Wie Dein Betrieb vom Smart-Home-Boom profitiert
In diesem Artikel:
Seit der internationalen Vorstellung 2014 erfreut sich die Technologie immer größerer Beliebtheit. Allein in Deutschland besitzt laut Bitkom-Studie bereits jeder vierte Verbraucher mindestens ein Smart-Home-Gerät. Intelligente Leuchten, Heizungsthermostate oder Sicherheitsanlagen sind deshalb unter anderem die Objekte der Begierde. Die zentralen Gründe dafür liegen bei den Wünschen nach mehr Wohnqualität, effizienterem Energieverbrauch und mehr Sicherheit. Von der steigenden Nachfrage profitieren bereits einige Handwerksgewerke. Ein Grund, Deinen Betrieb im passenden Falle zum Thema weiterzubilden? Definitiv!
Deshalb erfährst Du im Weiteren:
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Was es Grundlegendes zum Thema zu wissen gibt?
Welche Trends im Bereich Smart-Home-Systeme herausstechen?
Welches Potenzial sich für Deinen Handwerksbetrieb bietet?
Wie Du davon profitieren kannst?
Und warum intelligente Heizungen bereits ein gutes Beispiel dafür sind?
Kurz und knapp: Was hat es mit Smart-Home-Systemen auf sich?
„Smart Home“ bezeichnet grundlegend zweierlei: Zum einen die Verbindung von Haustechnik und Haushaltsgeräten und zum anderen die Verknüpfung von Geräten der Unterhaltungselektronik. Hierzu können einzelne Technologien wie intelligente Leuchten, Heizungsthermostate oder Sicherheitsanlagen sowie mehrere vernetzte Systeme gezählt werden. Ein Beispiel wären Photovoltaik-Anlagen, die Strom für Bereiche eines Hauses liefern. Insgesamt soll smarte Technologie das Wohngefühl angenehmer gestalten oder Energie effizienter und nachhaltiger nutzen. Wobei das Handwerk in mehreren Hinsichten unabdingbar ist.
Zum Ersten als Verkäufer und Berater für interessierte Kunden
Zum Zweiten als Installationsbetrieb, der die gekaufte Technik nutzbar macht
Und als Drittes als Ansprechpartner für Reparaturen und Wartung
Quelle: Bitkom Research 2020
Die Trends des Smart-Home-Bereichs
Diese lassen sich anhand der repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2020 von „Bitkom Research“ (Zur kompletten Studie) festmachen. Dabei befragte das Institut rund 1500 Menschen zum Thema Smart-Home-Systeme. Daraus ergab sich zum einen, dass bereits 37 % der Befragten mindestens ein Smart-Home-Gerät besitzen. Zum anderen zeigte sich, dass intelligente Lampen und Leuchtsysteme (mit 23 %) am gefragtesten sind, erfolgt von smarten Heizungsthermostaten (mit 15 %) und smarten Alarmanlagen (18 %).
Quelle: Bitkom Research 2020
Als wichtigste Beweggründe zum Kauf stellten sich der Reihenfolge nach „Komfort und Lebensqualität, Sicherheit, Energieeffizienz und Kosten sparen“ heraus. Außerdem steht bei Kunden die leichte Handhabung (Englisch: „Usability“) im Vordergrund.
Hier steckt Potenzial drin
Aussichtsreiche Prognosen lieferte beispielsweise das Marktforschungsinstitut „Splendid Research“ mit einer Umfrage aus dem Jahr 2020. (Komplette Studie) Hierzu befragte das Institut in einer repräsentativen Umfrage knapp 1500 Menschen in Deutschland. Neben den 37 % Prozent, die bereits ein Smart-Home-System besitzen, zeigt sich das Potenzial in den zusätzlichen 38 %, die daran interessiert sind
Neben den 37 % Prozent, die bereits ein Smart-Home-System besitzen, zeigt sich das Potenzial in den zusätzlichen 38 %, die daran interessiert sind.
