5 Gründe Warum WhatsApp im Handwerk vermieden werden sollte
Der im privaten Umfeld beliebte Messenger WhatsApp wird häufig im geschäftlichen Bereich genutzt, darunter auch von Handwerksbetrieben. Experten haben festgestellt, dass der Einsatz nicht nur fahrlässig, sondern in Bezug auf den Datenschutz vielfach gar nicht zulässig ist. Eine professionelle Handwerker App gilt hier als sinnvolle und gesetzlich akzeptable Lösung. Sie könnte außerdem auch in Sachen Stundenzettel und Arbeitszeiterfassung auf der Baustelle ideal geeignet sein und eine umfassende Filter- und Suchfunktion bieten.
Die nachfolgenden Gründe zeigen, warum die geschäftliche Benutzung von WhatsApp mit Vorsicht betrachtet werden sollte.
1. Weitergabe personenbezogener Daten
Auch bei dieser Form der Übertragung hat WhatsApp Zugriff auf Kundendaten, für die keine Genehmigung vorliegt.
Die aktuellen Richtlinien der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sehen den unbedingten Schutz sogenannter personenbezogener Daten vor. Hierzu gehören auch die Kundendaten. Sofern keine ausdrückliche Einwilligung eines jeden einzelnen Kunden vorliegt, dürfen dessen Daten nicht weitergegeben werden. WhatsApp hingegen ist bekannt dafür, auf alle vorhandenen Kontaktdaten des Nutzers zuzugreifen. Dazu zählen ebenso all jene Personen, die gar nicht selbst Nutzer des Messengers sein müssen. Häufig werden auf der Baustelle Fotos von Dokumenten mit kundenbezogenen Daten gemacht und verschickt. Auch bei dieser Form der Übertragung hat WhatsApp Zugriff auf Kundendaten, für die keine Genehmigung vorliegt.
2. Sicherheitslücke bei der Datenübertragung
Der Messenger WhatsApp gehört zum Unternehmen Facebook. IT-Fachleute haben in der jüngsten Vergangenheit darauf hingewiesen, dass WhatsApp eine schwerwiegende Sicherheitslücke aufweist. Bei dieser konnten die Inhalte des Messengers unmittelbar auf dem Smartphone im Hintergrund ausgelesen werden. Die Adressen, zu der die ausgelesenen Daten weitergeleitet werden können, sind dabei nicht bekannt.
IT-Fachleute haben in der jüngsten Vergangenheit darauf hingewiesen, dass WhatsApp eine schwerwiegende Sicherheitslücke aufweist.
Der WhatsApp Inhaber Mark Zuckerberg weist regelmäßig darauf hin, dass die App über eine sichere Verschlüsselung verfügt. Dennoch konnten Sicherheitslücken bisher nicht durchgängig vermieden werden. Wird WhatsApp anstelle einer App für Handwerker verwendet, können entsprechend auch Kundendaten ausgewertet und weiterverwendet werden.
3. Fehlender Datenschutz auch bei der Business-Version
WhatsApp ist ursprünglich für den rein privaten Bereich konzipiert worden. Mittlerweile wurde eine eigene BusinessApp entwickelt, die einige Features für den beruflichen Bereich bietet. Hierbei können Kunden via Messenger mit Unternehmen in Kontakt treten und Betriebe ihrerseits Kundenkontakte strukturieren. Problematisch bleibt der Umgang mit datenschutzrelevanten Fragen. Die rechtliche Lage ist hier eindeutig geregelt. Demnach ist jegliche Nutzung und weitere Verarbeitung von personenbezogenen Daten grundsätzlich gesetzlich verboten.
Ausnahmen sind nur dann gegeben, wenn Kunden einer Verarbeitung ihrer Daten vorab ausdrücklich zugestimmt haben. WhatsApp gleicht stets sämtliche Kontaktdaten mit dem Device ab, auf dem der Messenger gespeichert hat. In der Regel liegt hierzu keinerlei Genehmigung des Kunden vor, wodurch erneut ein Gesetzesverstoß entsteht.
In der Regel liegt hierzu keinerlei Genehmigung des Kunden vor, wodurch erneut ein Gesetzesverstoß entsteht.
4. Unklare Datennutzung
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von WhatsApp enthalten in Bezug auf die Nutzung von Daten zu Werbezwecken die gleiche Regelung wie bei Facebook. Hierbei geben Nutzer mit der Registrierung und Nutzung ihr Einverständnis, dass sie für geteilte und gepostete Texte, Bilder und Videos die Rechte an das Unternehmen abtreten. Die weitere Nutzung zu Werbezwecken sei demnach theoretisch möglich. Gleichzeitig gibt WhatsApp an, private Chats würden nicht mitgelesen.
Insgesamt ist vielfach nicht eindeutig geklärt, wie weitreichend die Übereinstimmung zwischen den Regelungen von Facebook und WhatsApp ist. Solange nicht zweifelsfrei definiert ist, wie die Daten genutzt werden, ist eine Verwendung des Messengers für Handwerksbetriebe in jedem Fall problematisch.
