Kostenvoranschlag im Handwerk
Bevor Kunden einen Auftrag erteilen, erfragen sie beim Handwerksbetrieb, welcher Preis für welche spezifische Leistung anfallen wird. Dazu schätzen Handwerksbetriebe die voraussichtlichen Kosten. Der so entstehende Kostenvoranschlag gibt einen Überblick über den zu erwartenden Arbeitsumfang und die damit verbundene Vergütung. Auf dieser Basis können Kunden die jeweiligen Leistungen von verschiedenen Handwerkern miteinander vergleichen, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis ausfindig machen und sich so für einen Anbieter entscheiden.
- Definition: Was ist ein Kostenvoranschlag?
- Unverbindlicher oder verbindlicher Kostenvoranschlag?
- Welche Informationen enthält ein Kostenvoranschlag?
- Wie erstellt man einen Kostenvoranschlag?
- Was kostet die Erstellung eines Kostenvoranschlags?
- Was passiert, wenn die geschätzten Kosten überschritten werden?
- Wie lange behält ein Kostenvoranschlag seine Gültigkeit?
Definition: Was ist ein Kostenvoranschlag?
Die Einschätzung der voraussichtlichen Kosten für bestimmte Dienstleistungen, Projekte oder Arbeiten wird als Kostenvoranschlag oder auch Kostenanschlag bezeichnet. Die Kalkulation durch den Handwerksbetrieb dient dazu, Kunden vorab darüber zu informieren, mit welchen Preisen sie rechnen müssen.
Im entsprechenden Dokument findet sich eine detaillierte Aufstellung der einzelnen Kostenpunkte sowie die daraus resultierende Gesamtsumme. Interessenten erhalten eine Orientierungshilfe, mit der sie die zu erwartenden Kostenpunkte für die entsprechenden Leistungen sowie für Reparaturen, Materialien und Arbeitsstunden überblicken und verstehen können.
Die Begriffe Angebot und Offerte werden häufig synonym zu Kostenvoranschlag verwendet, obwohl ihre Bedeutungen unterschiedlich sind. Nur das Angebot und die Offerte sind in ihrer Bedeutung deckungsgleich. Zwar geben sowohl Angebote und Offerten als auch Kostenvoranschläge Auskunft über die voraussichtlichen Kosten, jedoch ist der Kostenvoranschlag unverbindlich und die Kostenangabe bei einem Angebot oder einer Offerte ist verbindlich. Das Angebot oder die Offerte binden Unternehmer also an den Umfang und die festgelegte Höhe der Vergütung.
Unverbindlicher oder verbindlicher Kostenvoranschlag?
Normalerweise beinhaltet ein Kostenvoranschlag eine unverbindliche Prognose des Arbeitsaufwandes, der zur Ausführung der beauftragten Leistung sowie zu den benötigten Materialien erforderlich ist. Er enthält Angaben darüber, welche Kosten wahrscheinlich für den Auftrag anfallen werden. Damit werden nur die ungefähren Kosten genannt. Falls beispielsweise Materialpreise erhöht werden oder erhöhte Personalausgaben auftreten, könnte dies Auswirkungen auf die endgültigen Kosten haben. Auf solche Veränderungen kann der Betrieb dann entsprechend reagieren, Kunden werden in diesem Fall über die zu erwartenden Mehrkosten informiert.
Die klare Kommunikation darüber, dass es sich um Schätzungen handelt, verhindert Missverständnisse und schafft die nötige Flexibilität für etwaige Anpassungen, die aufgrund schwankender Materialpreise oder eines höheren Arbeitsaufwandes notwendig werden. Um den Umstand zu verdeutlichen, kannst Du im Kostenvoranschlag Circa-Angaben bei den geschätzten Beiträgen verwenden oder vermerken, dass es sich um einen unverbindlichen Kostenvoranschlag handelt.
Anders sieht es bei Festpreisvereinbarungen aus, bei denen sich der Auftragnehmer dazu verpflichtet, sich an die angegebenen Preise zu halten. Die vereinbarten Kosten lassen sich dadurch im Nachhinein nicht mehr so einfach an etwaige Schwankungen der Materialpreise oder an den Mehraufwand anpassen. Werden feste Preise vereinbart, profitiert der Kunde davon, sein Budget besser planen zu können. In diesem Zusammenhang spricht man von einem verbindlichen oder garantierten Kostenvoranschlag.
