Überblick über die HOAI Leistungsphasen
Die Arbeiten von Architekten und Ingenieuren werden in Deutschland durch die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure geregelt. Ein wichtiger Bestandteil davon sind die HOAI Leistungsphasen. Sie definieren den Leistungsumfang und schaffen eine Grundlage für die Vergütung. Doch was genau umfassen diese Leistungsphasen?
In diesem Artikel:
Was bedeutet HOAI?
HOAI steht für Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Diese Verordnung legt ein angemessenes Honorar für die Leistungen von Architekten und Ingenieuren fest.
Seit 2021 handelt es sich hierbei aber nicht mehr um eine bindende Honorarvereinbarung, sondern um eine unverbindliche Honorarempfehlung. Wenn keine andere Vereinbarung getroffen wird, sind die Honorarempfehlungen jedoch immer noch verbindlich. Die Überarbeitung erfolgte, weil der Europäische Gerichtshof die HOAI in Teilen für rechtswidrig erklärt hat, da sie gegen EU-Recht (Dienstleistungsrichtlinie) verstößt. Die Honorarempfehlungen enthalten nunmehr einen Basishonorarsatz und einen oberen Honorarsatz.
Für wen gilt die HOAI?
Die HOAI richtet sich an Architekten und Ingenieure, die sich beim Abrechnen ihrer Leistung an den Honorarempfehlungen orientieren können.
Aber auch für Auftraggeber, die die Leistungen von Architekten und Ingenieuren beanspruchen, kann die HOAI eine Orientierung bieten.
Wurde zwischen Auftraggeber und Architekt oder Ingenieur keine separate Honorarvereinbarung getroffen, werden die Grundleistungen entsprechend dem Basishonorarsatz abgerechnet.
Warum gibt es die HOAI?
Ursprünglich sollte die HOAI eine angemessene Vergütung gewährleisten und die Qualität der Arbeiten regeln. Architekten und Ingenieure sollten so vor Preiskämpfen geschützt werden, deren Wettbewerb auf Grundlage der Qualität ihrer Arbeiten und nicht auf Preisebene stattfinden sollte. Inzwischen gibt die HOAI nur noch Richtlinien vor.
Während des Projekts können Architekten und Ingenieure die HOAI als Leitfaden nutzen, um ihr Bauprojekt zu planen und umzusetzen. Eine Orientierungshilfe hierfür bieten insbesondere die von der HOAI definierten Leistungsphasen.
Was versteht HOAI unter Leistungsphasen?
Die HOAI Leistungsphasen bilden den gesamten Bauprozess ab. Sie regeln den Ablauf von Bauprojekten und die dafür vorgesehenen Leistungen. Die Gesamtleistung von Architekten und Ingenieuren besteht aus verschiedenen Leistungsphasen.
Jede dieser Phasen hat spezifische Aufgaben und Ziele, um ein Bauprojekt systematisch zu realisieren. Architekten und Ingenieure können sowohl mit einzelnen als auch mit allen Leistungsphasen beauftragt werden. Zwischen den Parteien wird vertraglich vereinbart, welche Leistungen erbracht werden sollen.
Die Leistungsphasen der HOAI geben einen strukturierten Rahmen für Bauprojekte vor, in dem die verschiedenen Aufgaben von der Planung bis zur Fertigstellung eines Bauprojekts umgesetzt werden. Daraus ergeben sich dann verschiedene Etappen, die die Gesamtleistung von Architekten und Ingenieuren unterteilen.
Sie machen jeweils einen Teil des Gesamthonorars aus. Abhängig von der Leistungsphase und dem damit einhergehenden Aufwand und Leistungsumfang unterscheidet sich die empfohlene Vergütung.
Das sind die neun Leistungsphasen nach HOAI
Insgesamt werden durch die HOAI neun Leistungsphasen vorgegeben, deren konkrete Aufgaben sich abhängig vom Leistungsbild, also der Art der Leistung, unterscheiden können. Zu den Leistungsbildern gehören etwa:
– Bauleitplanung
– Landschaftsplanung
– Gebäude und Innenräume
– Freianlagen
– Ingenieurbauwerke
– Verkehrsanlagen
– Tragwerksplanung
– Technische Ausrüstung
Je nach Leistungsbild können die von der HOAI empfohlenen prozentualen Anteile des Gesamthonorars unterschiedlich ausfallen. Die nachfolgend für die neun Leistungsphasen angegebenen Prozentangaben beziehen sich auf Gebäude und Innenräume.
