Effektiv und effizient in den Tag starten
Was Du in dieser Lektion lernen wirst:
Es fängt beim allerersten Kundenkontakt und dem Fragebogen an
Schon beim ersten Kundenkontakt gilt es möglichst viele Informationen über den Kunden und seine Wünsche herauszufinden, um optimal vorbereitet zu sein. Dafür hat Herrmann in seiner Auftragsmappe einen Fragebogen entworfen, der meist am Telefon abgearbeitet wird. Darauf sind einfache Fragen wie
- nach der Wohn- und Baustellenadresse,
- anderen beteiligten Gewerken,
- zuständigen Bauleitern und Architekten
- oder dem gewünschten Ausführungstermin enthalten.
Dieser ist wichtig, um direkt zu klären, ob in der gewünschten Zeit überhaupt Kapazitäten vorhanden sind. Außerdem musst Du wissen, wie Deine Mitarbeiter am besten auf die Baustelle gelangen und ob diese bestimmte Eigenschaften aufweist, wie zum Beispiel Altbau oder Neubau bei Wohnungen. Nur mit diesen Informationen lässt sich eine optimale Beratung des Kunden und Vorbereitung der Arbeit bewerkstelligen.
Extra Frageblatt für neue Mitarbeiter
Kommen neue Mitarbeiter hinzu oder sollen Unklarheiten bei der Abfrage des Kunden vermieden werden, lohnt sich ein zusätzliches Blatt mit offenen Fragen. Dieses dient als Gedankenstütze für Mitarbeiter, um wirklich alle nötigen Informationen vom Kunden für den nächsten Auftrag zusammenzutragen. Die beiden genannten Fragebogen mit samt den Antworten bilden das Deckblatt für die Auftragsmappe jedes Mitarbeiters. Zudem werden die Blätter digital abgespeichert und in das Büro gehängt, damit jeder sofort Zugriff hat.
Listen für Arbeitsanweisungen und Material sind unabdingbar
Nach den ersten Seiten kommen Arbeitsanweisungen, die aus den Leistungsvorschlägen des Handwerksbetriebes abgeleitet sind. Nach Belieben können die Anweisungen individuell auf bestimmte Mitarbeiter angepasst werden, falls speziellere Aufgaben nötig sind. Neben den Arbeitsanweisungen reihen sich Materiallisten ein, um fehlendes Werkzeug und Material auf der Baustelle zu vermeiden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass Mitarbeiter nur Datum und Menge eintragen müssen, damit es so übersichtlich wie möglich gestaltet wird.
Skizzen, Aufmaße und Arbeitszeiterfassung per QR-Code
Wichtig in der Auftragsmappe sind außerdem Skizzen und Aufmaße der Baustelle, falls diese schon im Voraus angefertigt worden sind. Besonders ist bei Udo Herrmann zudem die Arbeitszeiterfassung. Erfasst wird sie nämlich per QR-Codes auf einem weiteren Blatt in der Auftragsmappe. Dabei gibt es Codes für den Kunden an sich und für bestimmte Arbeitsschritte. So können Arbeitszeiten genauer erfasst werden und für die Nachkalkulation herangezogen werden. Der Mitarbeiter scannt morgens mit seinem Smartphone den QR-Code des Kunden, um sich einzuloggen und beendet den Vorgang, wenn er Feierabend macht. Die Arbeitszeiterfassung ist übrigens nun auch in der Craftnote Handwerker App möglich.
Umgesetzt sieht das System von Experte Udo Herrmann dann wie folgt aus
Die Mitarbeiter schauen über ihren Outlook-Kalender was für den Tag oder in der Woche ansteht, nehmen sich darauf die passende Auftragsmappe und fahren dann informiert und gut vorbereitet zur Baustelle. Wichtig ist aber, möglichst viele Informationen beim ersten Kundenkontakt abzufragen und sicherzustellen, dass diese auch beim Mitarbeiter ankommen.
Bei Rückfragen zum Thema, nutze einfach die angegebenen Kontaktmöglichkeiten von Udo Hermann.
Besprechungen optimal gestalten und vorbereiten
In diesem Artiekel:
- In vielen Handwerksbetrieben wird mehr übereinander als miteinander gesprochen
- Mit einer strategischen Besprechung kürzer und dennoch effektiver vorbereiten
- Checklisten und Leitfäden bringen die nötige Übersicht
- Mit dem Leitfaden zur erfolgreichen Besprechung
- Durch Zusatzspalten wichtige Informationen auf einen Blick
In vielen Handwerksbetrieben wird mehr übereinander als miteinander gesprochen
Oft werden Besprechungen mit den Mitarbeitern vor oder während des Arbeitstages zwischen Tür und Angel getroffen. In der Hektik können wichtige Informationen oder bestimmte Arbeitsanweisungen vergessen werden. Das führt zu Fehlern und Missverständnissen bei der Arbeit, was sich wiederum auf die Motivation aller niederschlägt. Unser Experte Udo Herrmann überlegt deswegen genau, wie er welche Besprechungen und Baustellen vorbereitet.
