Staatliche Förderung von Firmenwagen: Unsere Tipps für Handwerksbetriebe
In diesem Artikel:
Auf die Idee für ein neues Firmenfahrzeug, folgt die Frage nach der Finanzierung. Zudem müssen Fahrzeuge im Handwerk nicht nur funktional und belastbar sein, sondern auch die Liquidität des Betriebes schonen. Je nach Modell wirkt sich die Auswahl außerdem auf die Außendarstellung Deines Betriebes aus. Denn Firmenfahrzeuge werden häufig beruflich sowie privat genutzt.
Gerade in Zeiten von Hybridtechnologie, Elektromobilität und möglichen Dieselfahrverboten in Innenstädten, lässt sich mit neuen Modellen ein guter Eindruck hinterlassen und dazu noch kräftig sparen. Bisher waren die Elektroausführungen in der Anschaffung teurer als die Verbrenner, doch mit neuen gestiegenen Prämien und Fördermitteln, stellen sie eine echte Alternative dar. Das eröffnet ebenfalls attraktive Finanzierungswege für neue Firmenwagen.
Zunächst die altbekannte Frage mit offener Antwort: Kauf oder Leasing?
Angefangen beim Kauf oder wie es am häufigsten vorkommt, dem Ratenkauf mit verbundenem Kredit. Diese Anschaffungskosten können dabei, zu ihrem Vorteil, über 6 Jahre verteilt als Betriebsausgaben abgeschrieben werden. Ein weiterer Pluspunkt: danach gehört das Fahrzeug direkt zum Firmeneigentum. Allerdings muss beachtet werden, dass nur die Zinsen des Darlehens absetzbar sind, nicht die Tilgungsraten.
In der Zeit des Abzahlens reduziert sich durch Abnutzung zwar der Wert des Autos, aber am Ende müssen keine Nachzahlungen wie beim Leasing erwartet werden. Außerdem kann ein gekauftes Fahrzeug nach Wunsch für die Anforderungen auf der Baustelle umgebaut werden, was bei Leasingmodellen schwerer zu realisieren ist. Zu den Nachteilen zählen sicherlich die sinkende Unternehmensliquidität durch den Kaufpreis sowie die Verringerung des Eigenkapitals durch den Kredit.
Der Wagen gehört nach Vertrag dem Leasinggeber und muss erst nach Bedarf am Vertragsende ausgelöst werden.
Beim Leasing hingegen sind die monatlichen Raten meist etwas niedriger im Vergleich zum Kauf. Daneben zählen die Leasingraten ebenfalls als Betriebsausgaben und können einen steuerlichen Vorteil bringen, indem sie abgesetzt werden. Mit Sonderzahlungen sogar direkt im ersten Jahr im Gegenteil zum Ratenkauf. Ein weiterer Vorteil stellt die höhere Flexibilität dar, da sie die Chance haben, den Firmenwagen ihres Handwerksbetriebes nach Ablauf des Vertrages ohne Verkauf abzugeben und sich direkt ein anderes Modell zu sichern. Hier liegt allerdings auch ein Nachteil: Der Wagen gehört nach Vertrag dem Leasinggeber und muss erst nach Bedarf am Vertragsende ausgelöst werden.
Hierbei können zusätzliche Kosten entstehen, da der tatsächliche Verkaufspreis häufig unter dem vorher festgelegten liegt. Ansonsten können Strafen und Vertragskündigungen schon nach zwei verpassten Leasingraten geltend gemacht werden, was zusätzliches Risiko birgt. Wer allerdings genau weiß wie und vor allem wie viel das Leasingfahrzeug genutzt wird, kann mit dieser Finanzierungsmethode sparen.
Wer zukunftsorientiert kauft, spart durch Prämien und Förderung.
Wer keine Strecken über 110 Kilometer am Tag zwischen Baustelle und Firma zurücklegt, liegt im E-Bereich richtig.
