So geht Beweissicherung auf der Baustelle
In diesem Artikel:
Beweissicherung auf der Baustelle: Streitfälle vermeiden, Klarheit schaffen
Für Handwerksfirmen kann es mit Auftraggebern oder betroffenen Drittpersonen wie Nachbarn immer zu Unstimmigkeiten kommen. Der Auftraggeber entdeckt nach der Arbeit von Dachdeckern Schäden am Dachstuhl. War dieser Schaden schon vor der Arbeit der Dachdecker da? Oder die Dachdecker entdecken Mängel am Dachstuhl, aber arbeiten einfach weiter und werden im Nachhinein dafür verdächtigt. Vielleicht beschwert sich ein Nachbar, dass Arbeiter seine Dachrinne beschädigt hätten. War diese schon davor beschädigt? In diesen Streitfragen hilft eine genaue Dokumentation auf der Baustelle, insbesondere eine Beweissicherung von Mängeln oder Objekten, die in Zukunft Mängel aufweisen könnten.
Im Notfall muss ein Beweissicherungsverfahren eingeleitet werden, um spätestens vor Gericht den genauen Sachverhalt zu erklären. Baustellen Apps für mobile Endgeräte wie Craftnote, können eine wichtige Unterstützung für die Beweissicherung darstellen. Mit ihren Funktionen lassen sich die Abläufe auf der Baustelle schnell, einfach und übersichtlich dokumentieren.
Baustellen Apps für mobile Endgeräte wie Craftnote können eine wichtige Unterstützung für die Beweissicherung darstellen.
Was ist ein Beweissicherungsverfahren?
Eine große Bedeutung für rechtliche Angelegenheiten im Baugewerbe beziehungsweise Handwerk hat das sogenannte selbstständige Beweissicherungsverfahren. Es dient dazu, Tatsachen festzustellen, meistens im Rahmen eines vom Gericht geleiteten Verfahrens. Somit werden allein daraus keine rechtlichen Fragen geklärt sowie kein Urteil gesprochen. Hingegen liegt am Ende ein schriftliches Gutachten eines Sachverständigen vor, das notfalls vor Gericht weiterverwendet werden kann. Gerade in der Problematik bei auftretenden Mängeln kommt das Beweissicherungsverfahren häufig zum Einsatz und ist von großer Bedeutung.
Egal ob nun vom Auftraggeber, vom Auftragnehmer oder von geschädigten Drittpersonen engagiert. Es geht nur darum, möglichst genau zu dokumentieren, um bei eventuellen Streitfragen mit Beweisen abgesichert zu sein. Zu unterscheiden sind dabei das private und das gerichtliche Beweisverfahren. Beim erstgenannten handelt der sachverständige Gutachter im Auftrag des Gerichts, währenddessen beim letztgenannten der Gutachter von einer privaten Partei hinzugezogen wird. Das Gutachten kann allerdings als Beweismittel vor Gericht verwendet werden.
Wann sollte man so ein Verfahren einleiten?
Fallen Mängel nach abgeschlossenen Arbeiten auf, kann ein Beweissicherungsverfahren auch hier weiterhelfen.
Grundsätzlich immer dann, wenn das Risiko besteht, dass ein Objekt nach einer bestimmten Zeit nicht mehr in dem Zustand ist, indem es vorher war. Das kann vor Beginn der Arbeit, während der Arbeit oder nach der getanen Arbeit der Fall sein. Angenommen, bei der ersten Besichtigung der zukünftigen Baustelle fallen erhebliche Mängel oder Fehler auf, kann es sich lohnen, ein Beweissicherungsverfahren durch einen Sachverständigen zu beantragen, um im Voraus gegen Anschuldigungen abgesichert zu sein.
Zum anderen kann es sich während der Handwerksarbeit lohnen. Falls Mängel eigenmächtig ohne ein Gutachten beseitigt werden oder einfach weitergearbeitet wird und im Nachhinein Fehler festgestellt werden, kann es vor Gericht gegen den Handwerksbetrieb verwendet werden. Fallen Mängel nach abgeschlossenen Arbeiten auf, kann ein Beweissicherungsverfahren auch hier weiterhelfen. Wird ein Gutachter von Auftraggeber und -Nehmer anerkannt, kann es zu einem Vergleich kommen. Akzeptieren beide Parteien diesen Vergleich, kann ein zäher Gerichtsprozess verhindert werden.
Warum sollte man Baumängel genau dokumentieren?
