Warum Dein Handwerksbetrieb kein WhatsApp nutzen sollte
In diesem Artikel:
Anfang Januar dieses Jahres wunderten sich alle Nutzer des beliebten Messenger-Dienstes WhatsApp über eine besondere Benachrichtigung beim Öffnen der App. Wer die Applikation weiter nutzen will, muss bis zum 8. Februar 2021 den neuen Nutzungsbestimmungen zustimmen. Die Folge: Kritik von privaten Usern, Datenschützern und Politik, die Verlängerung der Frist bis Mai sowie letztendlich ein erheblicher Nutzerschwund. Manche Medien titelten schon scherzhaft von einem „WhatsApp-Sturz“. Doch die neuen AGBs sind nicht die ersten Kritikpunkte am Unternehmen, das seit 2014 zum Facebook-Konzern gehört. Gerade im Bereich Datenschutz, DSGVO und betrieblicher Nutzung gibt es Grauzonen und Nachteile, die auch Handwerksbetriebe betreffen.
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Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung, suboptimale Kommunikation auf der Baustelle und keine branchenspezifischen Funktionen sind nur einige Nachteile. Höchste Zeit, sich nach einer effizienten und sicheren Alternative umzusehen.

Die Problematik mit den neuen AGB
Hier stellt sich die Frage, was es mit den neuen Nutzerbestimmungen auf sich hat, denen bis zum 15. Mai zugestimmt werden muss. Dabei gibt es zweierlei Maß: Für die weltweiten Nutzer bedeutet das, dass sie alle WhatsApp-Daten automatisch auch mit dem Mutterkonzern Facebook teilen. Was dieser mit den Daten macht, bleibt intransparent. Für Nutzer in der EU gilt allerdings eine Sonderregel. Diese sollen von der weiteren kommerziellen Nutzung ihrer Daten von Facebook ausgenommen sein. Sonst verstieße Whatsapp gegen die DSGVO.
Doch Datenschützer bemängeln, dass sich das mit den Angaben in den neuen AGBs widersprechen könnte.
Doch Datenschützer bemängeln, dass sich das mit den Angaben in den neuen AGBs widersprechen könnte. Denn das Unternehmen gibt an: „Unter Umständen teilen wir Informationen über dich innerhalb unserer Unternehmensgruppe, um verschiedene Aktivitäten zu erleichtern, zu unterstützen und zu integrieren“.
WhatsApp fordert ohnehin eine Vielzahl an Daten von Benutzern ein. Darunter:
Was für ein Handy und Betriebssystem verwendet wird
Wie der Batteriestand ist
Infos über das Mobilfunknetz
Kontakte aus dem Adressbuch des Handys und Whatsapp-Konto-Informationen
Profilbilder
IP-Adressen
Standortinformationen und viele weitere Daten
Allerdings kann WhatsApp keine Nachrichten mitlesen aufgrund der entworfenen Verschlüsselung, die sich bis auf die Server fortsetzt, auf denen sie laut Unternehmen gelöscht werden.
Das heikle Thema: Datenschutz und Whatsapp im Handwerk
Meta-Daten
Vor allem geht es dem Konzern darum, Meta-Daten zu sammeln. Das sind so gesagt Daten über eigentliche Daten. Zum Beispiel der Standort und Zeitpunkt einer abgeschickten Nachricht oder an wen sie geschickt wurde. So lassen sich Nutzerprofile entwickeln, die für Werbung genutzt werden können. Hier muss nach DSGVO eine Zustimmung erfolgen. Für den privaten Gebrauch der App ist das nicht explizit datenschutzrechtswidrig. Doch bei werblicher Nutzung der Daten, wie es beispielsweise Facebook anwendet, ist das weniger klar.
Kontaktdaten
Zum anderen ist der Vorgang des Kontaktlisten-Uploads beim Nutzen der App heikel. Zwar muss WhatsApp wissen, wen sie alles aus der Liste in die App integrieren kann, doch diese Daten werden unverschlüsselt gespeichert. Somit landen zum Beispiel auch Kontaktdaten auf den Servern, die gar keine App installiert haben. Zudem muss bei der betrieblichen Nutzung – laut DSGVO – eigentlich jeder Kontakt diesem Upload zustimmen. Sonst kann im schlimmsten Fall der Betrieb dafür verklagt werden.