Als wichtigste Beweggründe zum Kauf stellten sich der Reihenfolge nach „Komfort und Lebensqualität, Sicherheit, Energieeffizienz und Kosten sparen“ heraus. Außerdem steht bei Kunden die leichte Handhabung (Englisch: „Usability“) im Vordergrund.
Wie Du davon profitieren kannst
Aus den Ergebnissen der Studien lässt sich herauslesen, dass es für bestimmte Gewerke sinnvoll sein kann, sich zum Thema weiterzubilden und den Betrieb auf die Zukunft vorzubereiten. Werden mehr intelligente Systeme verkauft, steigt auch der Bedarf an Handwerkern zur Installation, Reparatur oder Wartung. Außerdem nutzen gut 45 % der Befragten aus der „Splendid-Umfrage“ das Internet bei der Suche nach passenden Informationen zum Thema. Betriebe mit einem guten und gezielten Internetauftritt können hier Kunden für sich gewinnen. Gerade in Bezug auf Licht und Wärme (Energieeffizienz) wird sich die Nachfrage erhöhen, da dies auch staatlich gefördert wird.
Daneben lassen sich die bisherigen genannten Nachteile von Kunden mit der Technologie in Vorteile im Angebot Deines Betriebes umwandeln:
Der Nutzen lässt sich zwar erkennen, aber der Einbau ist zu kompliziert.
Lohnt sich das Preis-Leistungs-Verhältnis?
Die Bedienung ist nicht verständlich.
Furcht vor dem Missbrauch persönlicher Daten.
Hier lässt sich mit gezielten Informationen und Expertise Vertrauen gewinnen und ein Mehrwert anbieten. Ein Mehrwert, der in Zukunft immer gefragter werden wird und damit das Bestehen des Handwerksunternehmens sichert.
Ein gutes Beispiel: Intelligente Heizungen
Gemeint ist in dem Fall unter anderem der intelligente Stromzähler, auch „Smart Meter“ genannt. Konkret kommuniziert das Gebäude beim „Smart Meter“ mit dem Energiesystem, welches dann direkt beispielsweise über ein Tablet angepasst werden kann. Somit ist es möglich, Smart-Home-Geräte mit dem Energiesystem des Hauses (z. B. Photovoltaik-Zellen) zu verbinden. So soll das Smart Meter dazu beitragen, CO²-Emissionen zu reduzieren und so ein Schritt Richtung Energiewende zu gehen. Weiterführend ist der Plan, das System bis 2032 als Standard zu etablieren.
Ein Schritt, der ohne die beteiligten Handwerksgewerke wie SHK und Elektro nicht umsetzbar wäre.
Ein Schritt, der ohne die beteiligten Handwerksgewerke wie SHK und Elektro nicht umsetzbar wäre. Zudem unterstützt die Bundesregierung solche Vorhaben mit Fördermitteln im Rahmen des Gebäudesanierungsprogramms. Es könnte sich demnach lohnen, Deinen Handwerksbetrieb in dem Bereich weiterzubilden und auf den neuesten Stand zu bringen.
Das ändert sich 2021 für Deinen Handwerksbetrieb
In diesem Artikel:
Nach einem turbulenten Jahr im Zeichen der Corona-Pandemie starten wir mit Hoffnung in das Neue. Neu sind ebenfalls zahlreiche Veränderungen bei Gesetzen, Regelungen sowie Prämien. Die meisten davon sind schon letztes Jahr beschlossen worden und zum 1. Januar 2021 in Kraft getreten. Schnell geht einiges im Arbeitsalltag unter, was Deinem Handwerksunternehmen betreffen und sogar helfen könnte. Deshalb haben wir grundlegende Änderungen zusammengefasst, damit Du nichts verpasst.