Die weitere Nutzung zu Werbezwecken sei demnach theoretisch möglich.
5. Schriftliche Genehmigungen erforderlich
Das Risiko der Nutzung von WhatsApp im Handwerksbereich ist hoch und kann bei Zuwiderhandlungen mit hohen Bußgeldern geahndet werden. Solange nicht jeder einzelne Kunde, dessen Daten im Zusammenhang mit WhatsApp genutzt werden, hierzu ausdrücklich sein schriftliches Einverständnis inklusive Unterschrift erteilt hat, ist die Verwendung des Messengers nicht zulässig. Jeder Kunde hat die Möglichkeit, bei den strafverfolgenden Behörden eine entsprechende Untersuchung einzuleiten.
Fazit
Eine Handwerker App, wie die von Craftnote, stellt eine sichere Alternative für die Kommunikation im Handwerksbereich dar. Sie offeriert die gesamte Palette von Arbeitszeiterfassung, über Stundenzettel bis hin zur Baustellendokumentation. Die professionelle App für Handwerker bietet außerdem zahlreiche Features, die bei WhatsApp nicht verfügbar sind. Dazu gehören eine smarte Projektstruktur, eine langfristige Dokumentation, ein PDF-Scanner und vieles mehr. Private Unterhaltungen werden darüber hinaus durch die geschäftliche Projektkommunikation vermieden.
Warum das Handwerk attraktiver sein kann als ein Studium
In diesem Artikel:
Selten waren die Berufsaussichten im Handwerk so gut wie heute, denn qualifizierte Handwerker werden händeringend gesucht. Der Fachkräftemangel entsteht in erster Linie durch zu wenige Bewerber. Erschwert wird die Situation dadurch, dass die Firmennachfolge unsicher ist. Bildungspolitiker erkennen zunehmend, dass es ein Fehler war, Jahrzehnte lang auf das Studium als Basis einer erfolgreichen Berufskarriere zu setzen. So sind heute in vielen Handwerksberufen auch Schüler willkommen, die nur mittelmäßige Noten vorweisen können.
Letztendlich sind Begeisterung für den Beruf und praktische Fähigkeiten für eine Karriere wichtiger als Noten. So haben aktuell zahlreiche junge Menschen eine nie dagewesene Chance auf berufliche Erfüllung im Handwerk.
Letztendlich sind Begeisterung für den Beruf und praktische Fähigkeiten für eine Karriere wichtiger als Noten.
Die Bildungspolitik stärkt das Handwerk
Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt kleine und mittlere Handwerksbetriebe darin, Studienabbrecher für eine duale Ausbildung zu gewinnen. Nach dem Konzept des Berufsabiturs erlangen Absolventen nach vier Jahren sowohl die allgemeine Hochschulreife als auch einen Gesellenbrief. Der Meisterbrief ist einem akademischen Bachelorabschluss heute formell gleichgestellt. Um vorhandene Lücken zu füllen, bemüht man sich gezielt um Studienaussteiger und Migranten. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks setzt sich außerdem dafür ein, dass Ausbildungen im Handwerk ebenso wie die Abschlussprüfungen kostenfrei werden.
Das Handwerk lässt zahlreiche Türen offen
Das geflügelte Wort „Handwerk hat goldenen Boden“ hat heute so viel Gültigkeit wie eh und je. Dass das Handwerk immer noch ein Imageproblem hat, liegt auch daran, dass viele junge Menschen gar nicht wissen, welche Chancen im gewählten Beruf stecken. So wird die Zukunft des Handwerks auf dem Bau stark unterschätzt. Gut ausgebildete Handwerker können in unterschiedlichen Betrieben aller Größenordnungen arbeiten. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zahlreiche. Ein ausgebildeter Geselle kann sich zum Meister oder Techniker qualifizieren und anschließend studieren. Vielfach ist auch ein Studium nach abgeschlossener Berufsausbildung und Berufspraxis möglich. Mit einer späteren Selbstständigkeit lassen sich Wünsche nach kreativer Verwirklichung realisieren.
Ein ausgebildeter Geselle kann sich zum Meister oder Techniker qualifizieren und anschließend studieren.
Noch möchten die meisten jungen Menschen mit einem kreativen Berufswunsch im Handwerk Tischler werden. Hier verzeichnet die Branche eine Wachstumsrate von 19 %. Doch auch auf der Baustelle gibt es Karrieremöglichkeiten. Zudem wird hier besser bezahlt als in anderen Branchen. Wer sich im Handwerk selbstständig macht, kann oft mit besserem Verdienst als bei einer akademischen Laufbahn rechnen. Um Personal zu gewinnen, müssen Betriebe dennoch mehr tun als jetzt. Gerade in kleineren Unternehmen gibt es zu wenige Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie lässt noch zu wünschen übrig.
Mehr Chancen im Handwerk durch Digitalisierung
…doch mit über 3,6 Millionen Betrieben verdient gerade das Handwerk mehr Aufmerksamkeit.