Wird ein Betrieb durch ein Gutachten für ein Mängel verantwortlich gemacht und beseitigt diesen nicht, wird die freiwillige Fehlerbeseitigungspflicht verletzt.
Es ist enorm wichtig, Mängel genau zu dokumentieren, um für das Handwerksunternehmen größere Schwierigkeiten im Bauprozess zu vermeiden. Die Dokumentation kann von Sachverständigen und vor Gericht als Beweismittel herangezogen werden. Ist die Baudokumentation lückenhaft und ungenau, ist es zum Beispiel für eine Handwerksfirma schwer nachzuweisen, dass sie an einem Baumangel nicht schuld ist oder korrekt gearbeitet hat.
Wird ein Betrieb durch ein Gutachten für einen Mangel verantwortlich gemacht und beseitigt diesen nicht, wird die freiwillige Fehlerbeseitigungspflicht verletzt. Das kann vor Gericht verwertet werden. Es kann immer zu Unstimmigkeiten mit Kunden oder Dritten Personen, beispielsweise Nachbarn, kommen. Diesen Situationen ohne Beweissicherung auf der Baustelle zu begegnen ist fahrlässig. Egal ob der Handwerker dafür verantwortlich ist oder nicht. Außerdem kann eine akkurate Mängeldokumentation einen Gerichtsprozess vermeiden, wenn der anderen Partei eindeutig die Sachlage klargemacht wird.
Wie die Baustellen App Craftnote die Beweissicherung unterstützen kann
Ist zum Beispiel ein Mangel entdeckt, kann davon schnell ein Bild gemacht werden.
Mit der App für Handwerker lässt sich die Beweissicherung in vielen Hinsichten unterstützen, da Craftnote auf dem PC sowie auf mobilen Endgeräten funktioniert. Durch die Foto- und Videofunktion lassen sich schnell Beweise aufnehmen und sofort in das Projekt hochladen. Diese Bilddateien können mit der Hilfe von anderen Bearbeitungsfunktionen mit Markierungen versehen werden, um die Beweislage zu verbessern. Ist zum Beispiel ein Mangel entdeckt, kann davon schnell ein Bild gemacht werden. Anschließend ist es durch eine Bildbearbeitungsfunktion schnell möglich, die Maße des Mangels in das Bild einzufügen.
Zusätzlich können noch Notizen zu Eigenheiten des Fehlers angehangen werden, um den Sachverhalt genau zu schildern. Sind die Fotos oder Videos einmal im Projekt eingefügt, sind sie dort gespeichert und für alle beteiligten Personen jederzeit abrufbar. Damit lassen sich Mängel im Bauprozess frühzeitig vermeiden, Unstimmigkeiten schnell aus der Welt schaffen oder letztendlich bei einem Beweissicherungsverfahren nutzen. Dadurch lässt sich Geld und Zeit bei der Untersuchung durch den Sachverständigen einsparen, da die Kosten vom Umfang der Untersuchung abhängen.
5 Bauprojektmanagement Tools die jedem Handwerksunternehmen helfen können
In diesem Artikel:
Projekte von Handwerksbetrieben sind meistens komplex, unübersichtlich und bringen einige Risiken mit sich. Zum einen sind die verschiedensten Personen beteiligt, wie der Bauherr, Handwerker oder Zulieferer. Zum anderen können plötzliche Probleme auf der Baustelle die Planung durcheinanderbringen. Kommt zum Beispiel das benötigte Material zu spät, kann sich auch die Fertigstellung verzögern. Um das zu vermeiden, ist eine enge Kommunikation und genaue Dokumentation auf der Baustelle nötig. Kurz gesagt: ein gutes Bauprojektmanagement. Allerdings können diese Herausforderungen mit Projektmanagement Tools bewältigt werden.
Mit digitalen Lösungen, lassen sich alle Informationen über ein Projekt in einem Tool erfassen und somit eine hohe Übersichtlichkeit schaffen. Das verringert die Verlustrisiken, spart Zeit und vor allem Geld.
Das Tool mit 2,8 Millionen Benutzern: „Basecamp“.
Eines der beliebtesten Projektmanagement Tools ist Basecamp mit über 2,8 Millionen Benutzern. Es baut sich aus sechs Modulen auf, die alle wichtigen Themen des Bauprojektmanagements abdecken. Darunter zählen die Module …
für Datenaustausch,
Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern,
der Dokumentation des Projekts
und die Arbeitszeiterfassung.