Welche Informationen enthält ein Kostenvoranschlag?
Ein Kostenvoranschlag ermöglicht einen schnellen Überblick über die schätzungsweise entstehenden Kostenpunkte. Es ist wichtig, alle Positionen transparent und nachvollziehbar aufzuführen. Zu diesem Zweck sollten die folgenden Angaben übersichtlich gestaltet sein:
Kontaktinformationen: Name und Anschrift des Auftragnehmers, Kontaktdaten des Kunden
Datum der Erstellung und Gültigkeitsdauer des Kostenvoranschlags
Art und Umfang der auszuführenden Tätigkeiten: Beschreibung der angeforderten Arbeiten/Leistungen
Kostenübersicht: Kosten für Arbeitsaufwand und -zeit, Materialmenge und -kosten, Fahrtkosten
Voraussichtlicher Gesamtpreis
Im Kostenvoranschlag solltest Du außerdem die Mehrwertsteuer ausweisen, die auf die Kosten anfallen. Dies ermöglicht insbesondere Privatkunden eine bessere Budgetplanung.
Wie erstellt man einen Kostenvoranschlag?
Der Kostenvoranschlag wird von der Firma oder dem Betrieb erstellt, der die Dienstleistung erbringt oder das Projekt durchführt. Handwerksbetriebe oder Bauunternehmen schätzen für einen Kostenvoranschlag, welche Kosten für eine angefragte Leistung anfallen werden. Dazu wird unter anderem ermittelt, welche Materialien, wie viele Mitarbeiter und wie viele Arbeitsstunden dafür benötigt werden. Folgende Fragen sollten vorab geklärt werden:
Welche spezifischen Aufgaben müssen erledigt werden?
Welche Materialien und welche Menge sind erforderlich?
Wie viele Arbeitskräfte und wie viel Arbeitszeit werden benötigt?
Wie viel kostet das ungefähr?
Auf Grundlage dieser Schätzungen werden die einzelnen Kostenpunkte zusammengerechnet. So ergibt sich ein Gesamtpreis der zu erwartenden Kosten.
Arbeitest Du digital und der Auftrag wird nach dem Kostenvoranschlag erteilt, kannst Du die Auftragsabwicklung mithilfe einer digitalen Lösung durchführen. Ein Beispiel für eine spezielle App für Handwerker, die Dir dabei hilft, die Aufträge abzuwickeln und relevante Informationen zu organisieren, ist Craftnote. Per App oder Webapp kannst Du unter anderem Daten hinterlegen, Dokumente speichern und Informationen aktualisieren. Auch ist es möglich, einen Kostenvoranschlag in Form eines PDF-Dokuments dem jeweiligen Projekt zuzuweisen und online auf die hinterlegten Informationen zuzugreifen. Das spart wertvolle Zeit.
Was kostet die Erstellung eines Kostenvoranschlags?
Laut § 632 Abs. 3 BGB wird ein Kostenvoranschlag im Zweifel nicht vergütet. In der Regel wird die Erstellung des Kostenvoranschlags also nicht in Rechnung gestellt. Erteilt der Kunde den Auftrag, werden die Kosten ohnehin nicht in Rechnung gestellt. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Wenn eine gesonderte Vereinbarung besteht, kannst Du für die Erstellung eines Kostenvoranschlags eine Vergütung verlangen. Dazu muss der Kunde darauf hingewiesen werden und einwilligen. Obwohl mündliche Vereinbarungen ausreichend sind, sind sie schwerer nachzuweisen. Deswegen sollten beide Parteien die Vergütung schriftlich festhalten.
Was passiert, wenn die geschätzten Kosten überschritten werden?
Die im Kostenvoranschlag angegebenen Kosten entsprechen einer Schätzung. Fallen die tatsächlichen Kosten höher aus als die geschätzten, unterscheidet man, ob sie unwesentlich oder wesentlich überschritten werden. Es existieren keine universellen Prozentangaben, die für alle Fälle gelten. Als Orientierungen dienen aber folgende Richtwerte:
Unwesentliche Überschreitung: Wenn die tatsächlichen Kosten geringfügig von der Schätzung abweichen, muss der Kunde das so akzeptieren. Abweichungen sind zwischen 10 und 20 Prozent, in Ausnahmefällen sogar 25 Prozent, hinzunehmen.
Wesentliche Überschreitung: Über eine wesentliche Überschreitung, die je nach Fall ab ungefähr 20 Prozent beginnt, muss der Kunde rechtzeitig informiert werden.