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Neues von den Corona-Hilfen
Das Kurzarbeitergeld wird verlängert
Eine wichtige Hilfe für Handwerksunternehmer und Handwerker in Zeiten von Corona ist die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis maximal 31. Dezember 2021. Das gilt gleichermaßen für Betriebe, die das Kurzarbeitergeld in diesem Jahr einführen oder bereits 2020 eingeführt haben. Somit können im besten Fall die Arbeitsplätze sowie die Arbeitskraft eines Unternehmens erhalten werden.
Das gilt gleichermaßen für Betriebe, die das Kurzarbeitergeld in diesem Jahr einführen oder bereits 2020 eingeführt haben.
Außerdem wird die vollständige Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen vom Bund bis zum 30. Juni 2021 erhalten bleiben. Danach verringert sich die Erstattung bis zum 31. Dezember 2021 auf 50 %. Allerdings unter der Bedingung, die Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2021 begonnen zu haben. Passend zum Thema wird die Regelung für steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld bis Jahresende 2021 erhalten bleiben.
Die Überbrückungshilfe III kommt
Zudem kommt eine dritte Auflage der Überbrückungshilfe im Zeitraum vom Januar bis Juni 2021. Dasselbe gilt für die sogenannte Neustarthilfe im Bereich der Soloselbstständigen. Auch wenn es bisher einige Verzögerungen in der Auszahlung der Hilfe gab, ist das eine weitere Chance, sich finanziell über Wasser zu halten. Detaillierte Informationen sind über die Website des Bundesfinanzministeriums zu finden.
Steuerliche Veränderungen
Der reduzierte Mehrwertsteuersatz läuft aus
Nicht verlängert wird die Mehrwertsteuersenkung im Zuge des Konjunkturpakets der Bundesregierung. Das bedeutet, dass mit Anfang dieses Jahres die „Umsatz- und Mehrwertsteuer“ wieder auf das vorherige Niveau 19 % und 7 % steigt. Ausgenommen sind bis Ende Juni Restaurants und Dienstleistungen im Bereich Verpflegung. Welcher Steuersatz nun bei der Abrechnung gilt, wird durch den Liefertag bzw. die Abnahme geregelt.
„Soli“ wird weitestgehend abgeschafft
Eine weitere Veränderung ergibt sich bei der Lohn- oder Einkommenssteuer. Seit dem 1. Januar 2021 fällt der Solidaritätszuschlag (kurz „Soli“) für gut 90 % der Steuerzahler weg. Wer demnach weniger als 16.956 Euro Lohn- bzw. Einkommenssteuer in der Einzelveranlagung zahlt. In der Zusammenveranlagung ergibt sich die Grenze bei 33.912 Euro. Alle, die darüber liegen, werden stufenweise an den vollen zu zahlenden Satz von 5,5 % angepasst.
Seit dem 1. Januar 2021 fällt der Solidaritätszuschlag für gut 90 % der Steuerzahler weg.
Allerdings trifft der volle Satz nur auf Alleinstehende mit einem Bruttoeinkommen von über 96.820 Euro und Verheiratete mit 193.641 Euro zu. Wenn Du nachrechnen willst, bietet das Bundesfinanzamt einen „Soli-Rechner“ auf ihrer Website an.
Steuerfreie Corona-Bonuszahlungen könnten verlängert werden
Der Bundesrat muss dem Anliegen allerdings noch zustimmen. Anschließend könnten Arbeitgeber weiter Bonuszahlungen von bis zu 1.500 Euro steuerfrei an ihre Mitarbeiter ausschütten. Genutzt wurde das zum Beispiel für die Anerkennung von besonderen Verdiensten während der Krise. Bisher galt die Frist bis zum Ende des Jahres 2020. Nun soll sie bis Juni 2021 verlängert werden.
