteht man ein computergesteuertes Fertigungsverfahren für dreidimensionale Objekte. Bei diesem Verfahren wird das Material einfach Schicht für Schicht aufgetragen. Aktuell eignet sich der 3D-Druck vor allem für Prototypen sowie kleinere Serienfertigungen.
Smart Speaker
Die Aufgabe der “Smart Speaker” ist es, den Kundendialog zu verändern. Smart Speaker sind im Grunde genommen nichts anderes als intelligente Dialogsysteme mit eingebauten Mikros und Lautsprechern. Das Besondere an Smart Speakern ist der persönliche Assistent, der den Nutzern per Spracherkennung zur Verfügung steht.
Touchless Technology
Was ist eigentlich “Touchless Technology”? Touchless Technology oder übersetzt: „Berührungslose Technologie“ zeichnet sich in erster Linie durch Benutzerfreundlichkeit, Robustheit und Hygiene aus. Somit ist Touchless Technology für die Entstehung eines ganz neuen Marktes verantwortlich und revolutioniert das Handwerk in nahezu allen Bereichen wie zum Beispiel Innenausbau, Sanitär- und Elektrotechnik.
Am Ende lässt sich sagen, dass die Digitalisierung sowohl für kleinere als auch für größere Handwerksunternehmen mehr Vorteile als Nachteile bringt. Was die Trendmap für das Jahr 2025 angeht, so lässt sich sagen, dass es jedem Handwerksunternehmer:innen sehr zu empfehlen ist, sich mit den neuen Trends auseinanderzusetzen oder sich zumindest mit Ihnen vertraut zu machen, denn die neuen Trends der Digitalisierung werden die Zukunft aller Unternehmen maßgeblich bestimmen. Nur wer sich heute mit den neuesten Trends auseinandersetzt, kann seine Firma in Zukunft für den Wettbewerb ausreichend vorbereiten.
In diesem Artikel:
Seit 2019 informiert die – von dem Trendforscher Peter Wippermann – initiierte „Trendmap Handwerk 2025“ Akteure aus der Handwerksbranche über wegweisende Entwicklungen in der Zukunft. Das Format bietet Handwerksbetrieben somit eine wichtige Orientierungshilfe, um frühzeitig neue Wachstumspotenziale identifizieren und umsetzen zu können. Neben den drei großen Themenclustern Automation, Engagement und Marketing rückt die Trendmap 2025 hierbei ebenso unterschiedliche Aspekte rund um den Trend „Networking“ in den Mittelpunkt. Dieser Trend beschäftigt sich unter anderem mit der Rolle von Netzwerken in relevanten Zusammenhängen wie dem Cost-Cutting oder dem Building Information Modeling (BIM). Anknüpfend daran stellt der folgende Beitrag einen ersten Überblick zu den zentralen Networking-Trends in der Handwerksbranche bereit.
Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen der Corona-Pandemie haben bei vielen Handwerksunternehmen zu erheblichen Umsatzrückgängen geführt. Für betroffene Betriebe ist es deshalb von entscheidender Bedeutung, die neue Finanzlage eingehend zu analysieren und die eigene Liquidität langfristig zu sichern. Nicht nur sollte hierzu der offene und direkte Dialog mit Lieferanten, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Kunden gesucht werden. Sondern im selben Moment lohnt es sich, entsprechende Hilfsmaßnahmen von staatlicher Seite – wie etwa die Förderung von Homeoffice-Arbeitsplätzen – zu prüfen.
Als weiterer Faktor lässt sich darüber hinaus zugleich die gezielte Neuorganisation der bestehenden Arbeitsstrukturen und -abläufe anführen. Denn gerade die fortschreitende Digitalisierung bietet vielen Handwerksunternehmen die besondere Möglichkeit, auf relativ unkomplizierte Weise die eigenen Betriebsprozesse zu optimieren sowie zusätzliche Märkte und Kundenkreise zu erschließen.
Klassischerweise haben sich „Co-Working Spaces“ in den vergangenen Jahren vor allem als gewinnbringendes Umfeld für Jungunternehmer:innen und Freiberufler:innen etabliert, da sich in diesen die vorhandene Infrastruktur gemeinsam und somit kostensparend nutzen lässt. Doch neben diesem ökonomischen Vorteil zeichnen sich Co-Working Spaces aufgrund ihres kooperativen Charakters ebenso durch ein äußerst hohes Innovationspotenzial aus, welches regelmäßig zu neuartigen Produktlösungen führt.
Diese besonderen Eigenschaften lassen das Modell des Co-Working Spaces nicht zuletzt zu einer spannenden und zukunftsweisenden Option für Handwerksunternehmen werden. Denn Handwerker:innen und Handwerksbetriebe können nicht nur in etwaigen Co-Working Werkstätten für ihre Projekte flexibel Technologien und Maschinen nutzen, deren Anschaffungskosten ansonsten das vorhandene Budget übersteigen würden. Sondern im selben Moment besteht für Handwerksunternehmen zudem die Möglichkeit, durch das gezielte Teilen eigener Betriebsstrukturen von neuen Arbeitsansätzen zu profitieren und zusätzliche Einnahmen durch die Vermietung zu generieren.\
Aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hat sich das „Building Information Modeling“ (BIM) in den letzten Jahren als fester Bestandteil in jeder zeitgemäßen Bauplanung etabliert. Das BIM entspricht hierbei einer kooperativen Datenbasis, die ein detailliertes dreidimensionales Modell eines bestimmten Gebäudes im digitalen Raum ermöglicht. Somit kann die Technik sowohl flexibel zur Planung von Bauwerken wie auch zur Steuerung von Bauprozessen und der Bewirtschaftung von Gebäuden genutzt werden.
Da das BIM darüber hinaus einen stets aktuellen und vernetzten Datenabgleich zwischen den Projektpartnern und etwaigen Behörden erlaubt, trägt es wesentlich zur Optimierung des Zeit- und Kostenaufwands bei. In Anbetracht dieser grundlegenden Vorteile ist es kaum verwunderlich, dass – neben zahlreichen anderen europäischen Ländern – auch Deutschland zukünftig verstärkt auf einen verbindlichen Einsatz des BIM bei Bauvorhaben setzt. Handwerksbetriebe sollten sich deshalb bereits jetzt mit den Anwendungsbereichen des BIM vertraut machen sowie entsprechende Qualifikationsmaßnahmen einplanen.