Leistungsphase 1: Grundlagenermittlung (2 %)
Die erste Leistungsphase bestimmt den Beginn des Projekts und klärt die Rahmenbedingungen. Während der Grundlagenermittlung werden alle relevanten Informationen und Daten gesammelt. Alle weiteren Schritte basieren auf dieser Zusammenstellung. Zu den Grundleistungen zählen etwa:
- Klären der Aufgabenstellung auf Grundlage der Vorgaben oder der Bedarfsplanung des Auftraggebers
- Ortsbesichtigung
- Beraten zum gesamten Leistungs- und Untersuchungsbedarf
- Formulieren von Entscheidungshilfen für die Auswahl anderer an der Planung fachlich Beteiligter
- Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse
Leistungsphase 2: Vorplanung (7 %)
In der Vorplanung geht es um die Planungsvorbereitung. Es entsteht ein Planungskonzept, kreative Ideen und Entwürfe werden entwickelt und es erfolgt eine Schätzung der Kosten. Zu den hierfür notwendigen Aufgaben zählen:
- Analysieren der Grundlagen
- Abstimmen der Zielvorstellungen, Hinweisen auf Zielkonflikte
- Erarbeiten der Vorplanung
- Klären und Erläutern der wesentlichen Zusammenhänge, Vorgaben und Bedingungen
- Bereitstellen der Arbeitsergebnisse sowie Koordination und Integration von Leistungen von an der Planung Beteiligten
- Vorverhandlungen über die Genehmigungsfähigkeit
- Kostenschätzung nach DIN 276
- Erstellen eines Terminplans
- Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse
Leistungsphase 3: Entwurfsplanung (15 %)
Während der Entwurfsplanung werden Skizzen, in der Regel im Maßstab 1:100 oder auch etwa im Maßstab 1:50, ausgearbeitet. Dabei werden alle bisher festgelegten Vorgaben berücksichtigt. Außerdem werden folgende Aufgaben abgearbeitet:
- Erarbeiten der Entwurfsplanung
- Bereitstellen der Arbeitsergebnisse sowie Koordination und Integration von Leistungen von an der Planung Beteiligten
- Objektbeschreibung
- Verhandlungen über die Genehmigungsfähigkeit
- Kostenberechnung und Vergleich mit Kostenschätzung
- Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse
Leistungsphase 4: Genehmigungsplanung (3 %)
In der Leistungsphase 4 wird alles für die Genehmigung des Vorhabens vorbereitet. Dafür werden etwa die notwendigen Unterlagen zusammengestellt und diese Grundleistungen durchgeführt:
- Erarbeiten und Zusammenstellen der Vorlagen und Nachweise für öffentlich-rechtliche Genehmigungen oder Zustimmungen, einschließlich der Anträge auf Ausnahmen und Befreiungen, sowie notwendiger Verhandlungen mit Behörden unter Verwendung der Beiträge anderer an der Planung fachlich Beteiligter
- Einreichen der Vorlagen
- Ergänzen und Anpassen der Planungsunterlagen, Beschreibungen und Berechnungen
Leistungsphase 5: Ausführungsplanung (25 %)
In der Leistungsphase 5 werden die Planungsarbeiten abgeschlossen. Folgendes ist dafür notwendig:
- Erarbeiten der Ausführungsplanung mit allen für die Ausführung notwendigen Einzelangaben
- Ausführungs-, Detail- und Konstruktionszeichnungen
- Bereitstellen der Arbeitsergebnisse sowie Koordination und Integration von Leistungen der an der Planung Beteiligten
- Fortschreiben des Terminplans
- Überprüfen erforderlicher Montagepläne der vom Objektplaner geplanten Baukonstruktionen und baukonstruktiven Einbauten auf Übereinstimmung mit der Ausführungsplanung
Leistungsphase 6: Vorbereitung der Vergabe (10 %)
Während der Vorbereitung der Vergabe wird ein Leistungsverzeichnis erstellt. Auf dieser Basis können anschließend Unternehmen beauftragt werden. Architekten übernehmen dafür zum Beispiel diese Aufgaben:
- Aufstellen eines Vergabeterminplans
- Aufstellen von Leistungsbeschreibungen mit Leistungsverzeichnissen nach Leistungsbereichen, Ermitteln und Zusammenstellen von Mengen
- Abstimmen und Koordinieren der Schnittstellen zu den Leistungsbeschreibungen der an der Planung fachlich Beteiligten
- Ermitteln der Kosten
- Kostenkontrolle
- Zusammenstellen der Vergabeunterlagen für alle Leistungsbereiche
Leistungsphase 7: Mitwirkung bei der Vergabe (4 %)
Wenn der Auftrag auch die Mitwirkung der Vergabe vorsieht, dann werden die eingeholten Angebote verglichen und die Leistungen an die Unternehmen vergeben. In dieser Phase werden diese Grundleistungen erledigt:
- Einholen, prüfen und werten von Angeboten
- Führen von Bietergesprächen
- Erstellen der Vergabevorschläge, Dokumentation des Vergabeverfahrens
- Zusammenstellen der Vertragsunterlagen
- Vergleichen der Ausschreibungsergebnisse mit den Leistungsverzeichnissen oder der Kostenberechnung
- Mitwirken bei der Auftragserteilung
Leistungsphase 8: Objekt-/ Bauüberwachung (32 %)
Die Aufgaben der Leistungsphase 8 sind deutlich umfangreicher und werden entsprechend honoriert. Zu ihnen zählen:
- Überwachen der Ausführung des Objektes und von Tragwerken
- Koordinieren der an der Objektüberwachung Beteiligten
- Aufstellen, Fortschreiben und Überwachen eines Terminplans (Balkendiagramm)
- Dokumentation des Bauablaufs (zum Beispiel Bautagebuch)
- Gemeinsames Aufmaß mit den ausführenden Unternehmen
- Rechnungsprüfung
- Kostenkontrolle und Kostenfeststellung
- Organisation der Abnahme der Bauleistungen und Feststellung von Mängeln
- Antrag auf öffentlich-rechtliche Abnahmen und Teilnahme daran
- Systematische Zusammenstellung der Dokumentation, zeichnerischen – Darstellungen und rechnerischen Ergebnisse des Objektes
- Übergabe des Objektes
- Auflisten der Verjährungsfristen für Mängelansprüche
- Überwachen der Beseitigung der bei der Abnahme festgestellten Mängel
Architekten übernehmen die Bauleitung und müssen den Überblick über Termine, Fristen und Kosten behalten. Dazu werden unter anderem die durch die Betriebe erbrachten Leistungen überprüft und Mängel erfasst.
Eine vollständige und damit transparente Baudokumentation hilft dabei, alle Schritte und Abstimmungen während des Bauprozesses nachvollziehbar festzuhalten. So können die Umsetzung der Aufgaben und die Einhaltung von Fristen besser überwacht werden. Hierbei helfen kann eine spezielle Softwarelösung.
Eine einfach zu bedienende App ist Craftnote. Hiermit kann eine vollständige Baudokumentation erfolgen. Von der Baustelle aus können unter anderem Unterlagen, Fotos oder Sprachnachrichten hochgeladen und gespeichert werden. Die Beteiligten können die gesamte Kommunikation über die App abwickeln und jederzeit wichtige Informationen abrufen. Es ist auch möglich, vor Ort beim Kunden digitale Unterschriften einzuholen.
Leistungsphase 9: Objektbetreuung (2 %)
Die letzte Leistungsphase beginnt mit der Fertigstellung des Bauprojektes. Für die Endabnahme erfolgt etwa eine Objektbegehung, bei der eventuelle Mängel entdeckt werden. Die Beseitigung dieser Mängel wird durch den Architekten überwacht. Außerdem werden folgende Aufgaben übernommen:
- Fachliche Bewertung der innerhalb der Verjährungsfristen für Gewährleistungsansprüche festgestellten Mängel
- Mitwirken bei der Freigabe von Sicherheitsleistungen
Grundleistungen und Besondere Leistungen: Wo liegt der Unterschied?