Unverschlüsselte Back-Ups
Auf den ersten Blick hilfreich birgt die Funktion datenschutzrechtliche Risiken. Die App speichert – wenn es gewollt ist – Dateien und Chats vorsichtshalber bei Google oder Apple Profilen ab, damit im Falle eines verlorenen Handys die Daten erhalten bleiben. Da die Firmen nicht in der EU angestammt sind und damit auch nicht die Daten dort speichern, ist die Funktion rechtlich brisant.

Wie sinnvoll ist deshalb eine Nutzung im Handwerksbetrieb?
Wie oben bereits erwähnt, ist die Nutzung für den betrieblichen Bereich in Bezug auf den Datenschutz ungeeignet. Handwerksbetriebe und Handwerker, die Informationen über Baustelle und Kunden über den Messenger kommunizieren, können dafür im schlimmsten Fall belangt werden. Beispielsweise von einem Kunden, der unzufrieden mit der Leistung ist. Für jede Aktion ist die Einwilligung von Dritten einzuholen, um rechtlich abgesichert zu sein. Das stellt einen enormen Aufwand dar.
Für jede Aktion ist die Einwilligung von Dritten einzuholen, um rechtlich abgesichert zu sein.
Die herkömmliche sowie die „WhatsApp Business“-Variante sind zudem für die interne Kommunikation im Handwerksalltag nicht geeignet, was das Unternehmen auch klar in den Nutzungsbedingungen kommuniziert. Nur als zusätzlicher Kommunikationskanal mit Kunden könnte WhatsApp Business infrage kommen.
Dennoch fehlen branchenspezifische Funktionen, die tatsächlich den Arbeitsalltag auf der Baustelle und im Handwerksbetrieb erleichtern können.
Ein Wechsel zur Alternative kann sich lohnen
Eine Alternative für Deinen Betrieb ist die Chat-Funktion in unserer Handwerker-App Craftnote. Denn sie ist zum einen DSGVO-konform und made in Germany und zum anderen bietet sie Dir auf das Handwerk zugeschnittene Funktionen wie zum Beispiel:
Projektbezogene Chats
Foto, Audio, Video-Aufnahmen
Integrierter PDF-Scanner
Ordnerstruktur mit schnell abrufbaren Projektdetails
Mitarbeiter- und Aufgabenverwaltung
Verschlagwortung mit Tags zur schnellen Filterung und Suche
So kann eine effiziente Schnittstelle zwischen Büro und Baustelle hergestellt werden.
So kann eine effiziente Schnittstelle zwischen Büro und Baustelle hergestellt werden. Denn alle am Projekt beteiligten handhaben ihre Kommunikation und Dokumentation über einen übersichtlichen Kanal. Durch Erweiterungen wie der Arbeitszeiterfassung und der Plantafel (Mehr zur Plantafel) lässt sich ein Projekt noch besser über die App abbilden und verwalten. Warum rechtlich unsicher und kompliziert Whatsapp im Betrieb nutzen, wenn es doch eine Lösung speziell für die Handwerksbranche gibt?
Wie Dein Betrieb vom Smart-Home-Boom profitiert
In diesem Artikel:
Seit der internationalen Vorstellung 2014 erfreut sich die Technologie immer größerer Beliebtheit. Allein in Deutschland besitzt laut Bitkom-Studie bereits jeder vierte Verbraucher mindestens ein Smart-Home-Gerät. Intelligente Leuchten, Heizungsthermostate oder Sicherheitsanlagen sind deshalb unter anderem die Objekte der Begierde. Die zentralen Gründe dafür liegen bei den Wünschen nach mehr Wohnqualität, effizienterem Energieverbrauch und mehr Sicherheit. Von der steigenden Nachfrage profitieren bereits einige Handwerksgewerke. Ein Grund, Deinen Betrieb im passenden Falle zum Thema weiterzubilden? Definitiv!
Deshalb erfährst Du im Weiteren:
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Was es Grundlegendes zum Thema zu wissen gibt?
Welche Trends im Bereich Smart-Home-Systeme herausstechen?
Welches Potenzial sich für Deinen Handwerksbetrieb bietet?
Wie Du davon profitieren kannst?
Und warum intelligente Heizungen bereits ein gutes Beispiel dafür sind?
Kurz und knapp: Was hat es mit Smart-Home-Systemen auf sich?