Der sich vollziehende Strukturwandel weg von der klassischen Industriekultur und hin zu einer Netzgesellschaft macht sich auch bei Handwerksbetrieben auf unterschiedlichsten Ebenen bemerkbar. Denn nicht nur verändert dieser in wesentlicher Weise das Verhältnis zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden. Sondern zugleich wirkt er sich ebenso auf die interne Betriebskultur aus. So werden beispielsweise stark ausgeprägte Hierarchien und eng abgesteckte Verantwortungsbereiche von vielen Mitarbeiter:innen zunehmend als überholt wahrgenommen. Um diese übergreifende Entwicklung als positive Chance wahrnehmen zu können, empfiehlt es sich für Handwerksunternehmen deshalb, ihre Betriebskultur verstärkt an zeitgemäßen Methoden des Projektmanagements auszurichten.
Diese Methoden orientieren sich hierbei vorzugsweise am Einsatz agiler und projektbezogener Teams, die in fließenden Arbeitsprozessen und Feedbackschleifen gemeinsam an der Findung von Lösungsansätzen sowie an deren praktischer Umsetzung arbeiten. Neben dem aus der Softwareentwicklung stammenden Scrum-Verfahren zeigen sich in diesem Kontext ebenso die Methode des Design Thinkings und das Konzept der holokratischen Arbeitsorganisation als zentrale Orientierungspunkte.
Letztlich hängt der langfristige Erfolg eines jeden Unternehmens von der Gewinnung der richtigen Mitarbeiter:innen ab. Doch während Mitarbeiterentscheidungen traditionell vorwiegend anhand fachlicher Qualifikationen getroffen wurden, zeichnet sich zukünftig ebenso die gemeinsame Wertebasis als ein zentrales Auswahlkriterium ab. Diese gemeinsame Wertebasis kommt im Konzept des Cultural Fit zum Ausdruck, das letztlich auf eine größtmögliche Übereinstimmung zwischen Bewerber:in und Arbeitgeber:in hinsichtlich Arbeitsweise und Betriebskultur abzielt.
Gerade für die Gewinnung von hochqualifizierten Facharbeiter:innen und jungen Talenten übernimmt der Cultural Fit dabei zusehends eine wesentliche Rolle, da diese eine gemeinsame Wertebasis als grundlegendes und sinnstiftendes Kriterium bei der Auswahl des Arbeitsplatzes ansehen. Insofern empfiehlt es sich für Handwerksunternehmen, die Werte der eigenen Betriebskultur zukünftig noch deutlicher hervorzuheben und offen zu kommunizieren. Als wegweisend hierfür zeigt sich insbesondere der Einsatz digitaler Medien, durch welche potenziellen Bewerber:innen bereits vorab ein erstes Bild des eigenen Betriebs vermittelt werden kann.
Bereits jetzt wird offensichtlich, dass viele Veränderungen, die sich aus der Corona-Pandemie ergeben haben, zu einem festen Bestandteil der zukünftigen Arbeitsrealität werden. Dies gilt vor allem für relevante Präventions- und Arbeitsschutzmaßnahmen – wie etwa die Einhaltung von Desinfektions- und Abstandsregeln -, welche für den täglichen Mitarbeiterschutz weiterhin wichtig sind. Doch im Zuge der verstärkten Automation von Arbeitsprozessen und der beschleunigten Digitalisierung von Arbeitsplätzen wirft die neue Normalität ebenso zahlreiche Fragen hinsichtlich der zukünftigen Arbeitsorganisation und Mitarbeiterführung auf.
Für Handwerksbetriebe gilt es deshalb nicht nur dauerhafte und sinnvolle Konzepte im Bereich des Gesundheitsschutzes zu entwickeln. Sondern im selben Moment sollte die zukünftige Gestaltung der Arbeitswelt frühzeitig adressiert werden, um die Betriebsabläufe auch unter den Bedingungen der neuen Normalität proaktiv und erfolgreich gestalten zu können.
Die aufgeführten Punkte verdeutlichen, dass der zukünftige Erfolg von Handwerksunternehmen auf unterschiedlichsten Ebenen eng mit den Potenzialen des vernetzten Arbeitens verknüpft ist. Darum lohnt es sich für die Akteure der Handwerksbranche bereits heute, die besonderen Möglichkeiten dieses Trends umfassend zu erörtern und für die eigenen Ziele nutzbar zu machen. Weiterführende Informationen zu den zentralen Networking-Trends und ihren praktischen Anwendungsbereichen können hierbei unter anderem kostenlos auf der offiziellen Webseite der Trendmap 2025 eingesehen werden.
In diesem Artikel:
Der Meistertitel ist ein Qualitätsmerkmal im Handwerk, das Mitarbeiter und Führungskräfte auszeichnet. Jede neue Generation von Meistern im Handwerk bringt ein neues Verständnis für die Herausforderungen der Branche mit: Zum Beispiel der Digitalisierung, da junge Menschen in einer digitalen Welt aufgewachsen sind. Neue oder verbesserte Arbeitstechniken können so ihren Weg in die Arbeitswelt finden. Die Devise lautet: Traditionsberufe nicht nur neu denken, sondern auch leben. Erfolgreich sein und dabei Leute mit dem Handwerk begeistern. Die ZDF-Dokumentationsserie „37 Grad“ gibt deswegen jungen Meistern eine Bühne, die genau das auf interessante Weise umgesetzt haben.
Wir geben Dir einen kurzen Überblick, was junge Handwerksmeister anders machen und wo sie mit alten Rollenbildern brechen.
In der Schule fiel Jörg Forstera durch schlechte Noten auf, woraufhin ihm ein Leben als Hartz-IV-Empfänger vorausgesagt wurde. Im Alter von 32 Jahren sieht das allerdings komplett anders aus. Der junge Handwerksmeister betreibt mit seiner gläsernen Metzgerei „Kumpel und Keule“ in der Markthalle 9 Berlins einen der größten Ausbildungsbetriebe der Stadt. Zudem konnte er in der Coronakrise sogar seinen Umsatz steigern. Möglich wird das durch komplette Transparenz bei der Arbeit, dem Augenmerk auf Tierwohl und schlauem Marketing – auch über Social Media. Damit überzeugt er auch jüngere Kunden bei ihm Fleisch zu kaufen. Dazu hat sein Betrieb mit 18 Mitarbeitern eine beachtliche Größe erreicht.
Johanna Röh erstellt als Tischlermeisterin Möbel nach Maß, neuen Ideen und individuellen Kundenwünschen her. 2018 gründete die 32-Jährige ihren eigenen Betrieb in der Ortschaft Alfhausen (Niedersachsen), in dem sie bereits einen Azubi beschäftigt. Als Tischlermeisterin und Handwerksunternehmerin setzt sie sich gegen typische Klischees von Frauen im Handwerk, Frauen seien für den Beruf nicht geschaffen, zur Wehr. Auch einige Auftraggeber würden noch immer nachhaken, ob sie sich die Projekte als Frau zutraue. Sie antwortet darauf unmissverständlich mit guter Arbeit.