Mit der Digitalisierung geht auch für Handwerksbetriebe großes Entwicklungspotential einher. Technische Errungenschaften machen administrative Abläufe deutlich leichter, sparen Zeit und damit Geld. Zwar standen in den vergangenen Jahren hauptsächlich Onlinehandel und die Produktion 4.0 im öffentlichen Fokus, doch mit über 3,6 Millionen Betrieben verdient gerade das Handwerk mehr Aufmerksamkeit. Besonders große Chancen haben Betriebe, die das traditionelle Handwerk mit technischem Fortschritt kombinieren. Auch wenn in vielen Firmen noch keine intelligente Software zum Einsatz kommt, wird die Digitalisierung grundsätzlich positiv bewertet.
Durch besseren Überblick macht sie die Auftrags- und Mitarbeiterplanung schneller und kostengünstiger. Trackingsysteme können Lagerbestände und Liefersysteme überwachen und Abläufe rationalisieren. Stundenzettel lassen sich problemlos erfassen, Fehlerquellen leichter ausschließen. Da sich auch im Handwerk die Anforderungsprofile verändert haben und immer mehr Menschen mit Führungspersönlichkeit gesucht werden, bieten sich für Abiturienten und Studienabbrecher beste Chancen.
Handwerker App mit großem Potenzial
Moderne Apps erleichtern die Verwaltung von Arbeitszeiten & Co. Ob auf der Baustelle oder im Betrieb vor Ort, eine Handwerker App zur Zeiterfassung speichert Arbeitszeiten automatisch nach rechtlichen Vorschriften und spart bis zu 80 % des Verwaltungsaufwandes. Mit einem Klick wird ersichtlich, wer wie lange wann und wo gearbeitet hat. Ein- und Ausstempeln erfolgen bequem via Smartphone, Stundenzettel werden überflüssig. Dennoch sind Handwerksbetriebe von solider, nachhaltiger Arbeit geprägt. Hierauf kann man sich auch heute jederzeit berufen. Die traditionell regionale Verwurzelung sichert Arbeitsplätze vor Ort und ist Teil der Wertschöpfungskette. Als ethisches Leitbild zur Gestaltung der Zukunft hat Nachhaltigkeit nach wie vor Gültigkeit.
Ob Verwendung von Hölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder eine Zertifizierung in ökologischer Gebäudesanierung, Nachhaltigkeit ist Zukunft und viel mehr als ein Schlagwort.
StartUps im Handwerk: DeinHandwerk
In diesem Artikel:
Problem: Volle Auftragsbücher, aber keine Kapazitäten?
DeinHandwerk popup: yes – das neue Portal von Handwerkern für Handwerker. Ganz nach dem Motto: „Finde was du brauchst!“ Egal ob das Business boomt und kurzfristig noch mehr Handwerkerhände benötigt werden oder das eigene freie Handwerkerkönnen anderen Kollegen angeboten werden soll: Bei DeinHandwerk.de können Aufträge gesucht oder gefunden werden. Auch im Bereich kostenintensiver Baugeräte- und Werkzeuge hat DeinHandwerk.de eine Lösung – Leihen statt Kaufen!
Die Grundidee dieses Portals kommt aus den immer wiederkehrenden Alltagssituationen von Herrn Mario Anders (29), Dachdeckermeister im eigenen Unternehmen. Hier stand Mario oft vor der Problematik, dass Auftragslage und Personal nicht übereinstimmen. Die Schwierigkeit lag zwischen Baustellenabsicherung mit genügend Mitarbeiter oder aber auch ausreichend Arbeitsbeschaffung für die Arbeitnehmer, welche sich im Laufe eines Geschäftsjahres wechselnd veränderten.
Hinzu kam das als mittelständisches Unternehmen meist nicht die finanziellen Möglichkeiten teure Arbeitsmittel oder Maschinen für gelegentliche Bauprojekte vorhanden waren. Mit seiner Lebensgefährtin, Anne Urbig (30), der jetzigen Geschäftsführerin, entstand gemeinsam der Grundgedanke einen Marktplatz für Anbieter und Nachfrager zu entwickeln und eine Win-Win-Situation unter den Firmen zu schaffen. Dabei soll die Plattform dazu dienen den Kontakt zwischen den Handwerksbetrieben in den jeweiligen Regionen zur gegenseitigen Unterstützung herzustellen und den Austausch von kostenintensive Arbeitsmittel sowie Baumaschinen zu ermöglichen.
Unser Fazit
Wenn Handwerker ein Problem anpackt, dann entsteht eine Lösung für echte Probleme. Fachkräftemangel ist allgegenwärtig – DeinHandwerk schafft zwar nicht mehr Fachkräfte, sorgt aber für eine bessere Verteilung auf dem Markt. Auch Maschinen werden in Zukunft immer wichtiger auf der Baustelle. Insgesamt auch eine gute Alternative statt der teuren Leiharbeitsfirmen und Maschinenverleiher.
Unser Tipp: Kostenlos registrieren und sich selbst vom Angebot überzeugen! Schnell sein lohnt sich – die ersten 500 Accounts sind kostenfrei.