Wenn Du als Auftragnehmer Deine Informationspflicht missachtest und den Kunden nicht über wesentliche Überschreitungen informierst, darf der Auftraggeber von seinem Recht Gebrauch machen, außerordentlich zu kündigen. Sollte das der Fall sein, darf Dein Betrieb nur einen Teil der Vergütung verlangen. Die Teile ergeben sich aus den bereits ausgeführten Arbeiten. Das außerordentliche Kündigungsrecht gilt auch, wenn die Kosten bewusst zu niedrig angesetzt wurden oder sich die Mehrkosten hätten vermeiden lassen. Möglicherweise ergeben sich daraus Schadenersatzansprüche für den Kunden.
Wie lange behält ein Kostenvoranschlag seine Gültigkeit?
Es gibt keine allgemeinen gesetzlichen Regelungen zur Gültigkeitsdauer eines Kostenvoranschlags. Stattdessen bestimmst Du einen realistischen Gültigkeitszeitraum. Üblich ist dafür eine Frist zwischen zwei und sechs Wochen. Dadurch reduzieren sich die Risiken für steigende Material- und Personalausgaben.
Zusammengefasst: Ein Kostenvoranschlag ist eine Schätzung der zu erwartenden Kosten, die sowohl für die beauftragte Firma als auch für Kunden als Orientierung dient. Es beinhaltet Angaben zur Art und zum Umfang der Arbeiten, zu dem geschätzten Arbeitsaufwand, zu Materialkosten und einen voraussichtlichen Gesamtpreis.
Auch wenn Anbieter in der Regel nicht an den erstellten Kostenvoranschlag gebunden sind, sollten Kunden bei Überschreitungen der geschätzten Kosten rechtzeitig darüber informiert werden. Um jederzeit auf die dafür notwendigen Informationen zuzugreifen und einen Überblick über die dazugehörigen Angaben zu erhalten, können Dich digitale Lösungen unterstützen.
Bauzeitenplan: Der Überblick für ein reibungsloses Bauprojekt
Jedes Bauprojekt setzt die Durchführung verschiedener Arbeiten voraus. Dazu ist ein durchdachter Zeitplan entscheidend. Während dabei einige Arbeitsschritte zeitgleich ablaufen, sind andere Tätigkeiten voneinander abhängig. Manche Gewerke müssen erst auf die Fertigstellung bestimmter Aufgaben warten. Ein Bauzeitenplan kann dazu beitragen, reibungslose Abläufe zu gewährleisten. Er dient als wichtiges Hilfsmittel in der Bauüberwachung, mit dem sich die Fortschritte verfolgen lassen. Dadurch lässt sich die Einhaltung von Fristen leichter sicherstellen. Doch wie funktioniert das Ganze?
- Was ist ein Bauzeitenplan?
- Wofür wird ein Bauzeitenplan erstellt?
- Was beinhaltet ein Bauzeitenplan?
- Wie wird ein Bauzeitenplan erstellt?
- Wer erstellt einen Bauzeitenplan?
- Welche Vorteile bringt ein digitaler Bauzeitenplan?
- Welche Darstellungsformen gibt es, um den Bauzeitenplan zu visualisieren?
- Resümee: Warum solltest Du einen Bauzeitenplan mit einem digitalen Hilfsmittel erstellen?
Was ist ein Bauzeitenplan?
Ein Bauzeitenplan oder auch Bauterminplan, Bauablaufplan oder Baukalender stellt ein Werkzeug zur zeitlichen Planung dar. Er unterteilt das Bauprojekt in einzelne Phasen und erlaubt dabei, verschiedene Gewerke und Bauleistungen sowie deren Abhängigkeiten voneinander zu koordinieren und Mitarbeiter einzuplanen.
Mithilfe eines Bauzeitenplans lässt sich die zeitliche Abfolge der einzelnen Schritte visualisieren. Um die jeweiligen Abläufe zu organisieren, werden im Bauablaufplan alle Termine, Aufgaben und Fristen berücksichtigt.
Wofür wird ein Bauzeitenplan erstellt?
Die Erstellung eines Bauzeitenplans hilft nicht nur dabei, den zeitlichen Ablauf eines gesamten Bauprozesses zu strukturieren. Sondern das Führen verschafft auch einen detaillierten Überblick über den genauen Verlauf des Projekts.