„Smart Home“ bezeichnet grundlegend zweierlei: Zum einen die Verbindung von Haustechnik und Haushaltsgeräten und zum anderen die Verknüpfung von Geräten der Unterhaltungselektronik. Hierzu können einzelne Technologien wie intelligente Leuchten, Heizungsthermostate oder Sicherheitsanlagen sowie mehrere vernetzte Systeme gezählt werden. Ein Beispiel wären Photovoltaik-Anlagen, die Strom für Bereiche eines Hauses liefern. Insgesamt soll smarte Technologie das Wohngefühl angenehmer gestalten oder Energie effizienter und nachhaltiger nutzen. Wobei das Handwerk in mehreren Hinsichten unabdingbar ist.
Zum Ersten als Verkäufer und Berater für interessierte Kunden
Zum Zweiten als Installationsbetrieb, der die gekaufte Technik nutzbar macht
Und als Drittes als Ansprechpartner für Reparaturen und Wartung

Quelle: Bitkom Research 2020
Die Trends des Smart-Home-Bereichs
Diese lassen sich anhand der repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2020 von „Bitkom Research“ (Zur kompletten Studie) festmachen. Dabei befragte das Institut rund 1500 Menschen zum Thema Smart-Home-Systeme. Daraus ergab sich zum einen, dass bereits 37 % der Befragten mindestens ein Smart-Home-Gerät besitzen. Zum anderen zeigte sich, dass intelligente Lampen und Leuchtsysteme (mit 23 %) am gefragtesten sind, erfolgt von smarten Heizungsthermostaten (mit 15 %) und smarten Alarmanlagen (18 %).

Quelle: Bitkom Research 2020
Als wichtigste Beweggründe zum Kauf stellten sich der Reihenfolge nach „Komfort und Lebensqualität, Sicherheit, Energieeffizienz und Kosten sparen“ heraus. Außerdem steht bei Kunden die leichte Handhabung (Englisch: „Usability“) im Vordergrund.
Hier steckt Potenzial drin
Aussichtsreiche Prognosen lieferte beispielsweise das Marktforschungsinstitut „Splendid Research“ mit einer Umfrage aus dem Jahr 2020. (Komplette Studie) Hierzu befragte das Institut in einer repräsentativen Umfrage knapp 1500 Menschen in Deutschland. Neben den 37 % Prozent, die bereits ein Smart-Home-System besitzen, zeigt sich das Potenzial in den zusätzlichen 38 %, die daran interessiert sind
Neben den 37 % Prozent, die bereits ein Smart-Home-System besitzen, zeigt sich das Potenzial in den zusätzlichen 38 %, die daran interessiert sind.
Als wichtigste Beweggründe zum Kauf stellten sich der Reihenfolge nach „Komfort und Lebensqualität, Sicherheit, Energieeffizienz und Kosten sparen“ heraus. Außerdem steht bei Kunden die leichte Handhabung (Englisch: „Usability“) im Vordergrund.
Wie Du davon profitieren kannst
Aus den Ergebnissen der Studien lässt sich herauslesen, dass es für bestimmte Gewerke sinnvoll sein kann, sich zum Thema weiterzubilden und den Betrieb auf die Zukunft vorzubereiten. Werden mehr intelligente Systeme verkauft, steigt auch der Bedarf an Handwerkern zur Installation, Reparatur oder Wartung. Außerdem nutzen gut 45 % der Befragten aus der „Splendid-Umfrage“ das Internet bei der Suche nach passenden Informationen zum Thema. Betriebe mit einem guten und gezielten Internetauftritt können hier Kunden für sich gewinnen. Gerade in Bezug auf Licht und Wärme (Energieeffizienz) wird sich die Nachfrage erhöhen, da dies auch staatlich gefördert wird.
Daneben lassen sich die bisherigen genannten Nachteile von Kunden mit der Technologie in Vorteile im Angebot Deines Betriebes umwandeln:
Der Nutzen lässt sich zwar erkennen, aber der Einbau ist zu kompliziert.
Lohnt sich das Preis-Leistungs-Verhältnis?
Die Bedienung ist nicht verständlich.
Furcht vor dem Missbrauch persönlicher Daten.
Hier lässt sich mit gezielten Informationen und Expertise Vertrauen gewinnen und ein Mehrwert anbieten. Ein Mehrwert, der in Zukunft immer gefragter werden wird und damit das Bestehen des Handwerksunternehmens sichert.

