Die fünf besten Tablets für Handwerker auf der Baustelle 2021
In diesem Artikel:
Baustellen-Tablets ersetzen nicht nur Notizblock und Stift, sondern können als unterstützendes Hilfsmittel für mehr Effizienz und schnelleres Vorankommen sorgen. Mit der passenden Software können Handwerker sich ihre Arbeit vereinfachen und sich eine Menge Zeit und Aufwand sparen. Umständliche Bauprozesse werden ebenfalls vereinfacht.
Damit mehr vom Feierabend übrig bleibt
Mit einem Baustellen-Tablet kann notwendige und oftmals auch lästige Büroarbeit gleich auf der Baustelle miterledigt werden. Ein Tablet ist handlich und immer griffbereit. Baudokumentationen, Flächenberechnungen und Zeitpläne können mit einem Tablet neben der originären handwerklichen Arbeit mitbewältigt werden. Auch Baufortschritte, wichtige Mängelanzeigen und relevante Informationen zur Baustelle können mit einem Tablet unkompliziert festgehalten und sofort gespeichert werden. Ein nochmaliges Nacharbeiten am Ende des Tages entfällt damit.
Der Bürokratie Herr werden
Auf einem Baustellen-Tablet können alle wesentlichen Angaben zu einzelnen Bauprojekten jederzeit abgerufen werden. Änderungen können unmittelbar aufgenommen und in den Bauplan mit einbezogen werden. Auch die Aufgabenverteilung kann viel besser erfolgen, denn mit einem Tablet geht der Überblick nicht verloren.
Schnelle Berechnungen auf der Baustelle durchführen
Zeichnungen und Skizzen erstellen
Konstruktionspläne anfertigen
Bauschäden festhalten
Einzelne Baufortschritte und Mängel dokumentieren
Aufmaße und Messungen skizzieren
Benötigtes Baustellenmaterial auflisten
Baupläne und Videos für eine kundengerechte Präsentation erstellen
Angebotserstellung für Kunden
Die Basics
Baufacharbeiter:innen arbeiten nicht selten unter erschwerten Bedingungen: Extreme Temperaturen, Nässe, Wind, Schmutz und Erschütterungen sollte ein Baustellen-Tablet aushalten können. Die IP-Schutzklassen geben an, inwieweit ein Tablet gegen Staub und Wasser geschützt ist.
Neben dem Funktionellen müssen Outdoor-Tablets vor allem widerstandsfähig gegen Wetterverhältnisse sein. Sie müssen fallsicher und wasser- sowie staubdicht sein. Eine lange Akkulaufzeit und eine integrierte hochauflösende Digitalkamera sind ebenfalls wichtige Merkmale. Die Tablets müssen zudem mit Handschuhen einwandfrei bedienbar sein und ein Digitizer Pen darf nicht fehlen.
Das Display sollte nicht zu klein und mit einer hohen Auflösung für ein möglichst ansprechendes Arbeiten ausgestattet sein. Zusatzausstattungsmerkmale wie GPS zur Standortbestimmung, drahtloses Arbeiten mit 4G/LTE WWAN Modem für einen zügigen Zugriff von überall, ein praktischer Barcode-Reader und eine Antenne für Vermessungen vor Ort sind üblicherweise notwendig. Ein Gerät mit SIM-Karte ermöglicht es, auch ohne WLAN auf Baustellen online zu recherchieren und zu arbeiten.
Damit sich ein Baustellen-Tablet wirklich als Arbeitsmittel auf Baustellen lohnt, muss es für das Arbeitsumfeld tauglich sein.
Hier kommen unsere 5 Top Favoriten für 2021
Darauf ist Verlass – Das Samsung Galaxy Tab Active Pro T545
Das Samsung Galaxy Tab Active Pro T545 Quelle: https://news.samsung.com/us/samsung-ruggedized-galaxy-tab-active-pro-u-s-workforce/
Samsung-Tablets gehören nach wie vor zu den Favoriten für alle Bauberufe. Dieses Jahr empfehlen wir ganz klar das Active Pro T545. Es zählt zu den robusten Outdoor-Tablets mit einer spitzen Leistung und absolutem Schutz vor Außeneinwirkungen wie etwa extremen Temperaturschwankungen. Der nützliche Aufprallschutz sowie die schnelle Ladezeit machen das Gerät zu einem wertvollen Helfer auf jeder Baustelle. Auch bei der Akkulaufzeit liegt es ganz vorn. Die 8-Megapixel-Kamera ist vollkommen ausreichend und die Bildqualität kann sich durchaus sehen lassen.