Du erkennst, wann welche Tätigkeit beginnt, wie lange sie dauert und wann sie beendet sein soll. Außerdem kannst Du einsehen, wer dafür verantwortlich ist. So kannst Du sicherstellen, dass die jeweiligen Aktivitäten aufeinander abgestimmt sind und bestmöglich ineinandergreifen. Ein Bauterminplan wird damit zu einer wichtigen Planungs- und Kontrollhilfe.
Indem Du die tatsächlichen Ergebnisse mit den geplanten Leistungen vergleichst, lassen sich Abweichungen erkennen. Der Soll-Ist-Vergleich verdeutlicht sowohl den Baufortschritt als auch mögliche Projektverzögerungen und Engpässe.
Der jeweilige Bauzeitenplan stellt die Basis für den Projektverlauf dar. Es besteht die Möglichkeit, dass der Bauzeitenplan als verpflichtender Bestandteil der Planung in einen Bauvertrag aufgenommen wird. Die Vertrags- und Vergabeordnung für Bauleistungen (kurz VOB) regelt die im Bauablaufplan festzulegenden Fristen. Als verbindliche Vertragsfristen gelten der Baubeginn und der Fertigstellungstermin. Alle anderen Fristen dienen der Kontrolle und Orientierung. Es gibt auch die Option, Ressourcen zu planen und einem Projekt Arbeitskräfte, Maschinen oder Werkzeuge zuzuweisen. Damit wird durch den Bauterminplan auch die interne Planung erleichtert.
Was beinhaltet ein Bauzeitenplan?
Ein Bauzeitenplan beinhaltet verschiedene Daten. Abhängig vom jeweiligen Gewerk wird darin unter anderem festgelegt, wann zum Beispiel Erdarbeiten, Rohbauarbeiten, Dachdeckerarbeiten oder der Innenausbau realisiert werden. Daraus ergibt sich eine Übersicht der Arbeitsschritte.
Aufschlüsseln der Arbeitsabschnitte: Welche Leistungen sind erforderlich?
Festlegen von Beginn und Ende der Arbeiten: Wie lange dauert es, um die Arbeiten durchzuführen und wann können sie fertiggestellt werden?
Identifizieren und aufzeigen, welche Tätigkeiten voneinander abhängen: Was muss zuerst erledigt werden, welche Aufgaben folgen darauf und was läuft parallel?
Einplanen von Arbeitskräften/Aufsichtspersonen und den Einsatz von Fahrzeugen, Baumaschinen und Werkzeugen inkl. Anzahl und zeitlicher Einschätzung für die Durchführung der Arbeitsschritte: Welche Ressourcen werden wann und wie lange benötigt?
Auf Basis dieser Informationen lassen sich die jeweiligen Leistungen und Ausführungszeiten einplanen.
Wie wird ein Bauzeitenplan erstellt?
Um einen Bauzeitenplan zu erstellen, hast Du verschiedene Optionen. Nutzt Du eine Vorlage und arbeitest analog mit Papier und Stift oder steht im Büro eine Tafel? In beiden Fällen könnten Zeitabschnitte und Aufgaben auf einer Zeitachse oder in einer Tabelle dargestellt werden. Magnete oder Karten helfen dabei, die jeweiligen Tätigkeiten, Mitarbeiter, Fahrzeuge und Materialien einem Projekt hinzuzufügen und bei notwendigen Änderungen zu verschieben. Der analoge Bauzeitenplan sollte so organisiert werden, dass alle Beteiligten den Bauzeitenplan und damit unter anderem ihre Einsatzzeiten einsehen können.
Vielleicht verwendest Du zur Erstellung eines Bauzeitenplans auch ein Tabellenkalkulationsprogramm. Damit kannst Du jede Aufgabe oder Phase zum Beispiel in einer Tabellenzeile darstellen und die Verantwortlichkeiten und den Zeitplan in einer Spalte definieren. Anpassungen und Änderungen lassen sich leichter vornehmen als bei der analogen Variante. Die entstehenden Zeilen und Spalten können sich über mehrere Blätter erstrecken. Wegen des großen Umfangs liegt die Herausforderung darin, die Übersicht zu behalten.