Einige ihrer Vorzeigeprojekte aus der Dokumentation sind spezielle Ornamente für einen Whiskeyschrank sowie ein Abbild des Jakobswegs, welches sie in eine Schrankwand fräste und mit LED-Lampen ausleuchtete. Das ihr Konzept funktioniert, zeigt das gut gefüllte Auftragsbuch, auch in Zeiten von Corona.
Hufschmied ist ein Knochenjob mit langer Tradition. Doch Georg Stinauer, aus dem bayrischen Ort Ebersberg, kann sich keinen anderen Beruf vorstellen. Für Stinauer sei jeder Tag wie Urlaub, weil ihm die Arbeit Spaß mache. Der 33-Jahre junge Handwerksmeister verfeinerte jahrelang sein Modell eines Hufeisens aus Metall und Kunststoff. Mit den Eisen bewegen sich die Pferde nicht nur leichter, sondern bekämpfen auch Rückenprobleme der Tiere. Seine individuell angefertigte Kunststoffkombination bringt demnach frischen Wind in das Schmiedehandwerk. Seine Modelle werden so gut angenommen, dass er sie über seine Website an Kollegen verkauft.
Dabei schaffen sie es auf der einen Seite Traditionen zu wahren und auf der anderen Seite mit einigen zu brechen, um das Handwerk weiterzuentwickeln, auf ihre ganze eigene Weise.
Vielfalt. Was allerdings alle hier vorgestellten Handwerksmeister eint, ist die Passion für die Arbeit mit den Händen, egal welche technischen Hilfsmittel noch zum Einsatz kommen. Es gibt ihnen Zufriedenheit etwas zu schaffen, was gebraucht wird. Dabei schaffen sie es auf der einen Seite Traditionen zu wahren und auf der anderen Seite mit einigen zu brechen, um das Handwerk weiterzuentwickeln, auf ihre ganze eigene Weise. Ganz nebenbei scheinen ihre Betriebe auch in der Coronakrise sicher zu sein. Keine Einbußen und sogar Umsatzsteigerungen bei der Metzgerei sind zu verzeichnen. Das zeigt, welches Potenzial in der Branche steckt. Könnten diese Berichte über junge Meister, die das Handwerk neu denken, nicht auch dazu beitragen, einige der über 50.000 freien Lehrstellen zu besetzen?
Du hast eine Meinung zum Thema, selbst einen ähnlichen Werdegang oder kennst jemanden mit einer Erfolgsgeschichte, die erwähnt werden sollte? Dann erzähl uns doch davon auf Facebook – egal ob in der Kommentarspalte oder per Nachricht.
Nach der Zeit des Lockdowns in Deutschland gaben einige Experten düstere Prognosen für die Ausbildung im Handel und Handwerk ab: Die wirtschaftlichen Folgen in den Betrieben könnten in Zukunft die Zahl der Ausbildungsstellen verringern, bestehende Ausbildungsverträge gefährden oder Interessierte vom Handwerkerberuf abbringen. Bisher zeigt sich, nicht alles trifft zu. Zum einen beweist das Handwerk im Vergleich zu anderen Branchen seinen weitestgehend krisenfesten Charakter.
Zum anderen sinkt laut Robert Schweizog, Geschäftsführer für Bildung bei der IHK NRW, die Zahl der Bewerber schneller als die Zahl der freien Ausbildungsstellen. Junge Interessierte haben somit gute Chancen in Krisenzeiten eine sichere Arbeitsstelle zu bekommen. Nur scheinen sich im Vergleich zum Vorjahr weniger Interessierte zu finden. Handwerksbetriebe sollten diese Möglichkeit nutzen, um mit zukünftigen Fachkräften aus der Corona-Krise zu starten. Staatliche Hilfen dafür sind vorbereitet, jedoch leider nicht für jeden. Bevor wir darauf zu sprechen kommen, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Situation.
Außerdem blieben die meisten Betriebe aktiv und gaben vorsichtig positive Prognosen für die nächsten Jahre, falls es zu keiner zweiten Welle kommt.
Bisher gab es wenig Nachrichten der Handwerkskammern über schließende Betriebe und damit gekündigte Auszubildende. Außerdem blieben die meisten Betriebe aktiv und gaben vorsichtig positive Prognosen für die nächsten Jahre, falls es zu keiner zweiten Welle kommt. Das beruhigt zwar, dennoch ist es schwierig für Auszubildende den Überblick zu behalten. Seit April 2020 obliegt es den Berufsschulen weiterhin auf digitalen Unterricht oder eine stückweise Rückkehr zur Normalität zu setzen.
Somit ist die Lage für jedes Bundesland etwas anders. Regionale Corona-Ausbrüche mit erneut verschärften Maßnahmen tragen ebenfalls zur Unübersichtlichkeit bei. Zudem verschieben sich einige Zwischen- und Abschlussprüfungen nach hinten, was in manchen Fällen zu vertraglichen Problemen führen kann z. B. wenn der Ausbildungsvertrag vor der Prüfung enden sollte. Allerdings wurde sich darauf geeinigt, dass abgesagte Zwischenprüfungen keine weiteren Folgen für Lehrlinge haben. In den Betrieben sind Lehrlinge nur in Ausnahmefällen von Kurzarbeit und Arbeitsausfällen betroffen.
– insbesondere, weil Informations- und Werbeveranstaltungen wie Messen oder Schulbesuche durch Hygienemaßnahmen wegfallen.
Nach einer Umfrage des ZDH vom April diesen Jahres, wollen mehr als die Hälfte der befragten Handwerksunternehmen entweder genauso viele Auszubildende einstellen oder sogar noch weitere. Lediglich ein Viertel der Firmen planen mit weniger angebotenen Stellen. Zwar ist es um die Auftrags- und Umsatzlage schlechter bestellt als im letzten Jahr, doch stechen einige Gewerke wie das Bauhandwerk als „krisensicher“ heraus. Das unterstreicht auch eine neue Umfrage des Instituts „forsa“ bei der zwei Drittel der befragten Handwerksbetriebe angaben, dass sie ihre Existenz in Zukunft gesichert sehen.