Zum Thema Mitarbeiter
Der Azubi-Mindestlohn steigt
Mit der geschaffenen Berufsbildungsgesetz-Novelle aus dem Jahr 2020 wurde ein Mindestlohn für Auszubildende festgelegt. Konkret handelte es sich um mindestens 515 Euro im Monat für das erste Lehrjahr. Dieser steigt nun für Azubis, die ihre Ausbildung 2021 anfangen, auf 550 Euro im Monat. Für die folgenden Lehrjahre entstehen Aufschläge von 18 % im zweiten, 35 % im dritten und 40 % im vierten Lehrjahr.
Auch der Mindestlohn wird 2021 zweimal angehoben
Die erste Anhebung um 15 Cent auf insgesamt 9,50 Euro ist bereits zum 1. Januar in Kraft getreten. Allerdings hat die Bundesregierung eine schrittweise Erhöhung bis zum Jahr 2022 festgelegt. Deshalb gibt es zum 1. Juli eine weitere Anhebung des Mindestlohns auf 9,60 Euro. Weiterführend soll die Lohnuntergrenze Mitte 2022 bei letztendlich 10,45 Euro ankommen.
Deshalb gibt es zum 1. Juli eine weitere Anhebung des Mindestlohns auf 9,60 Euro.
Der Unterlassungszwang bei Berufskrankheiten entfällt
Wichtig für die Mitarbeiter im Betrieb: bei Berufskrankheiten muss der Angestellte nicht mehr zwanghaft seine Arbeit unterlassen. Das Ganze gilt seit Anfang Januar. Dennoch müssen betroffene Handwerker sich für Präventivmaßnahmen der Genossenschaft bereit erklären.
Veränderungen in Bezug auf den Betrieb
Frist für die TSE-Sicherheitsumrüstung von Kassensystemen läuft in 11 Ländern ab
Diese Veränderung bezieht sich auf alle Betriebe, die elektronische Kassensysteme nutzen. Seit letztem Jahr müssen die Systeme mit einem TSE-Sicherheitsmodul ergänzt werden. Dabei ist die eigentliche Frist in den meisten Bundesländern schon im September 2020 abgelaufen. Im Zuge der Corona-Krise wird diese in den Ländern bis spätestens 31. März verlängert. Dazu gehören allerdings NICHT: Berlin, Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.
EEG-Umlage sinkt
Die EEG-Umlage, die ein Teil des Strompreises ausmacht, wird 2021 von 6,756 Cent pro Kilowattstunde auf 6,5 Cent abgesenkt. Möglich ist das durch einen Zuschuss des beschlossenen Konjunkturpakets der Bundesregierung im Zuge der Corona-Pandemie. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wäre die Umlage sonst stark angestiegen. Dadurch soll der Ausbau von erneuerbaren Energien vorangetrieben werden.
Pendlerpauschale steigt
Wichtig ist hier, dass für die ersten 20 Kilometer Richtung Arbeitsplatz 30 Cent pro Kilometer anfallen. Erst danach erhöht sich der Betrag auf 35 Cent pro Kilometer. In näherer Zukunft ab 2024 sogar auf 38 Cent. Nur, um die Pauschale 2027 wieder planmäßig auf 30 Cent abzusenken. Ob es dabei bleibt, bleibt abzuwarten.
Wichtig für Deinen Internetauftritt: Google achtet auf „responsive“ Websiten
Ab diesem Jahr werden nur noch responsive Internetseiten auf Top-Positionen gelistet.
Wichtig ist zudem eine digitale Veränderung für den digitalen Auftritt des Handwerksbetriebes. Google passt seine Kriterien für das Ranking bei Suchergebnissen an. Ab diesem Jahr werden nur noch responsive Internetseiten auf Top-Positionen gelistet. „Responsive“ bedeutet, dass sich die Seite nicht nur auf dem Desktop gut abrufen lässt, sondern sich die Ansicht auf mobilen Endgeräten anpasst und ändert. Wer also noch keine responsive Website hat, sollte das schleunigst nachholen, um von Google und damit von Kunden nicht vergessen zu werden.