Mit einer strategischen Besprechung kürzer und dennoch effektiver vorbereiten
Aus großen Firmen ist bekannt, dass viel Zeit in Teambesprechungen investiert wird. Doch oft sind die häufigen Meetings nicht zielführend und kosten unnötig Zeit und Nerven. Udo Herrmann hat deswegen eine Strategie entwickelt, um Besprechungen so informativ und zielführend wie möglich zu gestalten und an der sich jeder Handwerksunternehmer schnell orientieren kann. Dabei unterscheidet er zwei Formen der Besprechung:
- Zum einen für kleine und einfache Baustellen, die meist im Stehen durchgeführt werden.
- Zum anderen für anspruchsvolle und große Projekte, für die mehr Zeit eingeplant werden muss.
Größere Besprechungen benötigen größere Planungen, für die bis zu einer Stunde eingerechnet werden. Hierfür ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen, alle Arbeitsanweisungen abzusegnen oder mit dem Angebot die Kundenwünsche zu erfüllen
Checklisten und Leitfäden bringen die nötige Übersicht
Wichtig ist es, sich vor und während der Besprechung zu fragen „Wer kann zu einem guten Ergebnis beitragen?“ Dazu hat Udo Herrmann Checklisten und Leitfäden für eine gute Besprechung erstellt. Unter den Punkten der Checkliste ist die neben der vorher genannten Frage außerdem zu klären:
- Mit welchem Ergebnis wollen wir nach der Besprechung auseinander gehen?
- Was ist das Ziel des Projektes und wer kann etwas dazu beitragen?
Werden nicht alle Handwerker oder Abteilungen gebraucht, müssen diese auch nicht an der Besprechung teilnehmen, sondern können sich anderen Dingen widmen. Wichtig ist außerdem Besprechungen gut vorzubereiten.
Somit werden Mitarbeiter nicht komplett überrascht, wenn sie zur Besprechung kommen. Bei Herrmann passiert das am Schwarzen Brett, bei dem seine Handwerker durch einen Aushang „eingeladen“ werden. Darauf sind Informationen zu finden, wie welche Mitarbeiter benötigt werden, was das Thema ist und was das Ziel des Treffens darstellt. Damit können alle produktiv am Meeting teilnehmen.
Mit dem Leitfaden zur erfolgreichen Besprechung
Mit einem Leitfaden stellt Herrmann sicher, dass auch wirklich zu einem Ergebnis gekommen und dabei nichts vergessen wird. Ohne einen Leitfaden, wie das Gespräch im Optimalfall abläuft, kann es passieren, dass Informationen vergessen, Arbeitsschritte nicht besprochen oder fehlende Mitarbeiter nicht einbezogen werden. Das Ganze wird zudem durch einen festgelegten Schreiber dokumentiert, um alle nötigen Informationen direkt abrufbar zu haben. So kann sich nebenbei der Besprechungsleiter auf das Wesentliche konzentrieren.
Durch Zusatzspalten wichtige Informationen auf einen Blick
Wichtig sind daneben die erstellten Spalten auf dem Protokoll von Udo Herrmann. Die Prioritätenspalte zum Beispiel zeigt an, welches Projekt bevorzugt fertiggestellt werden muss. Des Weiteren gibt es eine Ereignisspalte, die zeigt, welcher Mitarbeiter zu welchem Projekt eingeteilt ist. Jeder Handwerker bekommt dabei eine Farbe zugeordnet, die dann im Kalender markiert wird. So weiß jeder, was zu tun ist. Zusätzlich kann festgestellt werden, ob das jeweilige Projekt Unterstützung oder zusätzliches Material braucht.
Werden Strategie, Checklisten und Leitfäden beachtet, können Besprechungen schnell, zielführend und effektiv durchgeführt werden. Unnötiger Zeitaufwand wird vermieden und alle Informationen sind zusammengefasst mit wenigen Blicken erfassbar.
5 Baustellentransporter für das Handwerk mit Förderprämie.
In diesem Artikel:
- Der vielseitige „Ford Transit Custom“ Hybrid.
- Zuverlässig nicht nur als Diesel: der „Mercedes E-Vito“.
- Die Alternative: Elektroumbau mit dem „Quantron Q-LI“.
- Die Qual der Wahl bei den großen Schwestermodellen „VW ECrafter“ und „MAN eTGE“.
