Warum eine Kündigung im Handwerk nicht schwerfallen muss
In diesem Artikel:
Jeder Handwerksunternehmer wird früher oder später mit einer Kündigungssituation konfrontiert sein, was vielfältige Gründe haben kann. Zum einen ist es möglich, dass der Betrieb Überkapazitäten besitzt oder Umsatz- und Auftragsrückgänge verzeichnet. Zum anderen kann es ein, dass ein Mitarbeiter mit dauerhaft mangelhafter Leistung oder gar anhaltenden Regelbrüchen auffällt. Wer hier nicht richtig handelt, riskiert, dass die Firma zusätzlich Schaden nimmt. Inkonsequenz kann auf die Arbeitsmoral der anderen Mitarbeiter drücken. Kommt es letztlich zur Kündigungsentscheidung gibt es für Chefs einiges zu beachten, damit es im Nachhinein nicht zu bösen Überraschungen kommt.
Was es bei der Kündigung zu beachten gilt.
Zu allererst gilt es als Chef formell genau und fair zu handeln. Hierbei muss eine Kündigung immer schriftlich erfolgen. E-Mail oder SMS zählen also nicht. Wird eine Freistellung des Mitarbeiters vor Ablauf der Kündigungsfrist gewünscht, muss dies im Schreiben kommuniziert werden. Zudem ist der Chef verpflichtet den Arbeitnehmer darauf hinzuweisen, sich umgehend beim Arbeitsamt zu melden, um Sperren des Arbeitslosengeldes zu verhindern. Formell ist eine ordentliche und außerordentliche Kündigung zu unterscheiden.
Das Schutzgesetz greift bei Betrieben von über 10 Mitarbeitern und einer Tätigkeit von mindestens sechs Monaten.
Die erstgenannte Variante, orientiert sich an der gesetzlich vorgeschriebenen Frist. Greift dabei das Kündigungsschutzgesetz, muss nach einer Aufforderung eine Begründung beigelegt werden. Das Schutzgesetz greift bei Betrieben von über 10 Mitarbeitern und einer Tätigkeit von mindestens sechs Monaten. Bei einer außerordentlichen Kündigung (fristlos) muss sich nicht an die gesetzliche Frist gehalten werden, da ein wichtiger Kündigungsgrund besteht. Dieser muss auf Nachfrage mitgeteilt werden und spätestens für das Arbeitsgericht nachvollziehbar sein. Darunter fallen zum Beispiel Straftaten oder Beleidigungen bei der Arbeit.
Kündigung richtig Kommunizieren.
Eine Kündigung richtig zu kommunizieren fällt vielen Chefs nicht leicht. Zum einen ist das Arbeitsverhältnis im Handwerk meist freundschaftlicher, zum anderen spielt die Unsicherheit aufseiten des Arbeitgebers eine große Rolle. Fragen wie: „Ist das der letzte Ausweg, lag der Fehler vielleicht bei meinem Führungsstil, reichen die Verfehlungen aus für eine Entlassung oder was gibt es formell zu beachten, hat der Mitarbeiter vor dem Arbeitsgericht gute Chancen?“, kommen häufig dabei auf.
Allerdings ist es wichtig, eine Kündigung im Handwerk bei einem nachvollziehbaren Grund konsequent durchzuziehen. Dabei sollte offen und fair kommuniziert werden. Deshalb ist es wichtig ehrlichen Kündigungsgrund zu nennen und seine Betroffenheit darüber zum Ausdruck zu bringen. Das zollt von Respekt dem Arbeitnehmer gegenüber, was für das Arbeitsverhältnis im Handwerk wichtig ist. Zudem kann ein Feedback für das nötige Verständnis beim Entlassenen sorgen, um es in Zukunft besser zu machen.
Die negativen Folgen von Nichtentlassung und Emotionalität.