Zum Themenschwerpunkt Insolvenz
Die Insolvenzgeldumlage verdoppelt sich
Das Bundesarbeitsministerium beschloss bereits 2020 mit einer Verordnung, dass sich der Umlagesatz für Arbeitgeber von 0,06 Prozent auf 0,12 verdoppelt. Das geschieht gemäß dem Beschäftigungssicherungsgesetz, falls ein Handwerksunternehmen insolvent geht. Angestellte können in dem Fall Insolvenzgeld beantragen. Mit der Erhöhung soll dieses Insolvenzgeld finanziert werden.
Neue Insolvenzrechtsreform
Zuerst muss genannt werden, dass die ausgesetzte Pflicht zum Insolvenzantrag seit diesem Jahr 2021 wieder greift. Allerdings gilt eine neue Insolvenzrechtreform, die Konkurse besser abwenden soll. Möglich wird das durch die Abstimmung mit Gläubigern. Findet sich eine Mehrheit bei diesen, kann ein Unternehmen schon vor der Insolvenz Schritte zur Sanierung auf den Weg bringen. Für kleinere Betriebe greift die „Sanierungsmoderation“ zwischen Schuldner und Gläubigern.
Wie sieht es beim Fuhrpark Deines Handwerksbetriebs aus?
Schadstoffausstoß wird bei der Kfz-Steuer berücksichtigt
Interessant wird es für alle Handwerksunternehmer, die sich neue Firmen- oder Privatfahrzeuge mit Verbrennungsmotor, welche ab 1.1.2021 zum ersten Mal zugelassen werden, zulegen wollen. Für diese Fahrzeuge gilt eine neue Besteuerung, die in den nächsten Jahren in 6 Stufen steigen soll. Mehr Schadstoffausstoß bedeutet einen höheren Kfz-Steuersatz. Konkret geht es um einen Anstieg von 2 auf 4 Euro je ausgestoßenes Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Mehr Informationen findest Du auf der Internetseite des Zolls.
Die CO₂-Steuer wird beim Sprit angewendet
In Bezug auf den Schadstoff- und CO₂-Ausstoß gibt es eine weitere Veränderung ab 2021. Seit dem 1. Januar gilt eine Zahlung im Verkehr von 25 Euro pro 1000 kg ausgestoßenem CO₂. Der Endverbraucher wird das laut ADAC an höheren Spritpreisen bemerken. Für Benzin circa 7 Cent und für Diesel rund 8 Cent mehr CO₂-Bepreisung soll jährlich bis 55 Euro im Jahr 2025 erhöht werden. Insgesamt soll das umweltfreundliche Alternativen attraktiver machen.
Prämien für Lkw und Pkw
In Bezug auf den Kauf von Nutzfahrzeugen hat die Bundesregierung bereits letztes Jahr Prämien und Zuschüsse beschlossen. Die Zuschüsse beziehen sich auf beispielsweise auf Lkw mit alternativen Antrieben (Elektro, Wasserstoff) sowie auf die konventionellen Diesel und Benziner. Allerdings nur, wenn diese Neuanschaffungen die gegebene Abgasstufe „Euro 6“ erfüllen und einen „Abbiege-Assistenten“ vorweisen. Wird dabei ein älteres Modell der Abgasstufen 3,4 oder 5 zum Verschrotten gegeben, können Prämien von bis zu 15.000 Euro gezahlt werden.
Insgesamt soll sich der Trend Richtung alternative Antriebstechniken entwickeln. Das zeigt sich daneben an der verlängerten Prämie für E-Autos. Bis 2025 erhalten Käufer bis zu 9.000 Euro an Zuschüssen für beispielsweise Elektrofahrzeuge.
Bei weiteren Änderungen, die für Dich und Deinen Handwerbstrieb interessant sein könnten, halten wir Dich auf dem Laufenden.