Zudem gibt es auch nach der Krise das Problem des Fachkräftemangels, was sich durch Corona noch verschärfen kann – insbesondere, weil Informations- und Werbeveranstaltungen wie Messen oder Schulbesuche durch Hygienemaßnahmen wegfallen. Doch trotzdem gibt es für Unternehmen eine Chance gut aus der Krise mit neu gewonnenen Auszubildenden zu kommen.
Die vorher ausgearbeiteten Eckpunkte der Bundesregierung für die Förderung von Ausbildungsbetrieben wurden nun beschlossen und können ab dem 1. August genutzt werden. In dem 500-Millionen-Euro-Paket geht es um Zuschüsse und Prämien für hilfsbedürftige Betriebe und Ausbildungseinrichtungen bei:
Erhalt oder Erhöhung ihres Ausbildungsniveaus,
Förderung von Ausbildungsvergütung bei Vermeidung von Kurzarbeit
und Übernahmeprämien bei Übernahme von Auszubildenden aus pandemiebedingt insolventen Betrieben.
Unter anderem erhalten Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau zu den drei Jahren davor halten können, zum Beispiel 2.000 Euro für jeden neuen Vertrag. Lässt sich das Niveau erhöhen sogar 3.000 Euro pro Vertrag. Zu den Einrichtungen, die diese Hilfen in Anspruch nehmen können, zählen allerdings nur:
Kleine und mittlere Unternehmen (kurz: KMU), die durch Corona Auszubildende aus anderen KMU im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen.
Überbetriebliche Schulen sowie andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende aus KMU im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate ausbilden.
Um das Problem mit freien Lehrstellen, zukünftig fehlenden Fachkräften und momentan verunsicherten Auszubildenden in den Griff zu bekommen, kann es helfen Deinen Betrieb attraktiv zu gestalten. Ergeben sich beispielsweise bei Deinem Gewerk positive Prognosen aus der Krise zu kommen und diese zu verkraften, lohnt es sich das nach außen hin zu kommunizieren. Attraktiv werden Betriebe auch durch eine gute Unternehmenskultur. Werden Lehrlinge früh mit einbezogen und in das Team integriert, lässt sich eine hohe Ausbildungsqualität erreichen. Heben sich die Vergütungen zu anderen Unternehmen mit fairen Zahlungen ab, lassen sich ebenfalls Interessenten gewinnen. Darüber hinaus können weitere Maßnahmen helfen die Arbeitgeberattraktivität zu steigern: berufliche Perspektiven durch Weiterbildungen und Übernahmen sowie Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge wie z. B. präventive Übungskurse gegen körperliche Probleme.
Das alles kann dazu beitragen, dass junge Menschen sich wieder zunehmend für handwerkliche Tätigkeiten interessieren und bestehende Mitarbeiter gehalten werden können, denn nichts ist effektiver als Menschen in unsicheren Zeiten eine sichere Perspektive aufzuzeigen.
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Neue Technologien und Maschinen im Zuge der Digitalisierung im „Handwerk 4.0“, wie der Internetvertrieb von Dienstleistungen, Handwerker-Apps, 3D-Drucker, automatisierte CNC-Fräsen und Arbeitsroboter verändern die Arbeitswelt und werden dies auch in Zukunft tun. Mancher betrachtet die technischen Neuerungen mit Skepsis, fürchtet sich vor neuen (digitalen) Anforderungen oder bangt um seinen Betrieb beziehungsweise seinen Arbeitsplatz. Das muss jedoch nicht sein. Wer die Zukunftsfähigkeit seines Gewerkes feststellen möchte, darf nicht danach fragen, ob er durch automatisierte Technologien verdrängt wird.
Vielmehr muss sich die Frage darum drehen, wie der jeweilige Handwerksberuf in Zukunft bestehen kann. Denn die meisten Innovationen können dafür genutzt werden, einfache monotone Arbeitsschritte zu automatisieren, damit mehr Zeit für das kreative Handwerk bleibt. Allerdings lassen sich heute schon Gewerke erkennen, die von der gesellschaftlichen und digitalen Entwicklung profitieren könnten.
Ob Photovoltaik, Elektromobilität, Beleuchtungssysteme oder andere Technik im Haus und Büro – die Elektrotechnik erobert unseren Alltag. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen, was letztendlich den Gewerken im Elektrohandwerk zugutekommt. Zum einen durch die Nachfrage von innovativen Haussystemen, die für die Gewinnung von erneuerbaren Energien oder die Einsparung des Energieverbrauchs zuständig sind. Hier können sich Betriebe auf private sowie geschäftliche Kunden spezialisieren. Zum anderen durch das Aufkommen von Elektrofahrzeugen: Hier entstehen Chancen an der Technik des Autos selbst sowie an den benötigten Ladesäulen, die in den kommenden Jahren ausgebaut werden sollen.
Zudem erfreuen sich Kunden zunehmend an kompletten Systemen, wie zum Beispiel im Bereich Beleuchtung. In Zukunft wird die Nachfrage nach smarten Beleuchtungssystemen steigen, die über Touchscreen oder Smartphone bedienbar sind. Das sind nur einige Beispiele für die künftigen Chancen im Elektrohandwerk, die sich allerdings auch in neuen Aufgabenbereichen und Kompetenzen niederschlagen.
… das Ziel von 350.000 Wohnungen in jedem Jahr bis 2020 ist nicht erreicht worden.
In deutschen Städten fehlt es zunehmend an Wohnraum. Zwar sind viele neue Möglichkeiten geplant oder bereits fertiggestellt, doch das Ziel von 350.000 Wohnungen in jedem Jahr bis 2020 ist nicht erreicht worden. Hier entsteht Zukunftspotenzial für mehrere Handwerksberufe, wie zum Beispiel Dachdecker. Hauptsächlich profitiert das Baugewerbe in den Bereichen Hochbau, Tiefbau und Ausbau. Hierbei wird die Grundlage für neuen Wohnraum vom Hoch- und Tiefbau übernommen, während Ausbaugewerke wie Fliesenleger, Maler oder Stuckateure den Rohbau wohnlich gestalten.
Auch in diesen Bereichen werden neue Technologien die handwerkliche Arbeit unterstützen statt sie zu verdrängen. Als Blaupause dafür dienen bereits Kamerascanner, die automatisch Aufmaße mit dazugehörigen Materialaufwand erstellen.
Werden neue Gebäude gebaut, sind zwingend Sanitär, Heizung und Klima-Installationen durchzuführen. Hier zeigt sich ein zunehmender Trend von Sanierungen und Modernisierungen von Hausbesitzern. Diese werten demnach die Immobilie langfristig, weshalb sich auch kostspieligere Anschaffungen lohnen können. Als Richtwert kann die Zahl der schätzungsweise 2 Millionen Heizungen dienen, die noch gar nicht saniert worden sind.