Hast Du Dich für eine Finanzierungsvariante entschieden, kann der Preis des Firmenwagens im Handwerk zusätzlich durch bestimmte Förderungen im Bereich Elektromobilität gedrückt werden. Zuvor teurere Elektro- oder Hybridwagen lassen sich dadurch deutlich günstiger bekommen. Wer keine Strecken über 110 Kilometer am Tag zwischen Baustelle und Firma zurücklegt, liegt im E-Bereich richtig. Gerade wurde in der Politik nämlich entschieden den Umweltbonus bei Fahrzeugen dieser Art bis 2025 zu verlängern und im Zuge der Corona-Krise diesen sogar bis 2021 zu erhöhen.
Für E-Autos auf der BaFa-Liste werden nun je nach Verkaufspreis 5000 bis 9000 Euro bezuschusst. Dazu kommen die Nachlässe der Hersteller für batteriebetriebene Wagen mit circa 3000 Euro. Bei Plug-In-Hybriden auf der BaFa-Liste (Link wie oben) sind Förderungen von 3750 bis 6750 Euro zu erreichen. Allerdings ist zu beachten, dass Förderungen erst nach Verkaufsabschluss in Anspruch genommen werden können und der Besitzer mindestens 6 Monate bestehen bleibt.
Wer bis zum 31.12.2025 ein vollelektrisches Auto zulässt, muss für die ersten 10 Jahre keine Kraftfahrzeugsteuer zahlen.
Dazu kommen steuerliche Vorteile bei E-Firmenwagen im Handwerk.
Wer bis zum 31.12.2025 ein vollelektrisches Auto zulässt, muss für die ersten 10 Jahre keine Kraftfahrzeugsteuer zahlen. Voraussichtlich wird dieser Vorteil für Zulassungen bis 2030 im Zuge des neuen Konjunkturpakets verlängert. Wichtig ist nur, falls der Fahrzeughalter innerhalb der 10 Jahre wechselt, hat der neue Fahrzeughalter Anspruch auf die restlichen Jahre. Für Hybridautos gilt dieser Steuervorteil allerdings nicht. Zum gerade genannten Vorteil kommen weitere Vorzüge bei Elektro-Firmenwagen im Handwerk dazu.
Wagen mit einem Bruttolistenpreis bis 40.000 Euro, die mehr als 50 % beruflich genutzt werden, müssen nur noch mit 0,25 % statt 1 % des Preises besteuert werden. Hingegen gilt für Hybrid und E-Autos bis 60.000 Euro ein Prozentsatz von 0,5 %. Außerdem muss das Laden der Dienstautos beim Arbeitgeber nicht zusätzlich versteuert werden.
Sorgsam abwägen und genau kalkulieren.
Letztendlich muss jede Kauf- und Finanzierungsentscheidung individuell begutachtet werden. Bei all den Förderungs- und Steuervorteilen von Elektroautos sowie der Einsparung von Kraftstoff und Ersatzteilen, sind diese Dienstwagenvarianten nicht für jeden Handwerksbetrieb geeignet. Jedenfalls noch nicht. Sind die Arbeitswege in 100 Kilometer Radius überschaubar, gut einzugrenzen und mit notwendigen Ladestationen versehen, dann lässt sich ein Elektroauto für die Baustelle schlau finanzieren. Für weitere Wege in ländlichere Regionen muss erst die Infrastruktur an Ladestellen in Europa verbessert werden.
Daneben muss auch bei der Entscheidung von Kauf- oder Leasingmodellen individuell auf die Anforderungen des Wagens geschaut werden. Ist dieser harten unvorhersehbaren Strapazen ausgesetzt, beziehungsweise muss ständig für den Baustelleneinsatz umgebaut werden, lohnt sich wohl eher ein Kauf. Lassen sich Abnutzungsrisiken eingrenzen, kann Leasing die bessere Variante darstellen, um Kosten zu sparen.
Effektiv und effizient in den Tag starten
Was Du in dieser Lektion lernen wirst:
Es fängt beim allerersten Kundenkontakt und dem Fragebogen an
Schon beim ersten Kundenkontakt gilt es möglichst viele Informationen über den Kunden und seine Wünsche herauszufinden, um optimal vorbereitet zu sein. Dafür hat Herrmann in seiner Auftragsmappe einen Fragebogen entworfen, der meist am Telefon abgearbeitet wird. Darauf sind einfache Fragen wie
- nach der Wohn- und Baustellenadresse,
- anderen beteiligten Gewerken,
- zuständigen Bauleitern und Architekten
- oder dem gewünschten Ausführungstermin enthalten.