Die Vorteile eines nachhaltig geführten Handwerksbetriebs
In diesem Artikel:
- 1. Nachhaltigkeit gibt es ohne das Handwerk nicht, denn…
- 2. Welche Vorteile dabei für den Handwerksbetrieb entstehen
- 3. Nachhaltige Hilfsmittel der Digitalisierung
- 4. Wir zeigen Dir wie Du nachhaltiges Marketing betreibst!
- Drei Strategien für ein gutes, nachhaltiges Image sind dafür essentiell
- Fazit
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema in der Gesellschaft geworden. Umfragen des Kölner Instituts für Handelsforschung unterstreichen das: Ein Viertel der Kunden achtet beim Kauf auf die Nachhaltigkeit von Anbietern. Daneben hat jeder zweite Konsument demzufolge bereits ein Unternehmen, das Grundsätze in puncto Nachhaltigkeit verletzt, boykottiert. Eine Branche, die nicht nur in vielfältiger Form für Nachhaltigkeit steht, sondern diese auch jeden Tag umsetzt, ist das Handwerk. Doch kommunizierst Du das als Handwerker und Unternehmer auch so?
Falls nicht, dann ist es höchste Zeit, dass Du Nachhaltigkeit im Handwerk nicht nur lebst, sondern auch mitteilst. Wir zeigen Dir im Folgenden auf,
was mit Nachhaltigkeit im Handwerk gemeint ist,
wie ein Handwerksbetrieb davon profitieren kann,
welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt und
wie Du Dir durch nachhaltiges Marketing einen Wettbewerbsvorteil verschaffst.
1. Nachhaltigkeit gibt es ohne das Handwerk nicht, denn…
Das Handwerk nutzt Ressourcen nachhaltig.
Das fängt bei der Restauration und Reparatur von unzähligen verschiedenen Produkten an und hört bei der Verwertung von möglichen Abfällen auf. Somit werden in mehreren Hinsichten Ressourcen geschont, effizient verwertet und dabei noch auf Kundenwünsche eingegangen. Zudem, welcher Handwerksunternehmer kann es sich leisten, mit Materialien verschwenderisch umzugehen?
Das Handwerk setzt nachhaltige Technologien um.
Gerade Bau- und Ausbaugewerbe wie das SHK- und Elektrohandwerk sind hier im Fokus: Intelligente Smart-Home-, Solar- und Sanitär-Systeme müssen schließlich auch eingebaut werden. Genauso zählt das für energieeffiziente Dämmmaterialien, die Häuser und Wohnungen nachhaltiger werden lassen.
Das Handwerk erhält Lebensqualität und fördert wirtschaftlich attraktive Regionen.
Nachhaltig geführte Betriebe sorgen für sichere Arbeitsplätze, bieten mit Ausbildungsplätzen berufliche Orientierung, bilden Angestellte weiter oder helfen mit Jobs bei der Integration von Geflüchteten. Das prägt die Nahversorgung und Attraktivität der Regionen auf dem Land sowie in städtischen Gebieten. Denn einer Region ohne Handwerk fehlen wichtige regionale Beschäftigungsperspektiven und notwendige Anbieter für die Lebensqualität der Bürger.
Das Handwerk bewahrt Arbeitstechniken und Kulturgüter.
Hierbei muss betont werden, dass Handwerksbetriebe in den Bereichen Denkmalpflege und Restaurierung eine kulturerhaltende Rolle übernehmen. Dasselbe gilt für die Weitergabe von Arbeitstechniken, die für folgende Generationen unabdingbar sind. Nachhaltigkeit drückt sich in dem Sinne nicht nur in der materiellen Erhaltung aus.
Doch was ist mit Nachhaltigkeit im Handwerk überhaupt gemeint?
