Handwerk: Wie Sie Mitarbeiter richtig motivieren
In diesem Artikel:
Ein hoher Krankenstand, Fehlzeiten und eine schlechte Arbeitsorganisation sind Anzeichen für mangelhafte Motivation im Betrieb. Achten Sie darauf und investieren Sie etwas Zeit, denn das wichtigste Kapital sind die Mitarbeiter. Bei diesen kommt man heute mit altbackenen Methoden nicht mehr weit.
Mitarbeitermotivation
Anerkennung ist die wichtigste Triebfeder für viele Angestellte. Diese drückt sich nicht nur in guter Bezahlung aus, sondern vor allem auch in einem aufrichtigen Lob. Aber richtiges Loben ist nicht jedermanns Sache. Beachten Sie die folgenden Leitlinien.
Ein Lob muss ehrlich sein. Wenn Sie übertrieben oder zu oft loben, werden Sie nicht mehr ernst genommen. Ein Lob sollte zudem rechtzeitig erfolgen. Sonst entsteht leicht der Eindruck, dass die Leistung erst von einem Dritten bemerkt wurde. Gehen Sie bei einem Lob auf die konkrete Leistung ein, stellen Sie die Besonderheiten der Arbeitsleistung heraus und begründen Sie so die Anerkennung. Richten Sie Ihrem Mitarbeiter aus, wenn Kollegen oder Kunden sich positiv über seine Leistung äußern. Das gilt auch dann, wenn Sie selbst nicht unbedingt ganz zufrieden damit sind.
Ein Lob muss ehrlich sein.
Wenn Ihr Team gute Arbeit gemacht hat, loben Sie am besten das gesamte Team. Zeigen Sie den Beteiligten, wie sehr Sie die gute Zusammenarbeit schätzen. Stellen Sie dabei nicht die Arbeit einzelner in den Mittelpunkt. Denn in den meisten Fällen fördert das nicht das gute Klima im Team. Ein weiterer wichtiger Punkt liegt in der Kreativität. Lassen Sie sich besondere Belohnungen für ihre Mitarbeiter einfallen. Organisieren Sie zum Beispiel einen ungewöhnlichen Betriebsausflug oder eine kleine Aufmerksamkeit bei einer herausragenden Leistung. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie ihren Einsatz zu schätzen wissen.
Chefsache Motivation
Viele Chefs wissen nicht so genau um die Kraft der Motivation. Worauf Sie achten sollten, haben wir in den folgenden fünf Punkten zusammengestellt.
1 Anerkennung
Anerkennung wünscht sich die Mehrheit der Angestellten am meisten. Sie kann mit oder ohne Worte ausgedrückt werden, materiell oder immateriell. Wichtig ist dabei nicht nur der Wert der Belohnung, sondern auch die Geste. Es gehört zur sozialen Kompetenz des Chefs, angemessene Anerkennung zu zeigen.
2 Mitarbeitergespräche
Gespräche mit Angestellten sollten eine feste Größe im Betrieb darstellen. Im Rahmen dieser Gespräche wird über Ziele, Stärken und Schwächen geredet und den Mitarbeitern Möglichkeiten aufgezeigt. Drücken Sie Ihren Mitarbeitern nicht einfach Ihre Vorstellungen auf, sondern räumen Sie Mitspracherechte ein und fragen Sie Ihre Mitarbeiter nach deren Meinung. Kurz gesagt: Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter ernst und zeigen Sie Ihnen das auch.
3 Delegation
Wenn Sie Arbeit delegieren können, zeigen Sie damit, dass Sie Ihren Mitarbeitern vertrauen. Das ist ein bedeutender Faktor für die Motivation. Jedoch sollten Sie die Personalführung nicht delegieren. Gegenüber Dritten tragen Sie als Chef ohnehin die Verantwortung.
4 Geld und Statussymbole
Der Arbeitslohn steht zwar nicht ganz oben auf der Wunschliste von Angestellten, aber auch sie stellt einen Motivationsfaktor dar und sollte leistungsgerecht erfolgen. Handys und Dienstwagen oder Luxusgeschenke sollten an eindeutige und transparente Bedingungen geknüpft sein, damit kein Neid entsteht. Ihre motivierende Wirkung besteht in der Erhöhung der Verbundenheit mit der Firm.