Dabei kann das Programm auf allen wichtigen Plattformen wie dem PC, Mac, iOS, Android und in einer Browserversion abgerufen werden. Dazu gibt es allerhand Schnittstellen, die es ermöglichen bestehende Daten aus anderen Programmen zu integrieren. Interessierte können die Software 30 Tage lang testen, müssen dann aber auf die Bezahlversion umsteigen. Sollen unbegrenzt Jobs und Mitarbeiter integriert werden, ist eine Pauschale von 99 US-Dollar im Monat fällig. Dafür bekommt der Nutzer 500 GB Speicherplatz.
Die effiziente und kostenfreie App für Handwerker: „Craftnote“.
Sie steht für eine einfache papierlose Projektsteuerung, Dokumentation und Kommunikation, die Online wie Offline verfügbar ist.
Eine weitere Möglichkeit für effizientes Bauprojektmanagement mit digitalen Tools im Handwerk ist die App Craftnote. Sie steht für eine einfache papierlose Projektsteuerung, Dokumentation und Kommunikation, die Online wie Offline verfügbar ist. Der Vorteil dabei, die Profiversion ist kostenlos. Dabei lässt sich die App auf dem PC sowie auf mobilen Endgeräten bedienen. Die Bedienung ist einfach gestaltet, sodass Handwerker die mit Whatsapp zurechtkommen, ohne weiteren Lernaufwand die Craftnote App einsetzen können.
Am Anfang wird ein Projekt erstellt und alle Beteiligten, egal ob Bauherr, Handwerker oder Zulieferer, diesem hinzugefügt. An das Projekt können wichtige Dokumente angehangen werden, auf die hinzugefügten Personen jederzeit zugreifen können. Außerdem lassen sich Unterprojekte erstellen, Aufgaben an bestimmte Handwerker zuteilen und die genaue Arbeitszeit erfassen. Somit schafft die App eine klare Struktur auf der Baustelle und zeigt genaue Zugehörigkeiten auf.
In einem chronologischen Chatverlauf können die beteiligten Personen außerdem Dokumente hochladen oder mit dem mobilen Endgerät einscannen, damit diese nicht verloren gehen und sofort abrufbar sind, falls Beschwerden vorliegen.
Die einfach zu bedienende Software von „Trello“.
Das Programm funktioniert dabei wie eine Art Mindmap, in der alle wichtigen Informationen und Daten über das Projekt enthalten sind und hinzugefügt werden können.
Eine andere bekannte Projektmanagementsoftware ist Trello. Diese hat zugleich den Vorteil, dass die Basisversion kostenlos verfügbar ist. Jedoch sind nicht alle Funktionen uneingeschränkt nutzbar. Doch abgesehen davon macht das Projektmanagement Tool für das Handwerk einen guten ersten Eindruck. Das Programm funktioniert dabei wie eine Art Mindmap, in der alle wichtigen Informationen und Daten über das Projekt enthalten sind und hinzugefügt werden können.
Durch die einfache Bedienung ist fällt der Lernaufwand relativ gering aus. Um den übersichtlichen Funktionsumfang aufzuwerten, gibt es bei Trello sogenannte Power-ups. Mit diesen Erweiterungen lassen sich beispielsweise Schaubilder und Tabellen wie Gantt-Charts oder RSS-Feeds integrieren. Neben der kostenlosen Ausführung ist Trello noch in der Business-Class (9.99 US-Dollar) und als Enterprise-Version (20,83 US-Dollar) erhältlich für die pro Monat und Nutzer gezahlt werden muss.
Der sogenannte Klassiker unter den Projektmanagement Tools: „Aceproject“.
Es lassen sich Dokumente, Termine und Aufgaben verwalten sowie Arbeitsreporte und Gantt-Charts integrieren.
Zu den oft benutzten digitalen Tools im Handwerk gehört außerdem AceProject. Etabliert hat es sich durch seine Vielseitigkeit. Es lassen sich Dokumente, Termine und Aufgaben verwalten sowie Arbeitsreporte und Gantt-Charts integrieren. Zudem kann das Design des Tools an das Corporate Design ihres Unternehmens angepasst werden. Allerdings ist eine längere Einarbeitungszeit nötig, da der Funktionsumfang des Tools enorm ist. Die kostenlose Basisversion gilt für bis zu drei User und stellt ein GB Speicher zu Verfügung. Sie eignet sich gut, um das Programm zu testen, bevor auf die kostenpflichtigen Versionen umgestiegen wird.