Grundsätzlich bedeutet Nachhaltigkeit, bestimmte Ressourcen von einer Menge an Kapazitäten so zu nutzen, dass langfristig darauf zugegriffen werden kann. Zum Beispiel den Handwerksbetrieb so zu führen, dass er langfristig erhalten bleibt und Gewinne erzielt werden können, anstatt kurzfristig zu planen. Möglich ist das unter anderem durch einen schonenden Umgang mit Ressourcen, eine gute Ausbildung der Fachkräfte oder effiziente Arbeits-technologien. Zudem modernisieren, reparieren und restaurieren Gewerke bei ihrer Arbeit Dinge, die für die Gesellschaft nötig sind oder bieten umweltschonende Produkte an.

2. Welche Vorteile dabei für den Handwerksbetrieb entstehen
Zum einen bietet ein wirtschaftlich nachhaltig geführter Betrieb einen krisenfesten Arbeitsplatz für Bewerber und Personal. Das hebt die Attraktivität des Arbeitsplatzes, zahlt sich bei der Personalsuche aus und stärkt die Firmenbindung der Mitarbeiter.
Zum anderen sorgt eine wirtschaftlich ausgeglichene Situation für eine gesicherte Nachfolge. Ist ein Handwerksbetrieb ökonomisch und ökologisch gut aufgestellt, ist die Nachfolge und deren Erfolg höchstwahrscheinlich.
Außerdem kann ein nachhaltiger Handwerksbetrieb die Auftragslage verbessern und sichern. Wie vorher erwähnt, entscheiden sich vermehrt Kunden für Unternehmen, die Wert auf Nachhaltigkeit bei ihren Produkten und Dienstleistungen legen.
Zudem kann mit Umsetzungen und Bestrebungen zur Nachhaltigkeit das Firmenimage verbessert werden. Warum den Aspekt nicht in das Marketing einbauen und gezielt damit werben, wenn es bei Dir ohnehin Alltag ist und Kunden gezielt danach suchen?
Welche simplen Kniffe dabei beachtet werden müssen, erklären wir Dir im zweiten Teil.

3. Nachhaltige Hilfsmittel der Digitalisierung
Einen nennenswerten Aspekt bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit im Handwerk stellt die Digitalisierung dar: Digitale Techniken im Arbeitsalltag erlauben effizienteres und umweltschonenderes Arbeiten. Apps wie Craftnote helfen dabei, die Organisation, Dokumentation und Kommunikation eines Projektes über einen Kanal zu lenken. Alle am Projekt Beteiligten sind schnell erreichbar, haben individuellen Zugriff auf wichtige Dokumente und den jeweiligen Arbeitsfortschritt. Und das überall, jederzeit, digital und über eine App.
So wird zu einer papierlosen Baustelle beigetragen, was Ressourcen schont und Zettelchaos vermeidet. Außerdem drückt sich Nachhaltigkeit auch in der Form von Datensicherung aus: Hierbei werden alle Daten „DSGVO“-konform gesichert. Das schafft Vertrauen und zusätzliche Sicherheit bei Mitarbeitern und Kunden, was letztendlich durch Marketing nach außen kommuniziert werden kann.
„Wir arbeiten nachhaltig und zeigen das auch!“
Nachhaltigkeit prägt demnach Deinen Arbeitsalltag oder soll in Zukunft mehr in den Fokus rücken? Dann lass die Öffentlichkeit daran teilhaben. Die Verwendung von umweltschonenden beständigen Materialien und ressourcenschonenden Arbeitstechniken oder die Reparatur und Restauration von Veraltetem sind nur einige Beispiele. Wer das passend in sein Betriebsmarketing einbaut, kann sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und sein Unternehmen gerade in Zeiten von Corona krisensicher machen.

4. Wir zeigen Dir wie Du nachhaltiges Marketing betreibst!
Der Knackpunkt hierbei ist Glaubwürdigkeit: Wer das nicht beachtet, dem wird schnell sogenanntes „Greenwashing“ vorgeworfen. Das bedeutet so viel wie etwas als nachhaltig zu bezeichnen, ohne es wirklich umzusetzen. Doch wie wir an den oben beschriebenen Beispielen gezeigt haben, gibt es genug Gründe für Handwerksunternehmen, nachhaltiges Marketing zu betreiben.