Die Aufgaben von Architekten und Ingenieuren teilen sich in die oben aufgeführten Grundleistungen und in Besondere Leistungen.
Grundleistungen bilden die Arbeiten ab, die erforderlich sind, um einen Auftrag ordnungsgemäß zu erfüllen. Hierunter versteht man also alle verpflichtenden Tätigkeiten, die standardmäßig bis zur erfolgreichen Fertigstellung eines Bauprojekts anfallen.
Unter den Besonderen Leistungen versteht man zusätzliche Arbeiten. Wenn bei einem Bauprojekt etwa besondere Anforderungen vorliegen, kommen noch besondere Leistungen hinzu. Darunter fallen zum Beispiel:
- Standortanalyse
- Machbarkeitsstudie
- Aufstellen eines Finanzierungsplans
- Wirtschaftlichkeitsberechnung
- Mitwirken bei der Beschaffung nachbarlicher Zustimmung
- Tätigkeit als verantwortlicher Bauleiter (wenn Tätigkeit über die Grundleistungen hinausgeht)
- Überwachen der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist
Dabei handelt es sich also um zusätzliche Arbeiten, die separat abgerechnet werden. Für die Besonderen Leistungen gibt es im Gegensatz zu den Grundleistungen keine Empfehlungsvorgaben.
Fazit
Die Leistungsphasen der HOAI geben einen strukturierten Rahmen für die Planung, Umsetzung, Fertigstellung und Betreuung von Bauprojekten vor. Dabei handelt es sich um einzelne Abschnitte der Gesamtleistung.
Auf der Basis der HOAI können sich Architekten und Ingenieure beim Abrechnen ihrer Leistungen orientieren. Den größten Anteil macht die Objekt-/Bauüberwachung aus.
Um die Aufgaben besser zu überblicken und den gesamten Bauprozess zu dokumentieren, kann eine digitale Lösung helfen. Mit Craftnote kann eine vollständige Baudokumentation gelingen.
5 überzeugende Gründe für Dein digitales Bautagebuch
Ob Wetterverhältnisse, Baufortschritt oder wichtige Absprachen – ein Bautagebuch hält fest, was auf der Baustelle passiert. Doch während Papierdokumente schnell unübersichtlich werden und verloren gehen, bringt die digitale Lösung klare Vorteile: weniger Aufwand, mehr Sicherheit und eine lückenlose Dokumentation. In diesem Artikel zeigen wir Dir fünf überzeugende Gründe, warum sich der Umstieg auf ein digitales Bautagebuch lohnt!
In diesem Artikel:
Umfassende Baudokumentation leicht gemacht
Mit der Craftnote App wird die tägliche Dokumentation zum Kinderspiel. Du erfasst alle wichtigen Informationen direkt vor Ort:
- Tagesberichte: Halte den Baufortschritt, anwesende Mitarbeiter und Gewerke sowie besondere Vorkommnisse fest.
- Fotodokumentation: Mache Fotos direkt in der App und ordne sie dem jeweiligen Projekt zu.
- Skizzen und Markierungen: Ergänze Fotos mit Anmerkungen oder erstelle schnelle Skizzen.
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Diese umfassende Dokumentation hilft Dir nicht nur bei der täglichen Arbeit, sondern bietet auch Sicherheit bei rechtlichen Fragen oder Gewährleistungsansprüchen.
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Das digitale Bautagebuch ermöglicht Dir eine strukturierte und übersichtliche Projektverwaltung:
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So behältst Du bei jedem Projekt den Überblick und kannst effizient arbeiten.
Verbesserte Kommunikation und Zusammenarbeit
Die App fördert eine nahtlose Kommunikation zwischen Baustelle und Büro:
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Diese verbesserte Kommunikation reduziert Missverständnisse, beschleunigt Entscheidungsprozesse und optimiert die Teamarbeit.