Zudem überaltert die Gesellschaft zunehmend, was zu einer steigenden Nachfrage von altersgerechten Sanitärbereichen führen kann. Außerdem lassen sich Verschmelzungen mit anderen Arbeitsfeldern von anderen Gewerken feststellen: Beispielsweise im Hinblick auf Photovoltaiksysteme, die auch zur Beheizung von Räumen dienen sollen.
Ein gutes Beispiel für Berufe, die in Zukunft bestehen werden, wenn sie ihre Kompetenzen ausbauen, sind Handwerksbetriebe für den Innenausbau, wie Tischler oder Bodenleger. Durch gezielte Internetauftritte und Innovationen, wie 3D-Modelle oder Virtual Reality-Vorführungen, können die Berufsgruppen kundenorientierter arbeiten. So kann der Kunde vor der Fertigstellung eine virtuelle Blaupause betrachten oder auf der Website seine Idee anhand von Mustern umsetzen.
CNC-Fräsen oder Arbeitsroboter übernehmen zusätzlich monotone Fertigungsschritte, ersetzen aber nicht die handwerkliche Kreativität oder komplette Fertigungen. So können sich kleinere Betriebe immer noch mit individuellen Umsetzungen von großen Ketten absetzen. Außerdem besteht die Möglichkeit, neue Arbeitsfelder in das Angebot mit aufzunehmen. Wenn Tischler einzelne Stücke fertigen, könnte sich auch eine ganze Raumausstattung lohnen.
Wenn in Zukunft mehr neue Technik zum Einsatz kommt, kann es sich für Betriebe lohnen, komplett auf Kunden zu setzen, die gerade „alte“ Handarbeit wertschätzen.
Neben all den Chancen und Perspektiven für das Handwerk gibt es auch Gewerke, für die es möglicherweise in Zukunft schwieriger wird zu bestehen. Gerade Traditionshandwerke, die mit dem gesellschaftlichen Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Effizienz in der Herstellung in Konflikt geraten, können in das Hintertreffen geraten. Darunter zum Beispiel Kirschner für die Fellverarbeitung, Instrumentenbauer oder Glasmacher. Hierbei spielt auch die Konkurrenz aus der großen Industrie eine Rolle, die mit billigeren Preisen lockt. Allerdings lässt sich für jedes Handwerk auch eine Chance durch Spezialisierungen festmachen. Wenn in Zukunft mehr neue Technik zum Einsatz kommt, kann es sich für Betriebe lohnen, komplett auf Kunden zu setzen, die gerade „alte“ Handarbeit wertschätzen.
Dennoch ist ein Mindestmaß an Weiterentwicklung nötig, damit Handwerksberufe und ihre Betriebe auf dem Markt sichtbar bleiben. Dazu gehört beispielsweise ein adäquater Internetauftritt, um Kunden gezielter anzusprechen und nicht vergessen zu werden. Dazu kommen in vielen Gewerken neue Anforderungen auf die Handwerker zu – besonders in Bereichen von IT und digitaler Technik. Verpassen es Betriebe hier Schritt zu halten, könnten einige Berufsgruppen in Schwierigkeiten geraten.
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Nach einer Studie von Bitkom und dem Zentralverband des deutschen Handwerks (kurz: ZDH) aus diesem Jahr setzt jeder zweite Handwerksbetrieb bereits eine bestimmte Art von digitalen Technologien ein. Das zeigt, das Handwerk ist mitten im Umbruch der Digitalisierung, wenngleich diese in den Gewerken unterschiedlich voranschreitet. Neben der immer stärker werdenden Bedeutung des Internets für Kunden und Unternehmen, mit Präsenz bei Suchmaschinenanfragen oder „Social Media“-Auftritten, gibt es zahlreiche Innovationen für die Baustelle: Dabei geht es im Großen und Ganzen um **die Automatisierung und dem verändertem Engagement bei Arbeitsprozessen.
Bekommt demnach der Handwerker von morgen den Arbeitsfortschritt nach dem Aufstehen auf sein Smartphone geschickt, bevor er mit dem Elektroauto zur Arbeit fährt, auf der neuartige Maschinen ihn bei der Arbeit unterstützen oder sogar überflüssig machen? Nicht ganz! Deshalb wollen wir Euch Innovationen im Handwerk vorstellen, die Eure Arbeit in Zukunft erleichtern können.
Was laut Angaben des ZDH schon bei jedem 5. Dachdeckerbetrieb zum Einsatz kommt und sich auch in Zukunft weiter etablieren wird, sind Drohnen. Diese erleichtern zum Beispiel die Bestandsaufnahmen vor beziehungsweise während der Arbeit an Fassaden oder Dächern. Somit können sich unter anderem Dachdecker, Gerüstbauer oder Maler, mit Bild- und Videoaufnahmen, ein genaues Bild der Baustelle machen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Gerade bei schwer erreichbaren Stellen auf dem Dach wird das Verletzungsrisiko vermindert.
Noch sind die Drohnenaufnahmen mit einer Software verbunden, die aus den Bildern Daten ermittelt. Aus den Daten können danach Aufmaße oder komplette 3D-Modelle des Arbeitsbereichs erstellt werden. Allerdings arbeiten Firmen eifrig daran, den wendigen Multicoptern Messinstrumente einzubauen, die direkt fertige Daten übermitteln. So können ganze Häuser in kürzester Zeit analysiert werden, ohne diese aufwendig mit dem Team zu besichtigen.
Weitere Entwicklungen zielen auf das Erlebnis des Kunden, der die Handwerksdienstleistung kauft. Um Kunden mehr Transparenz und Entscheidungshoheit zu geben, bieten einige Handwerksbetriebe 3D-Modelle des geplanten Projektes an. Durch spezielle Computersoftware lässt sich die Idee vor Arbeitsbeginn digital sichtbar machen. Das hilft dem Kunden die Entscheidung zu erleichtern und Handwerkern, Missverständnisse schon im Voraus zu klären.
Passt der Boden zur Atmosphäre des Raumes?
Gefällt das komplette Dach mit der Ziegelart?
Wie sieht das fertige Gebäude ungefähr aus?
Auch Handwerker werden mit dem Modell unterstützt, da Kunden vorab ihre Wünsche äußern und damit das Projekt besser realisiert werden kann. In Zukunft soll dieses Angebot mit „Virtual Reality“ ergänzt werden. Durch VR-Brillen tauchen Kunde und Handwerker in die digitale Blaupause ein, was die Kommunikation bei der Planung erleichtert und Eindruck macht.