- Der aussichtsreiche Exot mit Brennstoffzelle „Renault Master Z.E. Hydrogen“
Immer striktere Abgasvorschriften und drohende Fahrverbote in Innenstädten fördern emissionsarme Motoren bei Nutzfahrzeugen wie Transportern im Handwerk. Für Betriebe ergibt sich daraus eine zunehmend größere Produktpalette, da die Hersteller vermehrt mit Hybrid- oder reinen Elektrovarianten ihrer Modelle auf den Markt drängen. Diese waren anfangs jedoch deutlich teurer in der Anschaffung und der Benutzung.
Heutzutage sind diese Modelle durch staatliche Förderung wie der „Bafa – Liste für förderfähige Elektrofahrzeuge“ und neue Technologien absolut konkurrenzfähig. Der Trend scheint in Richtung Elektrofahrzeug und Umweltschutz zu gehen, da immer mehr Hersteller auf diesen Zug aufspringen. Wir zeigen dir die effizientesten und interessantesten Baustellentransporter in diesem Jahr.
Dafür ziehen wir die Fahrzeuge aus den Gewichtskategorien der 2,8 und 3,5 Tonnen Klasse heran, da diese im Handwerk am gängigsten sind. Alle Modelle stehen zudem auf der bereits genannten Liste für förderfähige Elektrofahrzeuge des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.
Der vielseitige „Ford Transit Custom“ Hybrid.
Mit der kleineren Variante des Transporters, dem Modell „Transit Custom“, baut Ford einen vielseitigen Wagen in der Klasse bis 2,8 Tonnen Gesamtgewicht. Vielseitigkeit ist hier die größte Stärke, da es den Transit Custom in verschiedenen Ausführungen gibt, damit für jedes Gewerk etwas dabei ist. Dabei gibt es Karosserien vom Kastenwagen bis hin zur Doppelkabine mit zwei verschiedenen Dachhöhen und Radständen.
Die zulässigen Nutzlasten variieren nach Modell bis zu circa 1380 Kilogramm und einem Ladevolumen von bis zu gut 6 Kubikmetern. Um die Emissionen und den Kraftstoffverbrauch, um 8 Prozent zu senken, gibt es eine „Mild-Hybrid“ Version, die den 2 Liter Diesel Motor beim Anfahren und Stoppen elektrisch unterstützt. Hierbei ist laut Hersteller ein Verbrauch von 6 bis 8 Litern pro 100 Kilometer angegeben, bei Motorleistungen von 77 kW (105 PS) bis 125 kW (170 PS) sowie einem Preis ab 33.000 Euro.
Wer mit seinem Betriebsfahrzeug häufig in Innenstädten unterwegs ist, wo es öfter Elektroladesäulen gibt, kann zudem die „Plug-In-Hybrid“ Variante des Transit Custom mit Elektromotor in Betracht ziehen. Dieser hat rein elektrisch eine Reichweite von 50 Kilometern, kann aber durch die Zuschaltung des 1-Liter-Dieselmotors insgesamt rund 500 Kilometer fahren. Aufgeladen ist der Wagen an normalen Ladestellen in gut 4 Stunden. Den Plug-in-Hybrid gibt es von Ford in zwei Ausführungen mit jeweils 120 km/h Spitzengeschwindigkeit: Als Kastenwagen ab 48.000 Euro und als Kombi-Pkw ab 52.805 Euro. Ein Vorteil liegt hier aber beim kombinierten Spritverbrauch von rund 3,5 Litern pro 100 Kilometern bei effizienter Fahrweise.
Zuverlässig nicht nur als Diesel: der „Mercedes E-Vito“.
Auch der E-Vito von Mercedes eignet sich für wiederkehrende oder vergleichbare Routen beispielsweise in Innenstädten. Denn neben der zuverlässigen Dieselvariante kommt die reine Elektroausführung in der Kategorie der 2,8 Tonnen Gewichtsklasse hinzu. Zwar pendelt sich die Reichweite des E-Vito je nach Fahrstil zwischen 156 und 186 Kilometer ein, dafür steht er mit 1100 Kilogramm Nutzlast und 6 bis 6,6 Kubikmeter Ladevolumen seinem Dieselebenbild um nicht viel nach. Ein Vorteil hier, Mercedes bietet unzählige Ausstattungsmöglichkeiten an, um das optimale Baustellenfahrzeug für Deinen Betrieb zu bekommen. Zudem sind mit den 85 KW (116) bis zu 140 km/h möglich, was ihn von anderen Modellen abhebt.
Die Stärke des Motors lässt sich außerdem bequem am Lenkrad einstellen, um eine sparsame Fahrweise zu ermöglichen. Um einen Rundum-Service beim Ladevorgang und dem Baustellenfahrzeug selbst zu gewährleisten, bietet Mercedes das „eVan Ökosystem“ für vernetzte Ladeinfrastruktur, Ladedienste und Wartung an. Zu haben ist Transporter für Handwerker ab 45.000 Euro.