Da es Vorgesetzten oft nicht leichtfällt, sich von einem Mitarbeiter bei Fehlverhalten zu trennen, wird dies zu oft toleriert. Wer als Chef nicht seiner Rolle entsprechend agiert, kann seine Autorität gegenüber den anderen Mitarbeitern verlieren. Im schlimmsten Fall bleibt der angemahnte Mitarbeiter und Kollegen nehmen sich in Zukunft ähnliches Fehlverhalten heraus. Das schlägt letztendlich auf die Arbeitsmoral innerhalb sowie auf das Ansehen außerhalb des Betriebes.
Eine weitere Negativsituation ergibt sich aus Emotionalität beim Kündigungsgrund. Kommt es hier zu Kurzschlussentscheidungen als Chef, kann der Kündigungsgrund vor dem Arbeitsgericht erfolgreich angefochten werden. Anschließend fallen mögliche Zusatzkosten an, die bei einer überlegten und formal korrekt ausgeführten Kündigung gespart wären.
Außerdem kann es förderlich sein, wenn die Kündigung dem Mitarbeiter nicht nur offen und fair kommuniziert wird, sondern in speziellen Fällen auch neue berufliche Perspektiven aufzeigt.
Von der Win Win Situation bis hin zur Beratung.
Außerdem kann es förderlich sein, wenn die Kündigung dem Mitarbeiter nicht nur offen und fair kommuniziert wird, sondern in speziellen Fällen auch neue berufliche Perspektiven aufzeigt. Geschieht die Entlassung zum Beispiel aus finanziellen Gründen, ist es ein Zeichen von Respekt, andere Kollegen aus dem Handwerk zu empfehlen. Somit können beide Parteien trotzdem mit einem positiven Gefühl auseinandergehen und ein geschätzter Kollege eine weitere Arbeitskraft hinzugewinnen.
Ist man als Chef immer noch unsicher in Kündigungsfällen, kann es hilfreich sein, professionelle Beratung hinzuzuziehen. Hier gibt breites Spektrum an Coaches und Personalberatern, die sich mit den Formalitäten bestens auskennen. Des Weiteren bringt es etwas, das eigene Führungsverhalten regelmäßig zu reflektieren, um in Zukunft routinierter mit solchen Situationen umgehen zu können.
Check and Work
Was Du in dieser Lektion lernen wirst:
Was ist Check and Work?
Handwerksunternehmer. Auf ihr lassen sich schnell und einfach qualifizierte Handwerksunternehmen aller Gewerke finden, die Dich bei Auftragsspitzen und Großaufträgen unterstützen. Der Sinn dahinter ist, dass alle vorhanden und qualitativ hochwertigen Netzwerke aus der Handwerksbranche sich auf der Plattform vereinen und sämtliche Synergien nutzen. Auf der einen Seite kannst Du also Hilfe anfordern. Auf der anderen Seite kurzfristig frei gewordene Kapazitäten nutzen, um andere Handwerksbetriebe zu unterstützen und die eigene Auftragsauslastung zu optimieren.
Wie kam es zu „Check and Work“?
Vor etwas mehr als einem Jahr bot ein A-Kunde der Firma einen Großauftrag an. Hierbei sollte ein neues Fitnessstudio installieren werden. Im Arbeitsverlauf kamen natürlich immer mehr Nachträge dazu. Das ließ die Kapazitäten immer knapper werden und kurz vor Ende des Projektes, kamen neue Ideen des Architekten hinzu. Bei den Abschlussarbeiten des Projektes lag die Auslastung bei 150 %. Holl fragte sich: „Wie sollen wir das packen?“ In dem Moment bekommt er ein Tipp von einem Handwerkskollegen. Dieser empfiehlt einen befreundeten Elektrotechnikbetrieb um Unterstützung zu Fragen, um den Zeitplan einzuhalten. Letztendlich sagt der Betrieb zu und schickt sechs Fachkräfte, die auf dem Markt kurzfristig schwer zu bekommen wären. In Form eines Werkvertrages unterstützten diese den Auftrag und innerhalb von drei Tagen waren alle zusätzlich ausstehenden Arbeiten ausgeführt. Der Kunde kann rechtzeitig eröffnen und die Idee von Check and Work war geboren.