Das neue Samsung.Tablet ist wie gemacht für die professionelle Nutzung auf Baustellen und für alle sonstigen Outdoor-Einsätze.
Starke Akkulaufzeit bis zu 16 Stunden
Besonders widerstandsfähig gegen Schmutz, Staub und Nässe
Eine stattliche Ausstattung mit WLAN, Bluetooth, LTE, Gesichtserkennung und vieles mehr
Etwas schwerer als andere Tablets
Nicht das günstigste Tablet unter den Outdoor-Tablets
Handwerkerwünsche werden wahr – Das Durios F100 A
Das Durios F100 A Quelle: https://www.acturion.com/wp-content/uploads/durios-f100a-rugged-tablet-pc-datenblatt.pdf
Das strapazierfähige Tablet ist genau das, wonach Handwerker sich sehnen. Es bietet genau das an, was ein Outdoor-Tablet haben muss: Tageslichtlesbares und handschuhtaugliches Display, Multi-Touchscreen, Sturzsicherheit, Barcode-Scanner. Die umfassende Grundausstattung mit gut funktionierendem Qualcomm-Prozessor, eingebautem E-Compass, USB-Anschlüssen, Ersatzakku, Android-Betriebssystem und Dual-SIM Card Slot erleichtert das Arbeiten auf Baustellen ungemein. Das Durios F100 steht für Beständigkeit und einem klasse Preis-Leistungsverhältnis.
Trotz robuster Konstruktion noch relativ leicht
Allumfänglich geschützt gegen extreme Temperaturschwankungen
Arbeitsspeicher erweiterbar über micro SD-Card
Kein Fliegengewicht
Es gibt günstigere Baustellen-Tablets
Qualität, die sich auszahlt – Das iPad Pro 2020
Das iPad Pro 2020 Quelle: https://www.apple.com/newsroom/2020/03/apple-unveils-new-ipad-pro-with-lidar-scanner-and-trackpad-support-in-ipados/
Apple kann was. Auch wenn das iPad vielleicht nicht zu den klassischen Tablets für Baustellen zählt, so setzt es bei der Qualität echte Maßstäbe in gewohnter Apple-Manier. Das feine Gehäuse sieht zwar grazil aus, hält aber definitiv was aus. Sein leichtes Gewicht macht es besonders handlich. Die Benutzerfreundlichkeit dürfte Apple-Kennern bereits bekannt sein. Aber richtige Klasse beweist das iPad Pro einfach mit seiner grandiosen und starken Leistung, die einfach hundertprozentig überzeugt. Ein robustes Display, der ultraschnelle Prozessor und eine langlebige Akkulaufzeit machen es zu einem perfekten Arbeitsgerät auf allen Baustellen.
Keine Frage: Das iPad Pro 2020 ist ein leistungsstarker Allrounder zu einem fairen Preis und derzeit das aktuellste Modell von Apple.
Benutzerfreundliches Betriebssystem iOS12
Integrierte Ultraweitwinkel-Kamera und nützlicher LiDAR-Scanner
Batterielaufzeit bis zu 10 Stunden
Keine Schutzklasse, aber mit Hülle trotzdem geschützt vor Schmutz und Wasser
Für Grobmotoriker eventuell etwas zu schmächtig in der Ausführung
Outdoor Test bestens bestanden – Das RugGear RG 910

Das RugGear RG 910 Quelle: https://www.ruggear.com
Das solide Outdoor-Tablet ist ein kleiner Alleskönner. Sein stabiles Gehäuse schützt einwandfrei vor Wasser und Schmutzpartikel. Auch bei Stürzen federt die Ummantelung ausreichend ab. Das Tablet ist daher ideal geeignet für Arbeiten in der Höhe. Eine praktische Handschlaufe erleichtert das Handling. Die Akkuleistung ist top. Das Android-Betriebssystem ist benutzerfreundlich. Das Tablet verfügt außerdem über diverse Anschlüsse und kann an eine Docking-Station angeschlossen werden. Nicht schlecht, was RugGear hier im Komplettpaket zu einem akzeptablen Preis anbietet.