Um auf unbegrenzten Platz zuzugreifen und die Übersicht zu behalten, kannst Du zum Beispiel auch eine spezielle Softwarelösung für Handwerker einsetzen. Eine Möglichkeit dafür ist Craftnote. Dort gibt es eine digitale Plantafel, die eine klare Strukturierung und übersichtliche Planung der Projekte zulässt. Um eine vollständige Übersicht zu gewinnen, fügst Du der Plantafel ein neues Projekt hinzu und gibst einen Starttermin und Endzeitpunkt an. Für die angelegten Projekte sowie für die Mitarbeiter und Ressourcen bestimmst Du ganz einfach einen Zeitraum. Per Drag-and-drop oder auch manuell weist Du einem Projekt Mitarbeiter und Ressourcen zu. Du gibst an, wer für welche Baustelle eingeteilt wird und welche Fahrzeuge und Werkzeuge benötigt werden. Du kannst auch einzelne Kategorien für den Verfügbarkeitsstatus Deiner Mitarbeiter festlegen. So lassen sich unter anderem Abwesenheiten in Form von Krankheit, Urlauben, Fortbildungen oder Berufsschule definieren.
Wer erstellt einen Bauzeitenplan?
Die Erstellung eines Bauzeitenplans erfolgt in Abstimmung mit den Auftraggebern zu Beginn der Planung etwa durch den Projektleiter, die Bauleitung oder den Leiter eines Handwerksbetriebs. Um einen effektiven Zeitplan zu erstellen, müssen wichtige Informationen zusammengetragen werden.
Welche Vorteile bringt ein digitaler Bauzeitenplan?
Der Bauzeitenplan ermöglicht eine strukturierte Planung. Du erhältst eine Übersicht sämtlicher Projekte inklusive der dazugehörigen Termine, Aufgaben und Einsatzzeiten und der jeweiligen Ressourcen. Dadurch lässt sich die Einhaltung von Fristen und Kosten mühelos überprüfen. Im Vergleich zu anderen Methoden verringerst Du durch eine digitale Variante den Einsatz von Papier und erhöhst die Übersichtlichkeit.
Um Dir die Projektplanung zu erleichtern, bietet Dir Craftnote sowohl ein webbasiertes Planungstool als auch eine App. Die Digitalisierung der Projekte eröffnet Dir eine kalendarische Übersicht, die Du und Deine Kollegen von verschiedenen Geräten abrufen können. Verfügbare Ressourcen, Arbeitszeiten und auch Abwesenheiten werden ersichtlich.
Inhaber oder Projektleiter haben den jeweiligen Projektfortschritt im Blick. Der Einsatz einer digitalen Softwarelösung erlaubt Dir flexible Anpassungen. Mithilfe der Drag-and-drop-Funktion kannst Du Mitarbeiter und Ressourcen einfach verschieben, während alle Beteiligten jederzeit und überall Zugriff auf die aktuelle Planung haben.
Welche Darstellungsformen gibt es, um den Bauzeitenplan zu visualisieren?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Bauablauf darzustellen. Die Wahl einer geeigneten Darstellungsform hängt von den Anforderungen des jeweiligen Projekts ab. Wie lässt sich die zeitliche Abfolge eines Projekts abbilden?
Balkendiagramm: Entscheidest Du Dich für ein Balkendiagramm, werden Start, Dauer und Ende der Aktivitäten kalendarisch als Balken dargestellt. Eine Variante des Balkendiagramms ist das Gantt-Diagramm, das die zeitliche Abfolge von Aufgaben und die zeitbezogenen Abhängigkeiten zeigt. Aufgrund der einfachen Form eignet sich die Option insbesondere dafür, kleinere und wenig komplexe Projekte zu überblicken. Die Plantafel von Craftnote wendet die Darstellungsform an. Mithilfe des Balkendiagramms kannst Du den Projektverlauf auf einen Blick erfassen und den Zeitplan verfolgen.
Netzplan: Die Erstellung eines Netzplans ist deutlich komplexer und basiert auf einer Struktur, die sämtliche Abhängigkeiten der Leistungen darstellt. Die Darstellung umfasst die Aktivitäten, ihre Dauer und Zeitabfolge sowie logische Abhängigkeiten. Einzelne Aufgaben oder Aktivitäten werden etwa als Kästchen angezeigt, die auch als Knoten bezeichnet und mit der Hilfe von Linien oder Pfeilen verbunden werden. So werden die Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Aufgaben angezeigt. Die voraussichtliche Zeit kann dann auf den Pfeilen notiert werden. So ergibt sich eine Visualisierung des gesamten Ablaufs.