Auf dem Arbeitsplatz der Zukunft gibt es mehr Zeit für das Wesentliche – die handwerkliche Arbeit. Durch Softwarelösungen, wie unsere Craftnote Handwerker App, lassen sich Zettelwirtschaft vermeiden sowie Büro und Baustelle miteinander verbinden. Möglich wird das durch die Nutzung auf dem PC sowie auf mobilen Endgeräten. Die projektbasierte App schafft es, die komplette Kommunikation und Dokumentation auf der Baustelle digital zu vereinen, da alle auf und neben der Baustelle Beteiligten einem Projekt zugeordnet werden können. Damit lassen sich unter anderem:
Aufgaben zuteilen
Arbeitszeiten erfassen
Chats zur einfachen Kommunikation mit Team und anderen Gewerken einrichten
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wichtige Dokumente per App-Funktion einscannen
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Gemeinsam haben diese Werkzeuge, dass sie alle auf dem Computer bedient werden. Tischler benutzen beispielsweise CNC-Fräsen, um individuelle Designs und Kundenwünsche schnell und kostengünstig zu verwirklichen. Durch ein vorher am PC erstelltes 3D-Modell erschafft die Fräse danach das Werkstück selbstständig. Zudem könnten am Arbeitsplatz der Zukunft 3D-Drucker stehen. Diese erzeugen Schicht für Schicht ein vorher computeranimiertes Modell und lassen es real werden.
Meist werden Materialien wie Kunststoffe, Keramiken und Metalle benutzt. Damit können zum Beispiel Sanitärtechniker schnell passgenaue Aufsätze herstellen. Außerdem konnte 2019 in der französischen Stadt Nantes ein komplettes Haus per 3D-Druck hergestellt werden. Lediglich die Einbauarbeiten wurden von Handwerkern erledigt. Die Zukunftsvision dieser beiden Techniken besteht darin, Bauprozesse schneller und wirtschaftlicher durchzuführen, dabei weniger Fehler zu machen und für Entlastung bei monotonen und gefährlichen Arbeiten zu sorgen.
Zusammenfassend lässt sich über den Arbeitsplatz der Zukunft im Handwerk sagen, dass **neue Innovationen nicht den Handwerker ersetzen, sondern unterstützen wollen. Zudem fällt die Digitalisierung in den Gewerken unterschiedlich aus. Während Dachdecker sich beispielsweise der Drohnentechnik annehmen können, müssen SHK-Betriebe durch die steigende Nachfrage an digitalen Smartphone-Systemen sich zwangsweise mit neuen Technologien auseinandersetzen. Allerdings werden alle Handwerker sich mehr digitale Kompetenz aneignen müssen.
Neben der Entwicklung von Technik und automatisierten Arbeitsschritten lässt sich aber ebenfalls ein „Gegentrend“ ausmachen. Wenn die Arbeit zunehmend durch Maschinen unterstützt wird, steigt auch die Nachfrage nach rein handwerklicher Herstellung im höheren Preissegment. Betriebe können sich dadurch mit maßgefertigten, individuell umgesetzten Kundenwünschen abheben.
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Gut über eine Millionen Handwerksbetriebe waren im Jahr 2018 laut dem Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) gemeldet. Die meist kleineren Unternehmen, sind aber zusammengenommen ein wichtiger Motor der deutschen Wirtschaft. Circa 5,5 Millionen Menschen bietet das Handwerk eine Arbeit, Tendenz steigend. Wie wichtig das Handwerk ist, übersehen viele jeden Tag auf das Neue. Es muss sich nur umgeschaut werden im Alltag. Von Arbeiten an Gebäuden über den Klempner bis hin zum Friseur ist alles dem Handwerk zugeschrieben. Der ZDH hat beeindruckende ernste Statistiken zum Handwerk vom Stand 2018.
Mit einem Augenzwinkern können auch die Statistiken der Malerei Weismaler aus Berlin begutachtet werden, die mit Humor versucht hat, die Arbeitsleistung und den Verbrauch von Handwerkern in einer Sekunde in Deutschland zu errechnen. Der ein oder andere wird beim Blick auf die speziellen Fakten zum deutschen Handwerk schmunzeln müssen.
Im Jahr 2018 verbuchte die Branche laut ZDH einen Umsatz von über 612 Milliarden Euro. Zum Vergleich, im Jahr 2008 betrug der Umsatz circa 520 Milliarden Euro. Das zeigt ein deutliches Wachstum und lässt erwartungsvoll in die Zukunft blicken. Andere Branchen können von solchen Zahlen nur träumen. Unterschätzen sollte das Handwerk also niemand, denn es gibt nicht nur Aspekte wie das sagenumwobene Schönwettergeld auf der Baustelle.
Sicherlich schlägt sich die positive Entwicklung in den vollen Auftragsbüchern der Handwerksbetriebe nieder. Auch die Wetterextremen nehmen in Deutschland zu, was den Ausbaugewerken zugutekommt. Zahlen des ZDH unterstreichen diese Annahme. Laut einer Umfrage des Verbandes, schätzen 94 % aller Befragten Firmen die Auftragslage als befriedigend und gut ein. Das ist aber erst der Anfang zum Thema Handwerkerfakten.
Das zeigt ein deutliches Wachstum und lässt erwartungsvoll in die Zukunft blicken.

Wie wichtig das Handwerk mit seinen kleineren mittelständischen Unternehmen für die Wirtschaft in Deutschland ist, lässt sich ebenfalls aus den Daten der ZDH Studie entnehmen. 12 % aller Erwerbstätigen arbeiten im Handwerk. Noch dazu machen die Betriebsstände in der Branche 27 % der gesamten Anzahl aus. Außerdem fallen von den 1,3 Millionen Auszubildenden 28 % auf das Handwerk. Das bedeutet, dass der Berufszweig auch in Zukunft interessant für junge Menschen bleibt oder noch attraktiver werden kann.
Schließlich lohnt sich auch ein Blick auf die Berufswahl der Auszubildenden im Hinblick auf ihr Geschlecht. Denn bei Frauen ist die meistgewählte Ausbildung mit Abstand der Friseurberuf mit 16 328 Plätzen, gefolgt von der Lebensmittelfachverkäuferin und Bürokauffrau mit 11 201 sowie 7 417. Bei den Männern hingegen liegt der Schwerpunkt eher auf der technischen Ausrichtung. Allerdings ist der Kfz-Mechatroniker auch mit Abstand auf Platz eins (60 633) gefolgt von Elektroniker (39 485) und Anlagenmechaniker (33 308).