Hohe Unempfindlichkeit gegen Schmutz, Stürze, Erschütterungen, Feuchtigkeit und Luftdruck
Arbeitsspeicher ist über micro SD-Card erweiterbar
GPS integriert
Schwerer als andere Tablets, aber immerhin mit Handschlaufe ausgestattet
Das Design gewinnt keinen Schönheitspreis
Fazit
Ein Baustellen- oder Outdoor-Tablet muss vor allem für den Außeneinsatz tauglich sein. Für Baustellen eignen sich robuste Tablets als Helfer und Arbeitsgeräte deshalb am besten. Alle Handwerker:innen können ihre Arbeit mit dem richtigen Tablet vereinfachen und effizienter gestalten. Wichtig ist lediglich, dass das Tablet die Anforderungen der jeweiligen Baustelle erfüllen kann.
Das Lieferkettengesetz und seine Bedeutung für das Handwerk
In diesem Artikel:
Nach langem politischen Ringen ist das Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten – kurz „Lieferkettengesetz“ – nun da. Das Ziel ist es, Menschenrechte und Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette sicherzustellen – Verbände jedoch warnen vor Belastungen für den Mittelstand. Der folgende Beitrag erklärt:
Was das Gesetz besagt,
welchen Zweck es verfolgt und
worauf sich deutsche Handwerksunternehmen vorbereiten sollten.
Inhalt und Ziele des Gesetzes
Mit dem neuen Gesetz sollen der Kinderschutz, die Freiheit von Sklaverei und Zwangsarbeit, angemessene Entlohnung und andere Menschenrechte gestärkt werden. Zwar haben deutsche und andere europäische Unternehmen bereits ohnehin diesbezüglich auf sehr hohe Standards zu achten, aber ab Januar 2023 werden sie zusätzlich dazu angehalten sein, darauf zu achten, dass ihre Lieferant:innen im In- und Ausland die genannten Rechte einhalten.
Hinweis! Es gilt eine sogenannte Bemühenspflicht, keine Erfolgspflicht. Das heißt, dass – sollten in der Lieferkette Menschenrechtsverletzungen stattfinden, obwohl das deutsche Unternehmen seine Pflichten erfüllt hat – keine Haftung erfolgt. Es gilt eine sogenannte Bemühenspflicht, keine Erfolgspflicht. Das heißt, dass – sollten in der Lieferkette Menschenrechtsverletzungen stattfinden, obwohl das deutsche Unternehmen seine Pflichten erfüllt hat – keine Haftung erfolgt.
Handwerksunternehmen mittelbar betroffen
Zwar betrifft das Gesetz nur Unternehmen ab einer Größe von 3.000 Mitarbeiter:innen (im Jahr 2023) beziehungsweise 1.000 Mitarbeiter:innen (ab 2024). Handwerksverbände aber warnen schon jetzt, dass die indirekten Folgen auch kleine und mittelständische Betriebe treffen werden. Dies wäre dann der Fall, wenn größere Unternehmen – die sie betreffenden Sorgfaltspflichten – durch bestimmte Vertragsklauseln auf die KMU in ihrer Lieferkette abwälzen. Wegen der Dokumentations- und Berichtspflichten kämen auf die Betriebe erhebliche bürokratische Mehraufwände zu, was mit echten Wettbewerbsnachteilen verbunden wäre.