Diese kosten 24 US-Dollar bis 199 US-Dollar monatlich und bieten größere Nutzer- und Speichermengen an. Auch Komfortfunktionen wie die Entwicklung eigener Erweiterungen und tägliche Back-ups sind nur in den Bezahlversionen verfügbar. Apps für AceProject gibt es von allen Anbietern.
Die vielseitige Alternative von „InLoox“.
Diese ist für Bauunternehmen ausgelegt und hilft mit vielseitigen Modulen Projekte zu planen und zu steuern.
Als Nächstes soll auf die Lösung von InLoox für Projektmanagement im Handwerk eingegangen werden. Diese ist für Bauunternehmen ausgelegt und hilft mit vielseitigen Modulen Projekte zu planen und zu steuern. Unteranderem gibt es ein Mindmap-Tool, das eine übersichtliche Planung ermöglicht. Außerdem gibt es verschiedene Module zur Projektdokumentation, Kommunikation und Budgetplanung, die als Version für den PC oder als Web-App für mobile Endgeräte genutzt werden können. Dabei können Gantt-Tabellen und andere Daten ohne Probleme in die Software integriert werden.
So ermöglicht InLoox eine umfassende Kontrolle über Bauprojekte durch die Automatisierung aller Aspekte der Baudokumentation. Die Testversion bietet kostenlosen Zugriff für 30 Tage. Anschließend kann eine einmalige Lizenz für 490 US-Dollar gekauft werden oder ab 24,95 US-Dollar flexibel pro Monat und Anzahl der Nutzer gezahlt werden.
Unser Fazit
Um komplexe Bauvorhaben – unerheblich wie groß diese sind – erfolgreich abzuschließen, ist eine passende Software sehr nützlich. Bauprojektmanagement ist eine sehr ergebnisorientierte Disziplin, bei der vor allem die Faktoren Zeit und Kosten im Vordergrund stehen. Egal wie gut die Projektmanagement-Kenntnisse sind – es kann schwierig werden den Überblick über alle Aufgaben, Termine und Ressourcen zu behalten.
Besonders, da häufig eine kleine Änderungen an einem Element dazu führen kann, dass sehr viele andere Elemente ebenfalls davon betroffen sind. In solchen Fällen kann eine Bauprojektmanagement-Software dabei helfen den Überblick zu behalten. Die jeweilige Software sollte dabei immer zu den Anforderungen der Bauprojekte passen.
Wie der Einsatz von Headhuntern die Suche nach qualifizierten Handwerkern verändert.
In diesem Artikel:
Die Handwerksbranche verändert sich zunehmend. Handwerksbetriebe digitalisieren sich oder Headhunter, auch genannt Personalberater oder Personalvermittler, werden von Unternehmen gezielt beauftragt für eine bestimmte Arbeitsstelle, den bestmöglichen Mitarbeiter zu finden. Dabei wird nicht nur auf dem freien Arbeitsmarkt gesucht, sondern auch branchenübergreifend bei anderen Unternehmen. Um Festangestellte zu überzeugen, nutzen Headhunter bestimmte „Abwerbetaktiken“. Diese sind bis zu gewissen Grenzen auch legal.
Das kann den Fachkräftemangel bekämpfen und Vorteile wie Nachteile für Handwerksbetriebe mit sich bringen. Noch ist der Einsatz von Headhuntern für die Suche nach Fachkräften in der Handwerksbranche unüblich, allerdings lassen sich immer häufiger Fälle beobachten, in denen sie zum Einsatz kommen. Häufiger werden die Dienste von Personalberatern in der Industrie genutzt, um Managerpositionen zu besetzten. Was dort funktioniert, kann aber auch für die Handwerksbranche interessant werden.
Arbeitsweise und Vergütung im Headhunter-Geschäft.
Angenommen ein Betrieb sucht einen erfahrenen Handwerker, um die Arbeitsqualität auf der Baustelle zu erhöhen. Nach Stellenausschreibungen finden sich keine angemessen arbeitssuchenden Fachkräfte. An dieser Stelle kommen Headhunter / Personalberater ins Spiel. Sie versuchen eine angemessene Fachkraft für ihren Auftraggeber zu finden und diese notfalls auch für einen Wechsel des Arbeitsplatzes zu motivieren. Egal ob per E-Mail, Telefon oder im persönlichen Kontakt.