5 Mit innovativen Tools zum modernen Arbeitgeber werden
Mit einer App für Handwerker zum Beispiel, ist eine einfache Dokumentation und Kommunikation zwischen allen Mitarbeitern im Team möglich – verbessert den Austausch und Zusammenhalt im Team. Mit der „Craftnote App“ können Absprachen mit Lieferanten, Bauherren und anderen Geschäftspartnern einfach geführt und nachweislich festgehalten werden. Stundenzettel und andere Unterlagen können eingescannt, der Arbeitsstand kann schnell erfasst und rechtssicher dokumentiert und alle Informationen an Baustelle und Büro weitergegeben werden. Verlorene Papierzettel auf der Baustelle haben bald ein Ende.
Durch die einfache Bedienung fühlen sich die Mitarbeiter nicht überfordert, sondern angesprochen – denn das Produkt ist extra auf die Handwerker auf der Baustelle zugeschnitten. Mit moderner Handware und praktischen Handwerker Apps werden vor allem auch junge und technikbegeisterte Handwerker sowie Azubis angesprochen.
Wie Sie als Unternehmer im Handwerk ein gutes Gesundheitsmanagement gestalten
In diesem Artikel:
- Gesundheitsmanagement im Handwerk: Worauf kommt es an?
- Was ist betriebliches Gesundheitsmanagement?
- Gesundheitsfördernde Maßnahmen: Investitionen, die sich auszahlen.
- Wodurch kennzeichnet sich ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement?
- Impulse setzen und Interesse an Gesundheitsthemen wecken.
- Fazit
Gesundheitsmanagement im Handwerk: Worauf kommt es an?
Die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern ist im Interesse jedes Unternehmens, denn Arbeitsausfälle durch Krankheit verursachen innerbetriebliche Probleme und nicht zuletzt Kosten. In den meisten größeren Firmen gehört ein gut durchdachtes Gesundheitsmanagement deshalb zum selbstverständlichen Standard. Anders sieht es bei kleinen und mittelständischen Betrieben aus. Insbesondere im Handwerk besteht Nachholbedarf. Doch lohnt sich Gesundheitsmanagement auch für kleinere Handwerksbetriebe? Wie unterstützt man die Mitarbeitergesundheit und welche Maßnahmen sind sinnvoll? Wir haben nachfolgend die wesentlichen Fakten für Sie zusammengestellt.
Was ist betriebliches Gesundheitsmanagement?
Betriebliches Gesundheitsmanagement umfasst die Gestaltung, Steuerung und Weiterentwicklung von betrieblichen Strukturen sowie Prozessen zugunsten der Gesundheitsförderung aller Beschäftigten. Demzufolge ist dieser Bereich Chefsache oder zumindest eine Aufgabe für Führungsverantwortliche. So sind gründliche Analysen erforderlich, in welche Gesundheitsbereiche investiert werden soll. Bei der Integration in den Betrieb sollten die finanziellen Mittel für die Förderung allerdings nicht zu knapp kalkuliert werden, da Kontinuität eine wichtige Rolle spielt, um die Mitarbeiter effektiv und langfristig in Gesundheitsprogramme einzubinden.
Regelmäßige Überprüfungen und Erfolgsmessungen sollten ebenfalls erfolgen. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, ob und in welchem Umfang die Beschäftigten ein bestimmtes Angebot zur Gesundheitsförderung nutzen, sodass im Falle mangelnder Akzeptanz rasch nachgebessert werden kann.
Gesundheitsfördernde Maßnahmen: Investitionen, die sich auszahlen.
Wer sich um die Gesundheit seiner Mitarbeiter kümmert und aktives Gesundheitsmanagement betreibt, profitiert in vielfacher Weise. So verringern sich zum einen die Ausgaben für Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall. Zum anderen steigt die Mitarbeiterzufriedenheit, wenn Unternehmer die Bereitschaft zeigen, gesundheitsfördernde Maßnahmen zu finanzieren.
Nicht zuletzt ergibt sich daraus ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz, wenn es um die Mitarbeiterbindung und um Neueinstellungen geht. Vor dem Hintergrund des auch im Handwerk herrschenden Fachkräftemangels kommt diesem Aspekt hohe Bedeutung zu.