Verpflichtendes Risikomanagement auch bei Zulieferern
Großunternehmen sind nach dem neuen Gesetz verpflichtet, eine Risikoanalyse durchzuführen und gegebenenfalls Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Ausdrücklich erwähnt wird im Gesetzestext auch, dass Unternehmen bei der Auswahl ihrer unmittelbaren Lieferanten berücksichtigen müssen, ob diese „menschenrechtsbezogene Erwartungen“ erfüllen. Aller Voraussicht nach werden große Unternehmen ihre Zulieferer:innen bald also dazu anhalten, dass auch sie die Sozial- und Umweltvorgaben einhalten – und an jedem Punkt ihrer eigenen Lieferkette adressieren.
Ein Beispiel:
Kauft ein Unternehmen bei einem Zulieferer:innen ein, muss es prüfen, ob dieser sich an das Gesetz hält. Um eine ausreichende Prüfung sicherzustellen, müssen die Unternehmen Beauftragte einsetzen, die für die Wahrung der Sorgfaltspflichten verantwortlich sind. Die Geschäftsleitung muss sich mindestens einmal jährlich über die Arbeit dieses Beauftragten informieren.
Die Unternehmen sind durch das Gesetz außerdem dazu gezwungen, eine – interne oder externe – Beschwerdestelle einzurichten. Erfährt das Unternehmen von einem Verstoß gegen die Sozial- oder Umweltschutzrichtlinien, muss es den Vorfall dokumentieren. Dabei ist es egal, wo in der Lieferkette der Verstoß stattgefunden hat. Diese Berichte sind spätestens vier Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres auf der Unternehmenswebseite zu veröffentlichen. Stellt sich heraus, dass die gesetzlichen Mindestanforderungen nicht erfüllt wurden, kann die zuständige Behörde das Unternehmen zum Nachbessern auffordern.
Für Handwerksbetriebe bedeutet das: Um sich rechtlich abzusichern, werden große Unternehmen ab 2023 auch von ihren Zulieferern verlangen, dass diese vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Stimmen aus dem Handwerk befürchten, dass die Unternehmen sogar dazu übergehen könnten, ihnen diese Maßnahmen direkt vorzugeben.
Was sagen Experten zur aktuellen Situation im deutschen Handwerk? Sie befürchten ebenfalls, dass das Gesetz indirekt auch KMUs treffen könnte. So warnt Xaver Peteranderl, Präsident des Bayerischen Handwerkstags, dass Betriebe damit rechnen müssen, dass große Auftraggeber ihre Verpflichtungen auf sie abwälzen werden. Peteranderl wie auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks fordern, die beschränkten Einflussmöglichkeiten der Betriebe zu berücksichtigen und die Anforderungen auf ein realistisches Maß zu reduzieren. So solle man die Verpflichtungen auf die erste Zulieferstufe begrenzen und die umfangreichen Regeln für die mittelbaren Zulieferer streichen.
So solle man die Verpflichtungen auf die erste Zulieferstufe begrenzen und die umfangreichen Regeln für die mittelbaren Zulieferer streichen.
Strafen bei Missachtung
Unternehmen, die das Gesetz missachten, drohen Geldbußen und der Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Kommen potenzielle Verstöße ans Licht, ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle berechtigt, Geschäftsräume zu betreten und Unterlagen zu prüfen. Für Handwerksbetriebe ist vor allem der drohende Ausschluss von öffentlichen Aufträgen bedeutsam.
Rohstoffmangel als zusätzliches Problem
Auch ohne das neue Gesetz stehen die Lieferketten im Handwerk momentan im Fokus. Egal, ob es um Metalle, Holz, Farben oder Dämmmaterial geht – bereits seit Monaten haben viele Betriebe mit Lieferengpässen zu kämpfen. Weil aufgrund von Corona die Produktion in vielen Herstellerbetrieben zurückgefahren wurde und außerdem die Beschränkungen an den Landesgrenzen zur Unterbrechung von Lieferketten im Handwerk führte, fehlt es an Materialien.
Weitere Gründe sind, dass in den USA durch das neue Konjunkturprogramm eine hohe Nachfrage nach Baumaterialien wie Holz herrscht. Die Situation in den USA und im sich rasant entwickelnden China führt dazu, dass das in der EU produzierte Material oftmals exportiert wird. Die Folge in den deutschen Betrieben: Durch die Lieferengpässe verzögert sich das Fertigstellen von Aufträgen, Betriebe müssen in Kurzarbeit gehen oder Baustopps hinnehmen.