12 % aller Erwerbstätigen arbeiten im Handwerk.
Ein Beweis dafür ist die seit 2004 steigende Anzahl an Handwerksbetrieben in Deutschland. Seit dem besagten Jahr ist die Zahl der Betriebe von 846 588 auf 1 001 748 gestiegen. In der Differenz zeigt das einen Zuwachs von 155 160 Firmen. Dieser wachsenden Anzahl geht es weitestgehend gut, wie vorher in der rundum guten Geschäftslage erwähnt wurde. Weiterführend sagen laut ZDH 77,5 % aller Handwerksunternehmen, dass sie ihre Geschäftslage im Frühjahr 2019 sogar gut bis sehr gut einschätzen. Dabei erwarten gleichzeitig 42,7 % aller Befragten Firmen eine Umsatzsteigerung in dem Zeitraum.
Auf der Gegenseite gingen nur 4120 Unternehmen insolvent, was erwartungsvoll in die Zukunft blicken lässt. Um eine heikle Situation wie die Insolvenz zu vermeiden und auf dem Markt zu bestehen, passen sich immer mehr Unternehmen an die Digitalisierung der Gesellschaft an mit neuen Technologien, die die Arbeit einfacher und effizienter gestalten. 21,5 % geben bei einer ZDH Umfrage an, in den letzten zwölf Monaten Digitalisierungsmaßnahmen eingebracht zu haben. Vorwiegend geht es dabei um die Themen:
Betriebsorganisation
Erschließung neuer Märkte
Daten- sowie Sicherheitsvorkehrungen
Wer neben den ernsten Fakten die Situation etwas lockerer sehen will, kann sich mit dem Bericht der Weismaler GmbH beschäftigen. Das Malerunternehmen rechnete deutschlandweite Durchschnittswerte auf die Anzahl der tätigen Handwerker pro Sekunde herunter. Die Ergebnisse sind daher eher mit einem Augenzwinkern als mit ernster Miene zu betrachten, da sie nicht repräsentativ sind. Allerdings kommt unter anderem heraus, dass Handwerker pro Sekunde 33 Liter Bier trinken, 24 Zigaretten rauchen, 24 Meter Rohr verlegen und 294 Liter Farbe verstreichen. Wem das noch nicht genug ist, der kann sich außerdem mit dem wirtschaftlichen Teil des Berichtes befassen. Nach den Angaben setzt das gesamte Handwerk pro Sekunde 18 000 Euro um und nimmt 1580 Euro an Kreditlast auf.
Die Ergebnisse sind daher eher mit einem Augenzwinkern als mit ernster Miene zu betrachten, da sie nicht repräsentativ sind.
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In seiner spannenden Vergangenheit sah sich das Handwerk ungeachtet der Branche schon immer mit den unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert und wusste diese stets zu meistern. Auch dem aktuellen Zeitalter der Digitalisierung kann und wird sich das Handwerk nicht verschließen, die Ausgangslage analysieren und Lösungen finden, wie sich die digitalen Prozesse in die handwerkliche Arbeitswelt integrieren lassen. Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist es nur logisch, wenn bereits in der Ausbildung damit begonnen wird, die Möglichkeiten der Digitalisierung im Handwerk zu nutzen.
Die Weichen für eine erfolgreiche Handwerkerzukunft werden unter anderem in den Berufsschulen gestellt. Denn dort werden immer häufiger Betriebsabläufe in virtuellen Arbeitswelten simuliert. Das betrifft nicht nur alle Möglichkeiten, die sich in der Arbeitsvorbereitung ergeben, sondern im Besonderen, wenn es um Abläufe bei Spezialmaschinen geht. Per Computer blicken die Azubis beispielsweise ins Innere von Maschinen und begreifen dank „Augmented Reality“ komplizierteste Abläufe viel schneller.
So finden sich Lehrlinge heutzutage beispielsweise in Online Kursen zusammen, um dort gemeinsam an Lösungsansätzen zu arbeiten. Durch diese Art „Schwarmintelligenz“ wird das Gelernte nicht nur vertieft, es entstehen auch ganz neue Blickwinkel zur Problemlösung von komplexen Aufgaben und das gemeinsame Lernen macht auch noch Riesenspaß.
So wurde den Auszubildenden das Schweißen bislang in Schweißkabinen beigebracht. Nun haben die Azubis auch die Möglichkeit auf „digitale Werkzeuge“ zuzugreifen und können sich dank der Augmented-Reality-Umgebung grundlegende Handfertigkeiten ohne Sicherheitsrisiken aneignen. Die Digitalisierung der Werkzeuge zeigt sich aber im Besonderen, wenn analoge Maschinen durch CNC-Maschinen ersetzt werden (z. B. im Schreinerhandwerk). Hier haben Azubis die Chance neben den handwerklichen Fähigkeiten, auch Programmierkenntnisse zu erlernen.
Bereits an den Berufsbezeichnungen zeigt sich, wie sich Tätigkeitsbereiche inzwischen überschneiden und miteinander verknüpft sind.
Bereits an den Berufsbezeichnungen zeigt sich, wie sich Tätigkeitsbereiche inzwischen überschneiden und miteinander verknüpft sind. So ließ die fortschreitende Technologie Berufe wie Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker bereits vor einigen Jahren zum Kfz-Mechatroniker verschmelzen. Hier muss sich der Geselle auch nach der Ausbildung mittels Fortbildungsmaßnahmen kontinuierlich über neue Fertigungstechniken und Messgeräte informieren und künftig immer mehr digitale Kenntnisse mitbringen.
Neben dem intelligenten Fahrzeug, das in Zukunft vermehrt auf den Straßen unterwegs sein wird, gehört das Smart Home beim Neubau für die meisten bereits zum Standard. Auszubildende in der Energie- und Gebäudetechnik machen so Bekanntschaft mit Lernmethoden, die sich mit Smart Home, Smart Grid und Fernwartung befassen.
Eine ganz wesentliche positive Veränderung zeigt sich im Bauhandwerk mit seinen zahlreichen Gewerken. Denn nicht nur der einzelne Handwerksbetrieb profitiert intern durch die digitale Vernetzung, auch die Zusammenarbeit mit anderen am Bau Beteiligten verläuft nun viel unkomplizierter. Der Handwerker erhält zum Beispiel über die Craftnote App wichtige Informationen zum Einsatzort und kann auch sofort Rückmeldung geben. Ebenso hat er einen guten Überblick über den Fertigungsstand der anderen Gewerke und kann entsprechend reagieren Auszubildende, die schon früh mit solch ausgeklügelten Methoden zur Auftragsbewältigung in Kontakt kommen, setzen das „digitale Werkzeug“ als App genauso selbstverständlich ein wie den analogen Hammer oder Meißel.