Die Alternative: Elektroumbau mit dem „Quantron Q-LI“.
Die Gersthofener Quantron AG in der Nähe von Augsburg, hat sich dem Credo der „Schaffung einer sauberen und gesünderen Welt verschrieben.“ Sie gehört zur Haller GmbH, einem Spezialisten für Nutzfahrzeug. Am Q-Li lässt sich die Firmenstrategie gut erkennen, gebrauchte oder neue Transporter von Verbrennungs- auf Elektromotoren umzubauen. Das Modell von Quantron baut dabei auf dem „Iveco Daily“ auf. Somit ist der Elektroumbau auch in den Gewichtseinteilungen von 3,5 bis 7,2 Tonnen und den Ausführungen Pritschen-, Koffer- und Kastenwagen erhältlich.
Die Nutzlast schwankt bei den kleineren Modellen zwischen 800 und 1300 Kilogramm und größeren Pritschen zwischen 3200 und 4000 Kilogramm. Beachtlich ist außerdem die Leistung der Elektromotoren sowie deren Reichweiten mit bis zu 147 KW (200 PS) und 250 Kilometer.
Ein weiterer Pluspunkt, Quantron bietet neben den Autos auch passende Schnellladesäulen, Analyse-Apps und grünen Strom für den Kunden an. Damit verringert sich die Ladezeit auf 2 Stunden. Falls etwas kaputt geht oder gewartet werden muss, stehen in Europa 700 Partnerwerkstätten zur Verfügung. Die Elektromodelle sind ab circa 68.000 Euro zu haben. Wem das zu viel ist, kann auf die Hybrid-Umbauten für rund 37.000 Euro zurückgreifen.
Die Qual der Wahl bei den großen Schwestermodellen „VW ECrafter“ und „MAN eTGE“.
Auf den ersten Blick lassen sich die Formen der Schwestermodelle „ECrafter“ und „eTGE“ des Mutterkonzerns VW kaum unterscheiden. Auf technischer Seite noch weniger, denn unter beiden Motorhauben steckt ein 1-Gang-Automatikmotor. Allerdings stehen beide Elektroausführungen in der Gewichtsklasse von 3,5 Tonnen, wie die klassischen Dieselmodelle für die Baustelle, für solide Verarbeitung und Technik. Dabei sind die Kastenwagen in drei verschiedenen Längen (5,9 m; 6,8 m; 7,3 m) erhältlich.
Da die Batterien unter der Ladefläche verstaut sind, lassen sich 10,7 Kubikmeter Ladevolumen und eine Nutzlast von knapp 1000 Kilogramm erreichen. Ein Pluspunkt ist außerdem das „e-Charge Programm“ was Dir ermöglicht öffentliche Ladestationen in Deutschland und dem EU-Ausland zu nutzen. Als Extra gibt es beim Kauf des Baustellenfahrzeugs zusätzlich einen Umweltbonus von 5000 Euro. Allerdings sind die Elektrovarianten im Vergleich zu anderen Herstellern nur als Kastenwagen mit Hochdach zu erwerben.
Der aussichtsreiche Exot mit Brennstoffzelle „Renault Master Z.E. Hydrogen“
Schon seit 2018 gibt es den Renault Master auch als emissionsfreie (Z.E.: Zero Emissions) Elektroversion in der 3,5 Tonnen Gewichtsklasse. Der Kastenwagen ist zum jetzigen Zeitpunkt mit 3 verschiedenen Radständen zu erwerben und stellt mit dem soliden hauseigenen 57 KW (76 PS) Motor ein Baustellentransporter für kleinere Strecken dar. Die Reichweite ist mit 120 Kilometern etwas geringer als bei den anderen Herstellern.
Dafür hält der Master bei einem Ladevolumen von über 10,8 Kubikmeter und gut 1200 Kilogramm Nutzlast locker mit seinen Konkurrenten schritt. Auch die elektronischen Windstabilitäts- und Anhängerassistenten können überzeugen. Noch interessanter wird es allerdings in diesem Jahr mit der Hydrogen-Version des Renault.
Der Hersteller kündigte nämlich eine Variante mit Wasserstoffbrennzelle an, die die Elektrobatterien unterstützen sollen und so die Reichweite auf 350 Kilometer anheben. Außerdem ist die Brennzelle weniger anfällig gegen Kälte, was der Langlebigkeit der Akkus zugutekommt. Wann genau diese geniale Ausführung auf den Markt kommen wird, ist allerding nicht bekannt. Dafür ist der normale Master Z.E. ab 59.000 Euro zu haben.