Was Handwerksunternehmen tun können
Während bislang vor allem Menschenrechtsverstöße im Textil- und Elektronikbereich für Skandale sorgten, muss in Zukunft auch das Handwerk verstärkt auf die Geschäftspraktiken ihrer Zulieferer achten. Für ihre Existenz spielt vor allem die Rohstoffbeschaffung im Ausland eine Rolle. Deshalb sollten sich Zulieferer:innen bereits jetzt mit dem Thema beschäftigen – und nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Erste sinnvolle Schritte bis zum Inkrafttreten des Gesetzes im Januar 2023 können so aussehen:
Überprüfung, welche der eigenen Auftraggeber ab 2023 dem Lieferkettengesetz unterliegen.
Durchsehen der Verträge mit diesen Auftraggebern: Machen sie bereits Vorgaben zu Sozial- oder Umweltschutzthemen? Welche Vertragsstrafen sind vorgesehen?
Überprüfung, ob der eigene Betrieb selbst Waren bei Herstellern kauft, deren Produktionsbedingungen als kritisch einzustufen sind.
Fazit
Da die meisten Handwerksunternehmen unter der festgelegten Mitarbeiterzahl bleiben, wird das Lieferkettengesetz keine unmittelbare Wirkung auf sie haben. Die indirekte Wirkung wird sich ab dem Jahr 2023 zeigen. Betriebe sollten damit rechnen, dass Großkund:innen sie vertraglich dazu verpflichten werden, die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten. Dies wird strengere Überwachungs- und Dokumentationspflichten nach sich ziehen, die mit einer verschärften Haftung für die Betriebe verbunden sind. Mittelbar wird das Gesetz also auch für kleinere Handwerksbetriebe Folgen haben.
Zudem geht auch der allgemeine Trend in der Wirtschaft immer stärker in Richtung Nachhaltigkeit. Die mit dem neuen Gesetz verbundenen Auflagen sind also unter Umständen nur ein erster Schritt hin zu mehr Verschärfungen. Langfristig müssen sich daher auch kleinere Betriebe auf entsprechende gesetzliche Änderungen und Anforderungen gefasst machen.
5 Tipps für einen optimalen Instagram-Auftritt für Handwerksunternehmen
Was Du in dieser Lektion lernen wirst:
- Tipp 1: Das Profil richtig ausfüllen – Unterschied zwischen Name und Benutzername
- Tipp 2: Die richtigen Videos und Bilder aufnehmen
- Tipp 3: Die Bilder richtig aufnehmen und auswählen
- Tipp 4: Den roten Faden in Deinem Feed beachten
- Tipp 5: Wie Du mehr Interaktionen bekommst und damit eine Community aufbaust
Die Beiden vereinen die Fachkenntnis aus Handwerk und erfolgreichen Social Media-Auftritten und wissen daher genau, welche Vorteile ein gutes Instagramprofil für Handwerksunternehmer:innen haben kann und auf was bei der Erstellung des Profils und der Beiträge zu achten ist. Mohamad ist gelernter KFZ-Meister und Social Media Berater mit seiner Firma “Influently” wohingegen Ruslan, selbständiger Elektroniker für Energie- & Gebäudetechnik sowie Content Creator mit über 3000 Followern ist.
Warum Instagram für Handwerksunternehmer:innen interessant ist
Auf Instagram, einer der größten Plattformen, tummeln sich die verschiedensten Leute, teilen ihren Alltag oder sind auf der Suche nach interessanten Beiträgen. Gerade für jüngere Menschen, die Fachkräfte, Auszubildende und Kunden von morgen, hat das soziale Netzwerk eine große Bedeutung, da sie meist täglich Zeit mit der App verbringen. Wer demnach den eigenen Handwerksbetrieb auf Instagram gut aufstellt, kann gezielt für das eigene Unternehmen werben. Dafür bietet die Plattform eine ganze Bandbreite an verschiedenen Content-Formaten, um Nutzer zu Followern und Follower zu Kunden oder Mitarbeitern zu machen.