Die Lehrlinge haben über die App die Möglichkeit ihre Arbeitsschritte zu dokumentieren (wie bereits hier beschrieben) und können diese dann für die Erstellung des Berichtsheft heranziehen. Je früher der Auszubildende damit Bekanntschaft macht und die Vorteile nutzt, desto besser.
Um dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken, ist eine fundierte und spannende Ausbildung unerlässlich. Um aktuell und im Besonderen für die Zukunft gerüstet zu sein, gilt es, der Digitalisierung in der Handwerksausbildung mit all ihren Facetten besondere Beachtung zu schenken. Das trifft für den Umgang mit Software ebenso zu wie für den Betrieb von Maschinen oder die Kommunikation mit dem Büro und Kollegen.
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Selten waren die Berufsaussichten im Handwerk so gut wie heute, denn qualifizierte Handwerker werden händeringend gesucht. Der Fachkräftemangel entsteht in erster Linie durch zu wenige Bewerber. Erschwert wird die Situation dadurch, dass die Firmennachfolge unsicher ist. Bildungspolitiker erkennen zunehmend, dass es ein Fehler war, Jahrzehnte lang auf das Studium als Basis einer erfolgreichen Berufskarriere zu setzen. So sind heute in vielen Handwerksberufen auch Schüler willkommen, die nur mittelmäßige Noten vorweisen können.
Letztendlich sind Begeisterung für den Beruf und praktische Fähigkeiten für eine Karriere wichtiger als Noten. So haben aktuell zahlreiche junge Menschen eine nie dagewesene Chance auf berufliche Erfüllung im Handwerk.
Letztendlich sind Begeisterung für den Beruf und praktische Fähigkeiten für eine Karriere wichtiger als Noten.
Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt kleine und mittlere Handwerksbetriebe darin, Studienabbrecher für eine duale Ausbildung zu gewinnen. Nach dem Konzept des Berufsabiturs erlangen Absolventen nach vier Jahren sowohl die allgemeine Hochschulreife als auch einen Gesellenbrief. Der Meisterbrief ist einem akademischen Bachelorabschluss heute formell gleichgestellt. Um vorhandene Lücken zu füllen, bemüht man sich gezielt um Studienaussteiger und Migranten. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks setzt sich außerdem dafür ein, dass Ausbildungen im Handwerk ebenso wie die Abschlussprüfungen kostenfrei werden.
Das geflügelte Wort „Handwerk hat goldenen Boden“ hat heute so viel Gültigkeit wie eh und je. Dass das Handwerk immer noch ein Imageproblem hat, liegt auch daran, dass viele junge Menschen gar nicht wissen, welche Chancen im gewählten Beruf stecken. So wird die Zukunft des Handwerks auf dem Bau stark unterschätzt. Gut ausgebildete Handwerker können in unterschiedlichen Betrieben aller Größenordnungen arbeiten. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zahlreiche. Ein ausgebildeter Geselle kann sich zum Meister oder Techniker qualifizieren und anschließend studieren. Vielfach ist auch ein Studium nach abgeschlossener Berufsausbildung und Berufspraxis möglich. Mit einer späteren Selbstständigkeit lassen sich Wünsche nach kreativer Verwirklichung realisieren.
Ein ausgebildeter Geselle kann sich zum Meister oder Techniker qualifizieren und anschließend studieren.
Noch möchten die meisten jungen Menschen mit einem kreativen Berufswunsch im Handwerk Tischler werden. Hier verzeichnet die Branche eine Wachstumsrate von 19 %. Doch auch auf der Baustelle gibt es Karrieremöglichkeiten. Zudem wird hier besser bezahlt als in anderen Branchen. Wer sich im Handwerk selbstständig macht, kann oft mit besserem Verdienst als bei einer akademischen Laufbahn rechnen. Um Personal zu gewinnen, müssen Betriebe dennoch mehr tun als jetzt. Gerade in kleineren Unternehmen gibt es zu wenige Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie lässt noch zu wünschen übrig.
…doch mit über 3,6 Millionen Betrieben verdient gerade das Handwerk mehr Aufmerksamkeit.
Mit der Digitalisierung geht auch für Handwerksbetriebe großes Entwicklungspotential einher. Technische Errungenschaften machen administrative Abläufe deutlich leichter, sparen Zeit und damit Geld. Zwar standen in den vergangenen Jahren hauptsächlich Onlinehandel und die Produktion 4.0 im öffentlichen Fokus, doch mit über 3,6 Millionen Betrieben verdient gerade das Handwerk mehr Aufmerksamkeit. Besonders große Chancen haben Betriebe, die das traditionelle Handwerk mit technischem Fortschritt kombinieren. Auch wenn in vielen Firmen noch keine intelligente Software zum Einsatz kommt, wird die Digitalisierung grundsätzlich positiv bewertet.
Durch besseren Überblick macht sie die Auftrags- und Mitarbeiterplanung schneller und kostengünstiger. Trackingsysteme können Lagerbestände und Liefersysteme überwachen und Abläufe rationalisieren. Stundenzettel lassen sich problemlos erfassen, Fehlerquellen leichter ausschließen. Da sich auch im Handwerk die Anforderungsprofile verändert haben und immer mehr Menschen mit Führungspersönlichkeit gesucht werden, bieten sich für Abiturienten und Studienabbrecher beste Chancen.
Moderne Apps erleichtern die Verwaltung von Arbeitszeiten & Co. Ob auf der Baustelle oder im Betrieb vor Ort, eine Handwerker App zur Zeiterfassung speichert Arbeitszeiten automatisch nach rechtlichen Vorschriften und spart bis zu 80 % des Verwaltungsaufwandes. Mit einem Klick wird ersichtlich, wer wie lange wann und wo gearbeitet hat. Ein- und Ausstempeln erfolgen bequem via Smartphone, Stundenzettel werden überflüssig. Dennoch sind Handwerksbetriebe von solider, nachhaltiger Arbeit geprägt. Hierauf kann man sich auch heute jederzeit berufen. Die traditionell regionale Verwurzelung sichert Arbeitsplätze vor Ort und ist Teil der Wertschöpfungskette. Als ethisches Leitbild zur Gestaltung der Zukunft hat Nachhaltigkeit nach wie vor Gültigkeit.
Ob Verwendung von Hölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder eine Zertifizierung in ökologischer Gebäudesanierung, Nachhaltigkeit ist Zukunft und viel mehr als ein Schlagwort.