Weg-Zeit-Diagramm: Eine weitere Methode, mit der ein Bauzeitenplan visualisiert werden kann, ist das Weg-Zeit-Diagramm. Die Form des Diagramms besteht aus einer vertikalen und einer horizontalen Achse. Während auf der einen Achse die Zeit dargestellt wird, werden auf der anderen Achse die Aufgaben aufgeführt. Abhängigkeiten und der Verlauf werden so visualisiert. Genutzt wird die Darstellungsform vorwiegend bei linearen Bauprojekten, wie etwa dem Straßenbau, dem Brückenbau oder dem Tunnelbau.
Resümee: Warum solltest Du einen Bauzeitenplan mit einem digitalen Hilfsmittel erstellen?
Wenn Du zur Erstellung eines Bauzeitenplans ein digitales Werkzeug nutzt, kannst Du Prozesse optimieren. Aufgaben lassen sich einfach verschieben, die dafür vorgesehene Dauer anpassen und Termine aktualisieren. Dadurch sparst Du wertvolle Zeit.
Durch die Zuweisung der Ressourcen für das jeweilige Projekt ist direkt zu erkennen, welche Mitarbeiter, Maschinen und Fahrzeuge an einem bestimmten Tag verfügbar sind und welche bereits dafür verplant sind. Zugleich können alle Beteiligten die Planung einsehen und in Echtzeit auf Veränderungen zugreifen. Da Felder nicht mehrfach belegt werden können, reduziert sich das Risiko für Fehler. Insgesamt kann eine spezielle Softwarelösung dazu beitragen, die Effizienz in einem Betrieb zu steigern.
Schlechtwetter auf dem Bau
Schlechtwetterphasen können den Fortschritt auf Baustellen bremsen. Während Starkregen, Sturm oder extreme Temperaturen die Qualität der verwendeten Materialien und der verarbeiteten Baustoffe beeinträchtigen und das Risiko für Mängel erhöhen können, ist es auch möglich, dass die Sicherheit der Arbeitnehmer gefährdet wird. Je nach Wetterlage sind Arbeitsausfälle die Folge. Dann spielt insbesondere auch das Saison-Kurzarbeitergeld eine wichtige Rolle, um die Schlechtwetterzeiten zu überbrücken. Doch ab wann ist überhaupt Schlechtwetter auf dem Bau?
Wann ist Schlechtwetter auf dem Bau?
Die offizielle Schlechtwetterzeit erstreckt sich vom 1. Dezember bis zum 31. März. Bauunternehmen müssen in diesem Zeitraum mit möglichen Arbeitsausfällen rechnen. Die saisonal zu erwartenden Witterungen berücksichtigen Betriebe bereits bei der Planung und Angebotserstellung.
Arbeitsausfälle können während der Schlechtwetterzeit auch auf wirtschaftlichen Gründen wie Auftragsmangel oder auf einem unabwendbaren Ereignis wie einer Naturkatastrophe, einem Brand oder Energieausfall beruhen.
Kriterien für Schlechtwetter: Ab wann spricht man von Schlechtwetter auf dem Bau?
Ungünstige Witterungsbedingungen sorgen mitunter für Bauverzögerungen, die nicht nur den Ablauf durcheinanderbringen, sondern auch das Budget belasten können. Realistische Zeitpläne lassen sich nur dann gewährleisten, wenn ungünstige Witterungsbedingungen und mögliche Fristverlängerungen an Schlechtwettertagen bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
Im Fall von Schlechtwetter erschweren oder behindern Witterungsverhältnisse die Arbeit auf der Baustelle. Typische Arten von Schlechtwetter umfassen starken Niederschlag in Form von Regen, Schnee oder Hagel oder auch niedrige Temperaturen. Abhängig vom Ausmaß werden die Arbeitstätigkeiten als sehr erschwert, erschwert oder ungünstig eingestuft. Die entsprechenden Kriterien wurden unter anderem durch den Deutschen Wetterdienst festgelegt. Mithilfe der Grenzwerte lässt sich einschätzen, inwieweit die Arbeit und damit die Bautätigkeit durch die Witterung erschwert oder behindert wird. Auf dieser Basis besteht dann die Möglichkeit, entsprechende Anträge auf Entschädigungen einzureichen.
Was passiert bei Arbeitsausfall?