Ein gutes Beispiel: Intelligente Heizungen
Gemeint ist in dem Fall unter anderem der intelligente Stromzähler, auch „Smart Meter“ genannt. Konkret kommuniziert das Gebäude beim „Smart Meter“ mit dem Energiesystem, welches dann direkt beispielsweise über ein Tablet angepasst werden kann. Somit ist es möglich, Smart-Home-Geräte mit dem Energiesystem des Hauses (z. B. Photovoltaik-Zellen) zu verbinden. So soll das Smart Meter dazu beitragen, CO²-Emissionen zu reduzieren und so ein Schritt Richtung Energiewende zu gehen. Weiterführend ist der Plan, das System bis 2032 als Standard zu etablieren.
Ein Schritt, der ohne die beteiligten Handwerksgewerke wie SHK und Elektro nicht umsetzbar wäre.
Ein Schritt, der ohne die beteiligten Handwerksgewerke wie SHK und Elektro nicht umsetzbar wäre. Zudem unterstützt die Bundesregierung solche Vorhaben mit Fördermitteln im Rahmen des Gebäudesanierungsprogramms. Es könnte sich demnach lohnen, Deinen Handwerksbetrieb in dem Bereich weiterzubilden und auf den neuesten Stand zu bringen.
Die Vorteile eines nachhaltig geführten Handwerksbetriebs
In diesem Artikel:
- 1. Nachhaltigkeit gibt es ohne das Handwerk nicht, denn…
- 2. Welche Vorteile dabei für den Handwerksbetrieb entstehen
- 3. Nachhaltige Hilfsmittel der Digitalisierung
- 4. Wir zeigen Dir wie Du nachhaltiges Marketing betreibst!
- Drei Strategien für ein gutes, nachhaltiges Image sind dafür essentiell
- Fazit
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema in der Gesellschaft geworden. Umfragen des Kölner Instituts für Handelsforschung unterstreichen das: Ein Viertel der Kunden achtet beim Kauf auf die Nachhaltigkeit von Anbietern. Daneben hat jeder zweite Konsument demzufolge bereits ein Unternehmen, das Grundsätze in puncto Nachhaltigkeit verletzt, boykottiert. Eine Branche, die nicht nur in vielfältiger Form für Nachhaltigkeit steht, sondern diese auch jeden Tag umsetzt, ist das Handwerk. Doch kommunizierst Du das als Handwerker und Unternehmer auch so?
Falls nicht, dann ist es höchste Zeit, dass Du Nachhaltigkeit im Handwerk nicht nur lebst, sondern auch mitteilst. Wir zeigen Dir im Folgenden auf,
was mit Nachhaltigkeit im Handwerk gemeint ist,
wie ein Handwerksbetrieb davon profitieren kann,
welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt und
wie Du Dir durch nachhaltiges Marketing einen Wettbewerbsvorteil verschaffst.
1. Nachhaltigkeit gibt es ohne das Handwerk nicht, denn…
Das Handwerk nutzt Ressourcen nachhaltig.
Das fängt bei der Restauration und Reparatur von unzähligen verschiedenen Produkten an und hört bei der Verwertung von möglichen Abfällen auf. Somit werden in mehreren Hinsichten Ressourcen geschont, effizient verwertet und dabei noch auf Kundenwünsche eingegangen. Zudem, welcher Handwerksunternehmer kann es sich leisten, mit Materialien verschwenderisch umzugehen?
Das Handwerk setzt nachhaltige Technologien um.
Gerade Bau- und Ausbaugewerbe wie das SHK- und Elektrohandwerk sind hier im Fokus: Intelligente Smart-Home-, Solar- und Sanitär-Systeme müssen schließlich auch eingebaut werden. Genauso zählt das für energieeffiziente Dämmmaterialien, die Häuser und Wohnungen nachhaltiger werden lassen.
Das Handwerk erhält Lebensqualität und fördert wirtschaftlich attraktive Regionen.
Nachhaltig geführte Betriebe sorgen für sichere Arbeitsplätze, bieten mit Ausbildungsplätzen berufliche Orientierung, bilden Angestellte weiter oder helfen mit Jobs bei der Integration von Geflüchteten. Das prägt die Nahversorgung und Attraktivität der Regionen auf dem Land sowie in städtischen Gebieten. Denn einer Region ohne Handwerk fehlen wichtige regionale Beschäftigungsperspektiven und notwendige Anbieter für die Lebensqualität der Bürger.