Was ist der Mehrwert dabei?
Kommst du bei Großaufträgen an die Auslastungsgrenze oder hast momentan freie Kapazitäten, kann Check and Work in Zeiten des Fachkräftemangels weiterhelfen. Es reicht dann eine Anfrage zu erstellen, die dann alle infrage kommenden Unternehmen vorliegt. Diese Anfrage informiert somit schnell und einfach über die momentane Lage. Dazu können der Umkreis der Suche und die benötigten Gewerke angegeben werden. Dadurch arbeitet das Handwerk nach der Check and Work-Idee enger zusammen, um in Zeiten des Fachkräftemangels trotzdem gut bestehen zu können.
Die Voraussetzungen und ein kurzer Blick auf die Plattform
Für Check and Work sind keine besonderen Voraussetzungen bei Handwerksbetrieben notwendig. Ein erster Schritt besteht darin, auf den Button „Firmenprofil erstellen“ zu klicken und anschließend den Firmencheck zu absolvieren, damit andere Unternehmen wissen wo Deine Qualitäten liegen. Zudem werden dort Nachweise für die Qualifikationen und die Eintragung der Handwerksrolle abgefragt. Anschließend werden auch die weiteren Funktionen in der oberen Menuleiste „Aufträge Suchen“ und „Aufträge erstellen“ freigeschalten. Über den Button Handwerker suchen lässt sich sehen, wo sich in Deutschland schon Hotspots zur Unterstützung gebildet haben, beziehungsweise wo sie sich vermehren.
Was kostet Check and Work und wie ist der aktuelle Stand?
Mitgründer Martin Holl gehe es bei der Plattform vor allem darum, den Zusammenhalt im Handwerk zu stärken. Deswegen ist das Ganze kostenfrei. Der Wert schaffe sich für ihn darin, eine große Anzahl an Unternehmen zu vernetzen, um neue Möglichkeiten für jeden Betrieb zu schaffen. Trotzdem gibt es einen Spenden-Button, um die Entwicklung in Zukunft nicht abreißen zu lassen. Hierbei gibt es die Plattform nun schon 34 Wochen und momentan haben sich 263 Unternehmen bereits registriert, um zusammenzuarbeiten. Holl das Tool mit seinem Unternehmen selbst und empfiehlt es mit den Worten: „Macht mit und erfahrt wie geil es ist im Handwerk zusammenzuarbeiten!“
Wie man durch Social Recruiting Mitarbeiter im Handwerk gewinnt
In diesem Artikel:
- Was bedeutet eigentlich der Begriff Social Recruiting
- Wo liegen die Unterschiede von klassischer Mitarbeitergewinnung und Social Recruiting?
- Die Vorteile von Social Recruiting
- Wie gehe ich vor, wenn ich die Social Recruiting in meinem Betrieb umsetzen will?
- Wer sich nicht selbst mit der Materie befassen möchte, kann sich Hilfe beim Experten holen.
Wer sich nicht selbst mit der Materie befassen möchte, kann sich Hilfe beim Experten holen.
Digitalagenturen wie die von Experte Christian Keller aus Frankfurt, bieten umfassende Dienstleistungen zum Thema Social Recruiting an. Gerade wenn es darum geht, schnell einen neuen Mitarbeiter zu finden, kann die Arbeit vom Profi Gold wert sein. Hierbei weiß die Agentur über bestimmte Kniffe mit dem Anzeigenmanager oder der Social Media Plattform insgesamt Bescheid. Mit einem ersten Terminierungstool können Handwerker eine kostenlose 30-minütige Beratungssitzung bei Christian Keller ausmachen, um zu schauen, wie dem Unternehmen am Besten zu helfen ist. Der anschließende Recruitingprozess beläuft sich auf 2 – 8 Wochen, die Investitionssumme liegt dabei für den Gewinn eines neuen Mitarbeiters bei ungefähr 2500 – 3000 Euro.
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