Wodurch kennzeichnet sich ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement?
Die Einhaltung der Vorgaben des Arbeitsschutzes wie etwa die Bereitstellung von spezieller Sicherheitskleidung (z. B. Sicherheitshelme oder -handschuhe) bildet die Basis des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten im Handwerk. Auch mit der ergonomischen Gestaltung jedes Arbeitsplatzes und der Optimierung von Arbeitsabläufen lassen sich einige Gesundheitsvorteile erreichen. Gezielte Gesundheitsförderung geht jedoch weit darüber hinaus.
Ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement kennzeichnet sich unter anderem dadurch, dass die Beschäftigten – um die es schließlich geht – in die Planung und Durchführung einbezogen werden. Zum einen erfahren Mitarbeiter dadurch eine persönliche Wertschätzung, zum anderen erhöht sich die innerbetriebliche Akzeptanz von gesundheitsfördernden Maßnahmen.
Es ist außerdem wichtig, alle Mitarbeiter rechtzeitig zu informieren, wenn es auf die Einhaltung bestimmter Fristen für eine Maßnahme ankommt.
Es ist außerdem wichtig, alle Mitarbeiter rechtzeitig zu informieren, wenn es auf die Einhaltung bestimmter Fristen für eine Maßnahme ankommt. So kann der Hinweis auf die Möglichkeit einer Grippeschutzimpfung frühzeitig und gut sichtbar am Schwarzen Brett platziert werden. Die Übernahme der Kosten wird vermutlich dazu beitragen, dass die Mitarbeiterbeteiligung hoch ausfällt.
Wer einen Handwerksbetrieb führt und sich im Herbst oder Winter mit weniger Krankmeldungen aufgrund grippaler Infekte konfrontiert sehen möchte, sollte Ausgaben für Schutzimpfungen einplanen, zumal sich diese Kosten schnell amortisieren.
Impulse setzen und Interesse an Gesundheitsthemen wecken.
Ebenfalls wichtig für ein gut funktionierendes Gesundheitsmanagement ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Körper, Geist und Seele umfasst und somit breit angelegt ist. Dabei sind einmalige größere Aktionen eher ungeeignet, denn es kommt auf regelmäßige, abwechslungsreiche Angebote an, mit denen sich eine gewisse Kontinuität der Mitarbeiterbeteiligung verbindet. Es steht eine Vielzahl von Maßnahmen zur Auswahl wie etwa die folgenden:
Sport (z. B. Beteiligung an den Kosten für ein Fitnessstudio-Abo)
Schulungen zur Rückengesundheit
Vorträge (z. B. Ernährungsberatung als Veranstaltung im Betrieb)
Einrichtung von Ruheräumen für Pausen (mit Liegemöglichkeiten)
Schnupperkurse (z. B. Yoga oder Stressabbau)
Einbindung von mobilen Physiotherapeuten (z. B. wöchentliche medizinische Massagen)
Fazit
Ein weiteres Plus: Die Kosten lassen sich in der Regel steuerlich geltend machen.
Menschen, die für Gesundheitsthemen sensibilisiert sind, achten im Normalfall mehr auf sich. Auch aus diesem Grunde zahlt sich ein gut funktionierendes betriebliches Gesundheitsmanagement aus. So profitieren Handwerksbetriebe von gesünderen, leistungsfähigeren und motivierteren Mitarbeitern, sodass die Investitionen für gesundheitsfördernde Maßnahmen in einem sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen. Ein weiteres Plus: Die Kosten lassen sich in der Regel steuerlich geltend machen.
Worauf Handwerksbetriebe bei der Auswahl ihres Steuerberaters achten sollten. (Teil 1/2)
In diesem Artikel:
Steuerberater für Handwerksbetriebe: Worauf kommt es an?
Für größere Unternehmen gehört die Einbindung einer Steuerberatungskanzlei, die auf die jeweilige Branche spezialisiert ist, in der Regel zu den unternehmerischen Selbstverständlichkeiten. Anders sieht es bei KMU, Start-ups, Existenzgründern und Solo-Selbstständigen aus. Oft herrscht hier die Ansicht vor, dass eine allgemeine steuerrechtliche Beratung ausreicht, die jeder Steuerberater erbringen kann.