Im Falle von witterungsbedingten Arbeitsausfällen existieren bestimmte Regelungen. Diese dienen dazu, Betriebe zu entlasten, die Beschäftigung der Arbeitnehmer aufrechtzuerhalten und damit die Arbeitsplätze zu sichern. In der Zeit, in der ihre Hauptaufgabe nicht möglich ist, können Dachdecker und andere betroffene Gewerke andere Arbeiten machen. Ist das nicht machbar und kommt es zu Arbeitsausfällen, gibt es Lohnersatzleistungen oder ergänzende Leistungen. Hierfür stellt der Betrieb einen entsprechenden Antrag.
Während der Sommerzeit können Beschäftigte Überstunden sammeln. Mit den auf dem Arbeitszeitkonto angesparten Überstunden ist es möglich, temporären und nicht vermeidbaren Arbeitsausfall zeitweise zu überbrücken. Sind das verfügbare Arbeitszeitguthaben ebenso wie Urlaubstage erschöpft, können Betriebe des Baugewerbes Saison-Kurzarbeitergeld beantragen.
Saison-Kurzarbeitergeld
Beim Saison-Kurzarbeitergeld handelt es sich um eine Lohnersatzleistung, die greift, wenn saisonale Arbeitsausfälle zu Kurzarbeit führen.
Im Sozialgesetzbuch ist festgelegt, dass Arbeitnehmer innerhalb der Schlechtwetterzeit unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Saison-Kurzarbeitergeld haben. Dies ermöglicht Betrieben, den witterungsbedingten Lohnausfällen und einem Stellenabbau entgegenzuwirken. Um die Beschäftigten während witterungsbedingter Arbeitsausfälle finanziell abzusichern, leisten Arbeitgeber das Saison-Kurzarbeitergeld vorab. Nach der Antragstellung auf Kurzarbeit wird Arbeitgebern der Betrag erstattet. Außerdem haben Arbeitgeber auch einen Anspruch auf die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen.
Mehraufwands-Wintergeld und Zuschuss-Wintergeld
Neben dem Saison-Kurzarbeitergeld gibt es noch ergänzende Leistungen, die unter anderem durch die Winterbeschäftigungsumlage unterstützt werden. Die Entrichtung des monatlichen Beitrags für Arbeitgeber im Baugewerbe, die gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigen, ist verpflichtend. Die Winterbeschäftigungsumlage wird durch sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer getragen. Im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit wird der Beitrag zum Beispiel durch SOKA-BAU eingezogen.
Mehraufwands-Wintergeld wird gewerblichen Arbeitnehmern gezahlt, die an ihrem Arbeitsplatz der Witterung ausgesetzt sind. Dazu zählen Beschäftigte zum Beispiel im Dachdeckerhandwerk, im Bauhauptgewerbe sowie im Garten- und Landschaftsbau. Für jede geleistete Stunde erhalten die Beschäftigten Wintergeld in Höhe von 1 Euro. Der Zeitraum hierfür ist im Verhältnis zur Schlechtwetterzeit verkürzt und gilt vom 15. Dezember bis zum letzten Tag im Februar. So sollen zusätzliche, im Winter auftretende Aufwendungen ausgeglichen werden. Die Anzahl der Arbeitsstunden, für die Arbeitnehmer Mehraufwands-Wintergeld erhalten, ist begrenzt.
Zusätzlich zum Mehraufwands-Wintergeld gibt es noch das Zuschuss-Wintergeld. Es soll verhindern, dass auf das Saison-Kurzarbeitergeld zurückgegriffen werden muss. Es soll einen Anreiz dafür schaffen, Arbeitszeitguthaben zu nutzen, um die Entgeltausfälle zu vermeiden. Nach Beantragung des Zuschuss-Wintergeldes erhalten die Beschäftigten für jede ausgefallene Arbeitsstunde 2,50 Euro.
Fazit
Während der Schlechtwetterzeiten können die Einwirkungen und Folgewirkungen von Witterungen so stark sein, dass die Arbeit auf Baustellen nicht aufgenommen oder fortgesetzt werden kann. Zur Einstufung von Schlechtwetter werden bestimmte Grenzwerte herangezogen, unter denen die Arbeit technisch unmöglich oder für Arbeitnehmer nicht zumutbar ist.
Der offizielle Zeitraum, in dem mit Schlechtwetter auf dem Bau zu rechnen ist, ist vom 1. Dezember bis zum 31. März. Im Falle von Arbeitsausfällen gibt es dann verschiedene finanzielle Möglichkeiten, auf die Arbeitgeber zurückkommen können.