Dieser ist wichtig, um direkt zu klären, ob in der gewünschten Zeit überhaupt Kapazitäten vorhanden sind. Außerdem musst Du wissen, wie Deine Mitarbeiter am besten auf die Baustelle gelangen und ob diese bestimmte Eigenschaften aufweist, wie zum Beispiel Altbau oder Neubau bei Wohnungen. Nur mit diesen Informationen lässt sich eine optimale Beratung des Kunden und Vorbereitung der Arbeit bewerkstelligen.
Extra Frageblatt für neue Mitarbeiter
Kommen neue Mitarbeiter hinzu oder sollen Unklarheiten bei der Abfrage des Kunden vermieden werden, lohnt sich ein zusätzliches Blatt mit offenen Fragen. Dieses dient als Gedankenstütze für Mitarbeiter, um wirklich alle nötigen Informationen vom Kunden für den nächsten Auftrag zusammenzutragen. Die beiden genannten Fragebogen mit samt den Antworten bilden das Deckblatt für die Auftragsmappe jedes Mitarbeiters. Zudem werden die Blätter digital abgespeichert und in das Büro gehängt, damit jeder sofort Zugriff hat.
Listen für Arbeitsanweisungen und Material sind unabdingbar
Nach den ersten Seiten kommen Arbeitsanweisungen, die aus den Leistungsvorschlägen des Handwerksbetriebes abgeleitet sind. Nach Belieben können die Anweisungen individuell auf bestimmte Mitarbeiter angepasst werden, falls speziellere Aufgaben nötig sind. Neben den Arbeitsanweisungen reihen sich Materiallisten ein, um fehlendes Werkzeug und Material auf der Baustelle zu vermeiden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass Mitarbeiter nur Datum und Menge eintragen müssen, damit es so übersichtlich wie möglich gestaltet wird.
Skizzen, Aufmaße und Arbeitszeiterfassung per QR-Code
Wichtig in der Auftragsmappe sind außerdem Skizzen und Aufmaße der Baustelle, falls diese schon im Voraus angefertigt worden sind. Besonders ist bei Udo Herrmann zudem die Arbeitszeiterfassung. Erfasst wird sie nämlich per QR-Codes auf einem weiteren Blatt in der Auftragsmappe. Dabei gibt es Codes für den Kunden an sich und für bestimmte Arbeitsschritte. So können Arbeitszeiten genauer erfasst werden und für die Nachkalkulation herangezogen werden. Der Mitarbeiter scannt morgens mit seinem Smartphone den QR-Code des Kunden, um sich einzuloggen und beendet den Vorgang, wenn er Feierabend macht. Die Arbeitszeiterfassung ist übrigens nun auch in der Craftnote Handwerker App möglich.
Umgesetzt sieht das System von Experte Udo Herrmann dann wie folgt aus
Die Mitarbeiter schauen über ihren Outlook-Kalender was für den Tag oder in der Woche ansteht, nehmen sich darauf die passende Auftragsmappe und fahren dann informiert und gut vorbereitet zur Baustelle. Wichtig ist aber, möglichst viele Informationen beim ersten Kundenkontakt abzufragen und sicherzustellen, dass diese auch beim Mitarbeiter ankommen.
Bei Rückfragen zum Thema, nutze einfach die angegebenen Kontaktmöglichkeiten von Udo Hermann.
Besprechungen optimal gestalten und vorbereiten
In diesem Artiekel:
- In vielen Handwerksbetrieben wird mehr übereinander als miteinander gesprochen
- Mit einer strategischen Besprechung kürzer und dennoch effektiver vorbereiten
- Checklisten und Leitfäden bringen die nötige Übersicht
- Mit dem Leitfaden zur erfolgreichen Besprechung
- Durch Zusatzspalten wichtige Informationen auf einen Blick
In vielen Handwerksbetrieben wird mehr übereinander als miteinander gesprochen
Oft werden Besprechungen mit den Mitarbeitern vor oder während des Arbeitstages zwischen Tür und Angel getroffen. In der Hektik können wichtige Informationen oder bestimmte Arbeitsanweisungen vergessen werden. Das führt zu Fehlern und Missverständnissen bei der Arbeit, was sich wiederum auf die Motivation aller niederschlägt. Unser Experte Udo Herrmann überlegt deswegen genau, wie er welche Besprechungen und Baustellen vorbereitet.