Intelligente Suchfunktion und schneller Zugriff
Schluss mit langem Suchen in Papierbergen:
- Volltextsuche: Finde blitzschnell alle relevanten Informationen zu einem Thema.
- Filteroptionen: Grenze Deine Suche nach Datum, Projekt oder anderen Kriterien ein.
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So sparst Du wertvolle Zeit und kannst Dich auf das Wesentliche konzentrieren.
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
Das digitale Bautagebuch bietet Dir bereits wichtige Grundfunktionen:
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Diese Grundfunktionen machen das digitale Bautagebuch zu einem unverzichtbaren Werkzeug für moderne Handwerksbetriebe.
Fazit: Dein Weg zu mehr Effizienz und Sicherheit
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Alles über Stundenzettel für Handwerksbetriebe: Dein umfassender Leitfaden
- Warum Stundenzettel wichtig sind
- Was gehört auf einen Stundenzettel?
- Digitale vs. analoge Stundenzettel
- Wer muss Stundenzettel führen?
- Wann ist die Unterschrift auf Stundenzetteln nötig? Unterschied zwischen BGB- und VOB-Bauverträgen
- Digitale Zeiterfassung mit Craftnote
- Fazit: Dein Weg zum effizienten Stundenzettel
- Praxistipps für effiziente Stundenzettel
Warum Stundenzettel wichtig sind
Stundenzettel sind mehr als lästige Bürokratie. Sie schützen Dich und Deine Mitarbeiter: Sie belegen geleistete Arbeit für die Rechnungsstellung Sie sichern die Einhaltung des Mindestlohns Sie erfüllen gesetzliche Dokumentationspflichten Seit dem EuGH-Urteil vom Mai 2019 müssen Arbeitgeber in Deutschland ein System zur Arbeitszeiterfassung einrichten. Das Bundesarbeitsgericht hat dies im September 2022 bestätigt.
Was gehört auf einen Stundenzettel?
Ein vollständiger Stundenzettel enthält: Name des Mitarbeiters Datum Ort und Auftraggeber Arbeitsbeginn und -ende Tägliche Gesamtarbeitszeit Tipp: Füge Spalten für verwendetes Material hinzu, wenn Du nach VOB/B-Verträgen arbeitest.
Digitale vs. analoge Stundenzettel
Digitale Stundenzettel bieten klare Vorteile: Zeitersparnis durch automatische Datenübertragung Fehlerreduktion bei der Erfassung Einfache Auswertung und Weiterverarbeitung Platzsparende und sichere Aufbewahrung Aufbewahrungsfristen für Stundenzettel So lange musst Du Stundenzettel mindestens aufbewahren: Deutschland: 2 Jahre Österreich: 1 Jahr Schweiz: 5 Jahre Achtung: Aus steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Gründen kann eine längere Aufbewahrung nötig sein. In Deutschland gilt für geschäftliche Unterlagen oft eine Frist von 6 bis 10 Jahren.
Wer muss Stundenzettel führen?
Die Dokumentationspflicht gilt für:
- Geringfügig Beschäftigte (außer Minijobber im Privathaushalt)
- Branchen mit erhöhtem Risiko für Mindestlohnverstöße, wie:
- Baugewerbe und Handwerk
- Gastronomie und Hotellerie
- Spedition, Transport und Logistik
- Forstwirtschaft
- Gebäudereinigung
- Messebau
- Fleischwirtschaft
Wann ist die Unterschrift auf Stundenzetteln nötig? Unterschied zwischen BGB- und VOB-Bauverträgen
BGB-Bauverträge:
- Änderungswünsche nach Vertragsabschluss sind hier nicht vorgesehen.
- Der Bauunternehmer ist nicht verpflichtet, diese zu akzeptieren und kann sie ablehnen.
VOB/B-Verträge:
- Im Gegensatz dazu muss der Bauunternehmer Änderungswünsche des Auftraggebers annehmen.
- Diese Regelung ermöglicht Dir, flexibel auf unvorhergesehene Situationen während des Bauprozesses zu reagieren.
Praxis-Tipp: VOB-Verträge bieten Dir mehr Spielraum, können aber auch zu Mehrkosten und Zeitverzögerungen führen, die neu verhandelt werden müssen. Lass Stundenzettel immer unterschreiben. Das stärkt Deine Position bei eventuellen Streitigkeiten.