Hinweis:
Dabei gilt nicht je mehr Follower, desto besser, sondern je mehr aus einer bestimmten Zielgruppe, desto besser.
Tipp 1: Das Profil richtig ausfüllen – Unterschied zwischen Name und Benutzername
Zum Anfang muss der Benutzername für die Instagramseite gewählt werden. Dieser sollte einprägsam sein und im besten Fall darauf hindeuten, was genau Du machst. Dabei ist der Benutzername einzigartig auf Instagram und schafft den größten Wiedererkennungswert. Nicht einzigartig ist jedoch der Profilname, der bis zu 30 Zeichen lang sein darf. Aber auch hier macht es Sinn, sich genau zu überlegen, wie Du am besten kurz und attraktiv beschreibst wer Du bist. Reicht Dir Dein eigentlicher Name aus oder soll es etwas genauer sein wie bei unserem Experten “Ruslan dein Elektriker”?
Anschließend ist das Profilbild an der Reihe, was den Besuchern Deines Profils schnell ins Auge fallen sollte. Ein persönliches Bild, auf dem Du oder Dein Betrieb zu sehen ist, kommt meist besser an als ein bloßes Logo. Daneben ist die Profilbeschreibung zu finden, auch genannt „Steckbrief oder kurz Bio“. Hier ist es nützlich, den Profilbesuchern kurz und prägnant zu erklären, was genau Du auf Deinem Kanal vor hast bzw. mit welchen Themen sich Dein Profil beschäftigt. Um bestimmte Wörter hervorzuheben, lassen sich Hashtags (#) setzen, die dann Blau hinterlegt werden. Zusätzlich bietet es sich an, direkt Links zur eigenen Betriebs-Webseite anzugeben, um Nutzer:innen direkt weiter zu informieren. Auf der mobilen Version der App lassen sich sogar noch Kontaktdaten angeben wie die Telefonnummer oder die Adresse.
Tipp 2: Die richtigen Videos und Bilder aufnehmen
Da die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen im digitalen Zeitalter recht gering ist und Bildmaterial einfacher vom Gehirn verarbeitet wird, eignen sich kurze Videos und Bilder optimal, um doch wahrgenommen zu werden. Mit kurzen Videos wie den sogenannten “Reels” lassen sich schnell Menschen erreichen, wie der anhaltende TikTok-Trend zeigt. Damit Instagram Deine Beiträge möglichst vielen Menschen direkt anzeigt, sollte der Algorithmus der Plattform beachtet werden. Mohamad nutzt beispielsweise eine Strategie von 40 % Bildern und 60 % Videos, da Instagram momentan Videos bevorzugt. Je mehr Deine Inhalte dem Algorithmus entsprechen, desto besser wird Dich Instagram im Newsfeed platzieren. Videos können kurz (Reel) oder länger (IGTV) sein. Daneben gibt es Hashtags (#), damit Dein Profil besser gefunden werden kann.
Hinweis:
Unsere beiden Experten raten dazu, Euch so zu präsentieren wie Ihr seid echt zu wirken, Emotionen hervorzurufen und dadurch die Leute mitzureißen.
Tipp 3: Die Bilder richtig aufnehmen und auswählen
Um authentische Bilder aufzunehmen, brauchst Du nicht unbedingt einen professionellen Fotografen zu engagieren. Je nachdem, welche Strategie Du verfolgst und wie Du bei Deinen Followern ankommen willst. Mohamad setzt zum Beispiel auf professionell erstellte Bilder, wohingegen Ruslan die meisten einfach mit dem Smartphone aufnimmt. Trotzdem gibt es ein paar Kniffe bei der Aufnahme zu beachten: Zum einen hilft es ungemein, das Raster bei der Kamerafunktion einzuschalten. Dadurch lässt sich das Bild in drei Teile einteilen. Damit ein Bild gut erkennbar ist, sollte das was hervorgehoben werden soll, zum Beispiel im oberen Drittel positioniert seien. Zum Beispiel das Gesicht, das Werkstück oder der wichtigste Teil des Arbeitsschrittes an sich.