Das Handwerk bewahrt Arbeitstechniken und Kulturgüter.
Hierbei muss betont werden, dass Handwerksbetriebe in den Bereichen Denkmalpflege und Restaurierung eine kulturerhaltende Rolle übernehmen. Dasselbe gilt für die Weitergabe von Arbeitstechniken, die für folgende Generationen unabdingbar sind. Nachhaltigkeit drückt sich in dem Sinne nicht nur in der materiellen Erhaltung aus.
Doch was ist mit Nachhaltigkeit im Handwerk überhaupt gemeint?
Grundsätzlich bedeutet Nachhaltigkeit, bestimmte Ressourcen von einer Menge an Kapazitäten so zu nutzen, dass langfristig darauf zugegriffen werden kann. Zum Beispiel den Handwerksbetrieb so zu führen, dass er langfristig erhalten bleibt und Gewinne erzielt werden können, anstatt kurzfristig zu planen. Möglich ist das unter anderem durch einen schonenden Umgang mit Ressourcen, eine gute Ausbildung der Fachkräfte oder effiziente Arbeits-technologien. Zudem modernisieren, reparieren und restaurieren Gewerke bei ihrer Arbeit Dinge, die für die Gesellschaft nötig sind oder bieten umweltschonende Produkte an.

2. Welche Vorteile dabei für den Handwerksbetrieb entstehen
Zum einen bietet ein wirtschaftlich nachhaltig geführter Betrieb einen krisenfesten Arbeitsplatz für Bewerber und Personal. Das hebt die Attraktivität des Arbeitsplatzes, zahlt sich bei der Personalsuche aus und stärkt die Firmenbindung der Mitarbeiter.
Zum anderen sorgt eine wirtschaftlich ausgeglichene Situation für eine gesicherte Nachfolge. Ist ein Handwerksbetrieb ökonomisch und ökologisch gut aufgestellt, ist die Nachfolge und deren Erfolg höchstwahrscheinlich.
Außerdem kann ein nachhaltiger Handwerksbetrieb die Auftragslage verbessern und sichern. Wie vorher erwähnt, entscheiden sich vermehrt Kunden für Unternehmen, die Wert auf Nachhaltigkeit bei ihren Produkten und Dienstleistungen legen.
Zudem kann mit Umsetzungen und Bestrebungen zur Nachhaltigkeit das Firmenimage verbessert werden. Warum den Aspekt nicht in das Marketing einbauen und gezielt damit werben, wenn es bei Dir ohnehin Alltag ist und Kunden gezielt danach suchen?
Welche simplen Kniffe dabei beachtet werden müssen, erklären wir Dir im zweiten Teil.

3. Nachhaltige Hilfsmittel der Digitalisierung
Einen nennenswerten Aspekt bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit im Handwerk stellt die Digitalisierung dar: Digitale Techniken im Arbeitsalltag erlauben effizienteres und umweltschonenderes Arbeiten. Apps wie Craftnote helfen dabei, die Organisation, Dokumentation und Kommunikation eines Projektes über einen Kanal zu lenken. Alle am Projekt Beteiligten sind schnell erreichbar, haben individuellen Zugriff auf wichtige Dokumente und den jeweiligen Arbeitsfortschritt. Und das überall, jederzeit, digital und über eine App.
So wird zu einer papierlosen Baustelle beigetragen, was Ressourcen schont und Zettelchaos vermeidet. Außerdem drückt sich Nachhaltigkeit auch in der Form von Datensicherung aus: Hierbei werden alle Daten „DSGVO“-konform gesichert. Das schafft Vertrauen und zusätzliche Sicherheit bei Mitarbeitern und Kunden, was letztendlich durch Marketing nach außen kommuniziert werden kann.
„Wir arbeiten nachhaltig und zeigen das auch!“
Nachhaltigkeit prägt demnach Deinen Arbeitsalltag oder soll in Zukunft mehr in den Fokus rücken? Dann lass die Öffentlichkeit daran teilhaben. Die Verwendung von umweltschonenden beständigen Materialien und ressourcenschonenden Arbeitstechniken oder die Reparatur und Restauration von Veraltetem sind nur einige Beispiele. Wer das passend in sein Betriebsmarketing einbaut, kann sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und sein Unternehmen gerade in Zeiten von Corona krisensicher machen.