Digitale Zeiterfassung mit Craftnote
Craftnote macht Deine Zeiterfassung einfach und effizient:
Zeiterfassung in der App: erfasse Deine Arbeitszeiten unkompliziert in der App. Dafür kannst Du entweder die manuelle Eingabe oder die Stoppuhr nutzen. Zeiterfassung via PDF: Du brauchst spezielle Anpassungen bei Deiner Zeiterfassung? Nutze dafür die Craftnote PDF-Vorlage und erweitere sie nach Deinen individuellen Ansprüchen.
Vorteile der digitalen Zeiterfassung Mit einer digitalen Lösung wie Craftnote sparst Du Zeit und Geld: Mitarbeiter erfassen Zeiten direkt auf der Baustelle Kein Papierchaos und vergeudete Arbeitszeit Automatische Erfassung aller Zeiten im System Berichte und Auswertungen per Mausklick als CSV oder Excel Einfache Weiterverwendung für Rechnungsstellung und Lohnbuchhaltung
Fazit: Dein Weg zum effizienten Stundenzettel
Digitale Stundenzettel vereinfachen Deine Arbeit als Handwerker erheblich. Sie sparen Zeit, reduzieren Fehler und erfüllen alle rechtlichen Anforderungen. Mit Craftnote hast Du ein leistungsstarkes Werkzeug an der Hand, das Deine Zeiterfassung optimiert und Dich bei der Einhaltung aller Vorschriften unterstützt.
Starte jetzt mit der digitalen Zeiterfassung und mache Stundenzettel zu Deinem Erfolgsgaranten! Dazu haben wir Dir die relevantesten Praxistipps übersichtlich zusammengefasst:
Praxistipps für effiziente Stundenzettel
- Digitale Stundenzettel mit Craftnote ausfüllen
- Erfasse bei der Registrierung oder später möglichst viele Firmen- und Projektdaten
- Vergib unter Projekt/Details eine Projekt-ID
- Erfasse alle Daten unter Ansprechpartner und Rechnungsadresse
- Wähle im jeweiligen Projekt unter Dateien/Vorlagen den Stundenzettel aus
- Klicke auf „Bearbeiten“ – viele Felder sind bereits vorausgefüllt
- Ergänze fehlende Informationen direkt in der App oder am PC
- Eigene digitale Formulare in Craftnote integrieren
- Logge Dich mit der Rolle „Inhaber“ ein
- Gehe zu Einstellungen/Firmenvorlagen
- Lade Deine eigenen Dokumente hoch
- Finde und nutze die hochgeladenen Formulare in der Dateiablage der Projekte
- Erstelle einen eigenen Ordner in den Vorlagen für mehr Übersicht
- Zeit sparen mit digitaler Zeiterfassung
- Nutze die Stoppuhr-Funktion direkt auf der Baustelle
- Erfasse alle Zeiten automatisch im Craftnote-System
- Verwende die Daten direkt für Rechnungsstellung und Lohnbuchhaltung
- Rechtssichere Stundenzettel erstellen
- Erfasse alle gesetzlich vorgeschriebenen Informationen
- Halte Dich an die Aufbewahrungsfristen (mindestens 2 Jahre in Deutschland)
- Lass Stundenzettel vom Auftraggeber unterschreiben, besonders bei VOB/B-Verträgen
- Reiche Stundenzettel werktäglich oder wöchentlich ein
- Optimiere Deinen Workflow
- Schule Deine Mitarbeiter in der Nutzung der digitalen Zeiterfassung
- Lege einheitliche Prozesse für die Zeiterfassung fest
- Überprüfe regelmäßig die Vollständigkeit und Korrektheit der Stundenzettel
- Nutze die automatischen Auswertungen für Projektcontrolling und Kapazitätsplanung
Mit diesen Praxistipps machst Du Deine Stundenzettel zu einem effizienten Werkzeug für Deinen Handwerksbetrieb. Du sparst Zeit, vermeidest Fehler und hast alle wichtigen Daten stets griffbereit.