Wer bereits einen Handwerksbetrieb führt oder sich als Handwerker selbstständig machen möchte, ist jedoch gut beraten, wenn ihm ein erfahrener Experte zur Seite steht, der über branchenspezifisches steuerrechtliches Know-how verfügt. Doch welche Vorteile bieten sich damit und worauf sollten Sie bei der Auswahl Ihres Steuerfachmanns achten? Wir haben die wichtigsten Aspekte und hilfreiche Tipps nachfolgend für Sie zusammengestellt.
Steuern sparen: Kosten senken, Gewinne erhöhen.
Klempner, Schreiner,
Maler, Dachdecker
oder Bäcker unternehmerisch aktiv sind,
effizientes Arbeiten erweist sich heute als wichtiger denn je, um das wirtschaftliche Überleben sicherzustellen. So wächst der Konkurrenzdruck stetig – auch durch Billiganbieter, Franchise-Ketten und die Schnäppchenmentalität vieler unserer Zeitgenossen.
Beim Thema Steuern sollten Sie deshalb nichts dem Zufall überlassen, sondern einen spezialisierten Berater engagieren, der die relevanten Steuergesetze stets im Blick behält. So gibt es für das Handwerk zahlreiche steuerrechtliche Besonderheiten, die es ermöglichen, die Steuerlast zu senken, langfristig bares Geld zu sparen und die Gewinne somit zu erhöhen. Zugleich verschaffen Sie sich dank niedrigerer Kosten einen Vorteil gegenüber konkurrierenden Unternehmen.
Zeitaufwendige, fachfremde Aufgaben auslagern: mehr Zeit für Kunden.
Wenn Sie Ihrem Steuerberatungsbüro Aufgaben wie etwa die Lohn- oder Finanzbuchhaltung übertragen, resultieren daraus natürlich Kosten. Dennoch kann es sinnvoll sein, solche zeitintensiven, regelmäßigen Arbeiten auszulagern, die nichts mit Ihrem Kerngeschäft zu tun haben. Dazu gehört auch die Erstellung des Jahresabschlusses, der aufgrund der vielschichtigen Rechtslage außerdem viele Klippen enthält, die Laien oft nicht sicher umschiffen können.
Mit der Hinzuziehung eines versierten Steuerfachmanns verschwenden Sie keine Energie für lästige Nebentätigkeiten und steigern damit zugleich Ihre Arbeitseffizienz, da Sie Zeit gewinnen für die Erledigung von Aufträgen Ihrer Kunden. Im Ergebnis eröffnet die Delegierung zeitfressender Aufgaben somit die Chance auf höhere Einnahmen, sodass sich ein vorteilhaftes Kosten-Nutzen-Verhältnis ergibt.
Langfristige Zusammenarbeit empfehlenswert.
Allerdings benötigt fast die Hälfte der Betriebe zwei Anläufe, bis der richtige Partner gefunden ist.
Wer langfristig mit einer auf das Handwerk spezialisierten Steuerberatungskanzlei zusammenarbeitet, kommt in den Genuss von weiteren Vorteilen. Da die Experten den Betrieb kontinuierlich betreuen, können sie beispielsweise frühzeitig Alarm schlagen, wenn sich anhand der Kennzahlen eine finanzielle Schieflage abzeichnet. Sie leisten Hilfestellung wie etwa mit der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben und Prüfung auf Einsparpotenziale. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Handwerker und Steuerkanzlei bildet dabei die Basis.
Allerdings benötigt fast die Hälfte der Betriebe zwei Anläufe, bis der richtige Partner gefunden ist, so das Ergebnis einer Studie des deutschen Steuerberatungsverbandes. Die Gründe für Unzufriedenheit und den Wechsel zu einer anderen Kanzlei reichen von zu langer Bearbeitungsdauer und mangelndem Engagement über nicht nachvollziehbare Beratung bis hin zu einem gestörten Vertrauensverhältnis.
Weitere nützliche Tipps gibt es dann im 2. Teil, wofür wir einen Steuerberater hinzugezogen haben.