4. Wir zeigen Dir wie Du nachhaltiges Marketing betreibst!
Der Knackpunkt hierbei ist Glaubwürdigkeit: Wer das nicht beachtet, dem wird schnell sogenanntes „Greenwashing“ vorgeworfen. Das bedeutet so viel wie etwas als nachhaltig zu bezeichnen, ohne es wirklich umzusetzen. Doch wie wir an den oben beschriebenen Beispielen gezeigt haben, gibt es genug Gründe für Handwerksunternehmen, nachhaltiges Marketing zu betreiben.
Im Grunde geht es darum, den Kunden mit relevanten und vollständigen Informationen über das angebotene Produkt oder die Dienstleistung zu versorgen. Informationen, die den Kunden bei der Kaufentscheidung interessieren könnten, die die Kaufentscheidung positiv beeinflussen und Informationen, die letztendlich auch wahrheitsgemäß sind, um das Vertrauen des Kunden zu gewinnen.
Das erfordert Transparenz, die mit Beispielen aus dem Arbeitsalltag oder erklärten Eigenschaften des Angebotenen erreicht wird:
Wie läuft die Fertigstellung eines Projektes oder Produktes ab?
Gibt es besonders erwähnenswerte Arbeitsschritte?
Werden nachhaltige Materialien genutzt oder
auf die Entsorgung und Wiederverwertung von Abfällen geachtet?
Was zeichnet den Betrieb in Sachen Nachhaltigkeit aus? Eine Möglichkeit diese Aspekte des eigenen Unternehmens sichtbar zu machen, ist die eigene Firmenwebsite oder die Social-Media-Kanäle zu nutzen.
Drei Strategien für ein gutes, nachhaltiges Image sind dafür essentiell
Transparenz und Verantwortung
Eine Möglichkeit, Transparenz und Verantwortung nach außen zu zeigen, sind Nachhaltigkeitsberichte oder Abzeichen von Institutionen. Kostenlos ist beispielsweise der “Nachhaltigkeits-Navigator Handwerk“. Mit diesem Online-Tool lässt sich feststellen, wie und in welchen Bereichen Dein Unternehmen nachhaltig ist. Die Ergebnisse können anschließend als Übersicht für Kunden, Bewerber oder Geschäftspartner genutzt werden. Neben dem Navigator bietet der “Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK)” ebenfalls Berichte nach international anerkannten Standards an. Allerdings lässt sich auch mit eigenen überzeugenden Argumenten und Belegen für Transparenz und Verantwortungs-bewusstsein sorgen.
Kampagnen und Initiativen mit nachhaltigem Zweck verbinden
Diese Strategie zielt darauf ab, dem Kunden die Begeisterung für das angebotene Handwerk zu vermitteln, indem zum Beispiel das Produkt mit einer Philosophie, einer Story dahinter verbunden wird: Wo kommt das Holz für die Möbel eines Tischlers her und was macht es so besonders? Was ist das Nachhaltige an der Unternehmensidee, den Werkzeugen oder der verbauten Solaranlage in Kombination mit dem Sanitärsystem? Die Antworten auf diese Art von Fragen können für Kunden oder Bewerber entscheidend sein.
Cause-Related-Marketing
Dieses Prinzip bezieht sich auf das nach außen getragene Bewusstsein für Nachhaltiges. Jeder hat wahrscheinlich schon einmal die Werbung einer Biermarke gesehen, die für jeden gekauften Kasten einen bestimmten Betrag für ökologische oder soziale Projekte spendet. Das Prinzip lässt sich ebenfalls im Handwerk anwenden. Gibt es regionale Projekte, die Dir in den Sinn kommen oder unterstützt Du sogar etwas ehrenamtlich? Dann mach darauf aufmerksam und achte immer darauf auch den Nutzen des nachhaltigen Projekts in den Vordergrund zu stellen.
Fazit
Schlussendlich ist es wichtig, nicht den Moralapostel zu spielen und mit erhobenem Zeigefinger zu kommunizieren. Zu schnell schalten Menschen dabei ab. Vielmehr geht es darum, auf Aspekte der Nachhaltigkeit hinzuweisen, die Deinen Handwerksbetrieb auszeichnen oder für die Dein Unternehmen einsteht.