Hierbei gibt es allerdings bestimmte gesetzliche Regelungen, die Personalberater einhalten müssen. Zum Beispiel dürfen sie nicht persönlich das Betriebsgelände betreten und den Arbeitsablauf stören. Dazu zählt auch das gezielte Abwerben von Arbeitern der Konkurrenz, um sie zu schwächen. Abgeworbene müssen deswegen tatsächlich eingestellt werden. Außerdem zählen mehrmalige Anrufe bei verschiedenen Angestellten einer Firma während der Arbeitszeit als rechtswidrig und gelten als unlautere Methoden.
Zwischen 15 und 33 Prozent des Bruttojahresgehalts der Arbeitsstelle werden für die Dienste eines Headhunters nötig.
Die Bezahlung der Headhunter bezieht sich meistens auf die zu besetzende Stelle des Auftraggebers. Zwischen 15 und 33 Prozent des Bruttojahresgehalts der Arbeitsstelle werden für die Dienste eines Headhunters nötig. Allerdings sind auch Festpreise im Voraus, Teilzahlungen nach Beratungsterminen oder erfolgsbezogene Zahlungen üblich.
Worauf ist bei der Auswahl eines Headhunters zu achten?
Wird sich für die Arbeit eines Headhunters entschieden, gibt es einige Dinge zu beachten. Erst dann kann ein zufriedenes Resultat erreicht werden. Als Erstes gilt es dabei die Motivation des Personalberaters zu prüfen. Je mehr sich der Berater in ihr Unternehmen einfühlen kann und auf Eigenheiten in ihrem Suchprofil eingeht, desto präziser und besser wird er arbeiten. Deshalb können regionale Personalberater einen Vorteil bringen.
Als Zweites ist es wichtig, sich über den Ruf des Headhunters zu erkundigen.
Wie lange ist er schon im Geschäft?
Welche Kunden hatte er in der Vergangenheit?
Hierbei kann es helfen andere Unternehmen über ihre Zufriedenheit mit dem Berater zu befragen. Weitere Informationen gibt der Berater selbst oder ergeben sich durch eigene Recherche. Außerdem ist es als Drittes wichtig, sich nach den Qualifikationen des Headhunters zu erkundigen. Zwar darf sich jeder ohne gesetzliche Nachweise Personalberater nennen, da es kein geschützter Beruf ist, allerdings geben viele Profis freiwillige Nachweise über ihre Qualität. Beispiele hierfür wären Qualifikationen als anerkannter Coach oder Wirtschaftspsychologe. Als Letztes gilt es darauf zu achten, dass die Honorare von Anfang an transparent aufgezeigt werden, um „Abzockertaktiken“ zu vermeiden.
Vorteile von Headhuntern im Handwerk?
Währenddessen sich dieser mit der Suche beschäftigt, kann der Auftraggeber anderer wichtiger Arbeit nachgehen.
Schlussendlich ergibt sich die Frage nach den Vor- und Nachteilen des Headhunter-Einsatzes für das Handwerk. Headhunter können helfen den Fachkräftemangel zu bekämpfen und eine freie Position im Handwerksbetrieb adäquat zu besetzen. Der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) geht davon aus, dass aktuell bis zu 250 000 Stellen in der Branche unbesetzt sind. Unter diesen Umständen geeignete Fachkräfte zu finden kann sich als problematisch erweisen.
Ein anderer Vorteil ergibt sich durch die externe Suche durch den Headhunter. Währenddessen sich dieser mit der Suche beschäftigt, kann der Auftraggeber anderer wichtiger Arbeit nachgehen. Das spart Zeit. Außerdem suchen Headhunter in der kompletten Branche nach neuen Mitarbeitern und nicht nur auf dem Markt der Arbeitssuchenden.
Die Nachteile für Handwerksbetriebe.
Unternehmen können auch unlauteren Methoden zum Opfer fallen und so Mitarbeiter verlieren.
Auf der anderen Seite lässt sich durch das Geschäft mit Headhuntern zwar der Fachkräftemangel bekämpfen, aber Unternehmen können auch unlauteren Methoden zum Opfer fallen und so Mitarbeiter verlieren. Natürlich können auch andere Unternehmen beziehungsweise Konkurrenten Personalberater beauftragen und probieren ihrem Handwerksbetrieb Mitarbeiter abzuwerben. Ein weiterer Kontrapunkt wäre die Abgabe der Mitarbeitersuche an einen externen Berater. Wird der Headhunter nicht genau ausgesucht, kann es trotzdem zu einem unbefriedigenden Ergebnis der Suche kommen. Letztendlich bedeutet ein Headhunter eine zusätzliche Investition, die wohl überlegt sein sollte.