Im Grunde geht es darum, den Kunden mit relevanten und vollständigen Informationen über das angebotene Produkt oder die Dienstleistung zu versorgen. Informationen, die den Kunden bei der Kaufentscheidung interessieren könnten, die die Kaufentscheidung positiv beeinflussen und Informationen, die letztendlich auch wahrheitsgemäß sind, um das Vertrauen des Kunden zu gewinnen.
Das erfordert Transparenz, die mit Beispielen aus dem Arbeitsalltag oder erklärten Eigenschaften des Angebotenen erreicht wird:
Wie läuft die Fertigstellung eines Projektes oder Produktes ab?
Gibt es besonders erwähnenswerte Arbeitsschritte?
Werden nachhaltige Materialien genutzt oder
auf die Entsorgung und Wiederverwertung von Abfällen geachtet?
Was zeichnet den Betrieb in Sachen Nachhaltigkeit aus? Eine Möglichkeit diese Aspekte des eigenen Unternehmens sichtbar zu machen, ist die eigene Firmenwebsite oder die Social-Media-Kanäle zu nutzen.
Drei Strategien für ein gutes, nachhaltiges Image sind dafür essentiell
Transparenz und Verantwortung
Eine Möglichkeit, Transparenz und Verantwortung nach außen zu zeigen, sind Nachhaltigkeitsberichte oder Abzeichen von Institutionen. Kostenlos ist beispielsweise der “Nachhaltigkeits-Navigator Handwerk“. Mit diesem Online-Tool lässt sich feststellen, wie und in welchen Bereichen Dein Unternehmen nachhaltig ist. Die Ergebnisse können anschließend als Übersicht für Kunden, Bewerber oder Geschäftspartner genutzt werden. Neben dem Navigator bietet der “Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK)” ebenfalls Berichte nach international anerkannten Standards an. Allerdings lässt sich auch mit eigenen überzeugenden Argumenten und Belegen für Transparenz und Verantwortungs-bewusstsein sorgen.
Kampagnen und Initiativen mit nachhaltigem Zweck verbinden
Diese Strategie zielt darauf ab, dem Kunden die Begeisterung für das angebotene Handwerk zu vermitteln, indem zum Beispiel das Produkt mit einer Philosophie, einer Story dahinter verbunden wird: Wo kommt das Holz für die Möbel eines Tischlers her und was macht es so besonders? Was ist das Nachhaltige an der Unternehmensidee, den Werkzeugen oder der verbauten Solaranlage in Kombination mit dem Sanitärsystem? Die Antworten auf diese Art von Fragen können für Kunden oder Bewerber entscheidend sein.
Cause-Related-Marketing
Dieses Prinzip bezieht sich auf das nach außen getragene Bewusstsein für Nachhaltiges. Jeder hat wahrscheinlich schon einmal die Werbung einer Biermarke gesehen, die für jeden gekauften Kasten einen bestimmten Betrag für ökologische oder soziale Projekte spendet. Das Prinzip lässt sich ebenfalls im Handwerk anwenden. Gibt es regionale Projekte, die Dir in den Sinn kommen oder unterstützt Du sogar etwas ehrenamtlich? Dann mach darauf aufmerksam und achte immer darauf auch den Nutzen des nachhaltigen Projekts in den Vordergrund zu stellen.
Fazit
Schlussendlich ist es wichtig, nicht den Moralapostel zu spielen und mit erhobenem Zeigefinger zu kommunizieren. Zu schnell schalten Menschen dabei ab. Vielmehr geht es darum, auf Aspekte der Nachhaltigkeit hinzuweisen, die Deinen Handwerksbetrieb auszeichnen oder für die Dein Unternehmen einsteht.