Mit einer strategischen Besprechung kürzer und dennoch effektiver vorbereiten
Aus großen Firmen ist bekannt, dass viel Zeit in Teambesprechungen investiert wird. Doch oft sind die häufigen Meetings nicht zielführend und kosten unnötig Zeit und Nerven. Udo Herrmann hat deswegen eine Strategie entwickelt, um Besprechungen so informativ und zielführend wie möglich zu gestalten und an der sich jeder Handwerksunternehmer schnell orientieren kann. Dabei unterscheidet er zwei Formen der Besprechung:
- Zum einen für kleine und einfache Baustellen, die meist im Stehen durchgeführt werden.
- Zum anderen für anspruchsvolle und große Projekte, für die mehr Zeit eingeplant werden muss.
Größere Besprechungen benötigen größere Planungen, für die bis zu einer Stunde eingerechnet werden. Hierfür ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen, alle Arbeitsanweisungen abzusegnen oder mit dem Angebot die Kundenwünsche zu erfüllen
Checklisten und Leitfäden bringen die nötige Übersicht
Wichtig ist es, sich vor und während der Besprechung zu fragen „Wer kann zu einem guten Ergebnis beitragen?“ Dazu hat Udo Herrmann Checklisten und Leitfäden für eine gute Besprechung erstellt. Unter den Punkten der Checkliste ist die neben der vorher genannten Frage außerdem zu klären:
- Mit welchem Ergebnis wollen wir nach der Besprechung auseinander gehen?
- Was ist das Ziel des Projektes und wer kann etwas dazu beitragen?
Werden nicht alle Handwerker oder Abteilungen gebraucht, müssen diese auch nicht an der Besprechung teilnehmen, sondern können sich anderen Dingen widmen. Wichtig ist außerdem Besprechungen gut vorzubereiten.
Somit werden Mitarbeiter nicht komplett überrascht, wenn sie zur Besprechung kommen. Bei Herrmann passiert das am Schwarzen Brett, bei dem seine Handwerker durch einen Aushang „eingeladen“ werden. Darauf sind Informationen zu finden, wie welche Mitarbeiter benötigt werden, was das Thema ist und was das Ziel des Treffens darstellt. Damit können alle produktiv am Meeting teilnehmen.
Mit dem Leitfaden zur erfolgreichen Besprechung
Mit einem Leitfaden stellt Herrmann sicher, dass auch wirklich zu einem Ergebnis gekommen und dabei nichts vergessen wird. Ohne einen Leitfaden, wie das Gespräch im Optimalfall abläuft, kann es passieren, dass Informationen vergessen, Arbeitsschritte nicht besprochen oder fehlende Mitarbeiter nicht einbezogen werden. Das Ganze wird zudem durch einen festgelegten Schreiber dokumentiert, um alle nötigen Informationen direkt abrufbar zu haben. So kann sich nebenbei der Besprechungsleiter auf das Wesentliche konzentrieren.
Durch Zusatzspalten wichtige Informationen auf einen Blick
Wichtig sind daneben die erstellten Spalten auf dem Protokoll von Udo Herrmann. Die Prioritätenspalte zum Beispiel zeigt an, welches Projekt bevorzugt fertiggestellt werden muss. Des Weiteren gibt es eine Ereignisspalte, die zeigt, welcher Mitarbeiter zu welchem Projekt eingeteilt ist. Jeder Handwerker bekommt dabei eine Farbe zugeordnet, die dann im Kalender markiert wird. So weiß jeder, was zu tun ist. Zusätzlich kann festgestellt werden, ob das jeweilige Projekt Unterstützung oder zusätzliches Material braucht.
Werden Strategie, Checklisten und Leitfäden beachtet, können Besprechungen schnell, zielführend und effektiv durchgeführt werden. Unnötiger Zeitaufwand wird vermieden und alle Informationen sind zusammengefasst mit wenigen Blicken erfassbar.