Tipp 4: Den roten Faden in Deinem Feed beachten
Gemeint ist damit der Wiedererkennungswert Deines Profils. Am besten hebst Du Dich nämlich von anderen Betrieben in Deinem Bereich ab. Zum einen farblich und zum anderen thematisch, falls es möglich ist. Eine bestimmte Farbkombination bei Deinem Layout der Beiträge, dem Firmenlogo oder dem Aufbau des Profils kann in dem Fall schon reichen. Wiederkehrende Farben und Layouts bei Beiträgen zu gleichen Themen oder veränderte Layouts um Themenschwerpunkte abzugrenzen, wäre ein anderes Beispiel. Auch das Gesamtbild Deiner angezeigte Beiträge sollte farblich und thematisch zusammenpassen. Hier ist etwas Kreativität gefragt. Außerdem sollte alles – was im Steckbrief angegeben – Deine Intention auf Instagram bei den Beiträgen widerspiegeln.
Tipp 5: Wie Du mehr Interaktionen bekommst und damit eine Community aufbaust
Hinweis:
Zur Erklärung: Interaktionen sind essentiell auf Instagram. Darunter zählen Likes, Kommentare, geteilte Beiträge, Verlinkungen und private Nachrichten auf bestimmte Beiträge.
Um als Handwerksunternehmer:in auf Instagram erfolgreich zu sein, musst Du laut Ruslan wissen, was genau dort erreicht werden soll. Sind es neue Kunden, Mitarbeiter oder Auszubildende. Danach lässt sich die Art und Weise der Beiträge auf Deinem Profil auswählen. Einen Auszubildenden interessiert beispielsweise genau, wie diese bei Deinem Betrieb aussehen. Kunden interessieren sich eher für die Arbeitsweise und für die fertigen Projekte, an denen sie sich orientieren können.
Auch die Kommunikation und Ansprache in den Beiträgen lässt sich genau auf eine Zielgruppe anpassen. Texte müssen auf Instagram Emotionen auslösen. Zum Beispiel Verwunderung, Staunen oder einen Lacher. Im besten Fall regen die Beiträge zu Feedback oder einer Diskussion an. Damit die interessierten Nutzer nicht abgeschreckt werden, hilft es, die kurzen Texte zu formatieren und in kleine Abschnitte aufzuteilen. Zudem können Emojis Textpassagen auflockern und bestimmte Emotionen einfacher rüberbringen. Kommuniziert wird auf persönlicher Ebene, wobei “authentisch sein” das A und O darstellt.
Eine kleine Frage zum Schluss kann zusätzlich Nutzer zur Interaktion anregen.
Ein sogenannter “Call to Action”. Zum Beispiel: „Was haltet ihr davon? Habt ihr damit auch schon Erfahrungen gemacht?“. Um den Beitrag so sichtbar wie möglich für die Instagram-Welt zu machen, können Hashtags (#Handwerker) benutzt werden. Das sind Schlüsselworte, die zu Euch und der Zielgruppe passen. Das heißt wer nach Elektrikern sucht, sollte Hashtags verwenden, die Elektriker interessieren. Es kann auch nützlich sein neue Hashtags zu etablieren, um einen weiteren Wiedererkennungswert zu schaffen.
Instagram ist ein Geben und Nehmen.
Um Interaktionen zu erhöhen, können sich Kollaborationen lohnen. Beispielsweise mit Cafés, anderen Firmen und sonstigen Läden aus Deiner Gegend, die mögliche Follower zu Deiner Zielgruppe für Dich haben und andersherum. Wer zum Beispiel einen Gas-Wasser-Installateur benötigt, braucht zum Beispiel meistens auch einen Elektriker. Warum dann nicht eine Kooperation mit einem Profil, um gegenseitig zu profitieren?
Zum Schluss haben Dir Ruslan und Mohamad eine kurze Checkliste (https://linktr.ee/influently) erstellt, um Deinen Instagram-Auftritt zu verbessern. Wer mehr Information rund um Social Media benötigt, kann sich an die beiden wenden oder direkt eine Termin ausmachen.








